Herzfalter

Abenteuer Leben

Vom „Ernst des Lebens“ zum Abenteuer

Abenteuer Leben Podcast Folge 11
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09.12.2024

Heutiges Thema des Herzfalter-Podcasts

In der letzten Folge ging es darum, wie schwer es uns oft fällt die Leere auszuhalten und wie Selbstliebe und Vertrauen helfen können, aus der Blase der Isolation herauszufinden.

Heute geht es um innere Widerstände, den „Ernst des Lebens“ und warum es so wichtig ist, sich aus harten Schalen zu befreien, damit wir ins „Abenteuer Leben“ aufbrechen können.

Das Seelengespräch über innere Widerstände und harte Schalen

Momentan stoße ich auf viele innere Widerstände. Auf der einen Seite möchte ich voran kommen, vieles kreieren und erschaffen, aber auf der anderen Seite merke ich dabei immer häufiger, dass ich mich währenddessen Stück für Stück von mir selbst entferne.

Da ist der Perfektionist in mir, der alles ganz genau machen möchte, effektiv und bitte so schnell wie möglich. Doch je lauter, fordernder und kontrollierender dieser Anteil wird, umso mehr entferne ich mich von der eigenen Wahrnehmung und dem inneren Kompass.

Da ist diese Stimme, die sagt: „Du musst doch etwas tun, die genauen Abläufe befolgen, auf die schlauen Experten hören und es so machen wie sie sagen, damit Du erfolgreich bist. Wenn Du nur das tust, wozu Du Lust hast, kann das ja nichts werden!“

Doch warum eigentlich nicht?

Wieso denkt es in mir, ich müsste mich nach dem Außen richten und danach was für andere funktioniert hat?

Das Leben hat es Dir bisher so gespiegelt. Das beginnt in der Kindheit und zieht sich durch, bis zu dem Punkt, an dem Du anfängst gewisse Verhaltensweisen zu hinterfragen – so wie jetzt.

Stimmt, in der Schule hat man schließlich auch nur gute Noten bekommen, wenn man erfüllt hat, was von einem verlangt wurde. Individualität, sich ausprobieren und nur das tun, was einen begeistert?……Fehlanzeige.

„Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder nur das machen würde, was ihm Spaß macht?“ – ein Glaubenssatz der mir bei dem Gedanken sofort ins Ohr kommt.

Was meinst Du, wo würde man denn dann hinkommen?

Ins Paradies! – klingt vielleicht etwas überzogen, aber das ist das, was mir sofort kommt. Das wäre doch aber genial, wenn jeder nur noch das in die Welt bringen würde, was ihm Freude macht und sein Herz erfüllt.

Wir würden ganz anders in den Tag starten. Dann wäre jeder Tag wie Urlaub – obwohl, es hängt natürlich davon ab, welche Vorstellung jemand von Urlaub hat, denn diese Zeit kann für einige auch sehr stressig sein, wenn der sogenannte „Freizeitstress“ Einzug hält.

Ich meine diesen Urlaub, in dem wir einfach nur das machen, wonach uns gerade ist. Ohne Plan und Ziel, nur aus einem spontanen Bauchkribbeln heraus, bei dem unser ganzer Körper „ja“ ruft. Als wären wir wieder Kinder, die sich treiben lassen und staunend, voller Begeisterung und Neugierde, dem Abenteuer Leben entgegen hüpfen. Damals hatten wir auch keine Pläne oder To-Do-Listen.

Und sind es nicht gerade die spontanen Dinge im Leben, die wir so gar nicht auf dem Plan hatten, die am meisten Spaß machen und uns am stärksten nähren?

Das klingt toll, doch warum hörst Du auf zu lächeln?

Oh, ist mir gar nicht aufgefallen. Wahrscheinlich weil gerade wieder Sätze von früher in meinem Kopf auftauchen:

„Du hast aber eine blühende Fantasie! Hör auf zu Träumen, das Leben ist nicht so!“

Wie fühlst Du Dich dabei?

Traurig, wie ausgebremst, nicht ernst genommen, belächelt. Ich sehe allgemeines Kopfschütteln und Augen rollen.

„Die hat wohl den Ernst des Lebens nicht begriffen!“, kommt mir.

Wie ernst sollte das Leben denn Deiner Meinung nach sein?

Gar nicht – das Wort hat für mich sowieso etwas erdrückendes, etwas das klein macht, mich in einen grauen Käfig sperrt und vergessen lässt, dass das Leben eigentlich viel bunter und freier ist.

„Das Abenteuer Leben“ gefällt mir viel besser – das hätte ich als Kind hören wollen.

„Wenn das Abenteuer Leben beginnt, dann…..“ – klingt doch viel positiver.

Menschen lieben Abenteuer. Nicht ohne Grund sind viele Bücher und Filme so beliebt und erfolgreich. Außerdem wimmelt es in ihnen von Helden und Heldinnen, die spannende Sachen erleben und an den Herausforderungen des Lebens wachsen.

Da fällt mir gerade Pippi Langstrumpf ein, die hat sich nicht verbiegen lassen und ihr war es egal, was andere von ihr dachten. Gerade ihre Unangepasstheit und die kindliche, unerschrockene, spontane Neugierde und Abenteuerlust hat viele Kinder und Erwachsene in ihren Bann gezogen, denn tief in uns drin wissen wir alle, dass das Leben eigentlich so gedacht war.

Was denkst Du ist passiert?

Na der „Ernst des Lebens“!

Viele Menschen haben schlimme Zeiten erlebt. Das hat sie und ihre Sicht auf das Leben grundlegend verändert. Traumatische Erfahrungen, Ängste, Glaubenssätze….all das wurde und wird an die nächsten Generationen weitergegeben.

Wir möchten unsere Nachfahren schützen, sie vor Enttäuschungen bewahren, sie vorbereiten, ihnen Leid ersparen und sie abhärten. Die harte Schale soll den weichen Kern gut schützen.

Ist er denn gut geschützt?

Auf den ersten Blick vielleicht schon, aber damit ein Same wachsen kann, muss er aus der begrenzenden Dunkelheit heraus, nach oben ans Licht, sich ausstrecken, entfalten, der Sonne und dem Abenteuer Leben entgegen.

Dabei darf eine schützende Schale auch mal gesprengt werden.

Das fühlt sich erst einmal ungewohnt und beängstigend an – zumal uns vielleicht zu oft gesagt wurde, dort drin zu bleiben wäre sicherer-, aber schlussendlich ist das wahre Freiheit und Selbstfürsorge.

Wir sorgen in dem Moment für uns und geben unserem Drang nach Abenteuer und Selbstverwirklichung nach.

Spiegelt der Durchbruch durch die Schale vielleicht den inneren Widerstand von dem Du anfangs gesprochen hast?

Oh ja, das macht Sinn.

Deswegen fühlt es sich für mich auch oft so an, als würde ich gegen mich selbst ankämpfen. Dabei ist es nur die schützende Schale, die um mich gelegt worden ist, damit ich nicht verletzt werde.

Der Drang nach oben zu stoßen ist nun jedoch zu groß, die Schale viel zu eng geworden und der innere Wunsch nach Freiheit und Selbstentwicklung zu laut.

Je länger ich versuche in der viel zu kleinen Schale zu bleiben, umso schwerer und schmerzhafter wird es für mich.

Ich muss mich befreien, es geht gar nicht anders. Da sind auch mögliche Gefahren und Ängste irgendwann egal.

Das ist, als würde man von einem Balkon springen, weil die Wohnung brennt.

Brennt es denn schon?

Ja, das hat es. Manchmal braucht es anscheinend wirklich erst das heiße Feuer im Rücken und die ersten verbrannten Fingerspitzen, bis wir uns entscheiden ins Unbekannte zu springen.

Ich durfte in den letzten Wochen erleben, wie es ist sich die Finger zu verbrennen. Ich wusste ganz genau, dass es heiß wird, aber reingefasst habe ich trotzdem.

Nach dem ersten Anflug von Scham habe ich aber auch ganz schnell verstanden, wie wichtig diese Erfahrung für mich war und wie sehr selbst die Scham doch einer begrenzenden Schale ähnelt:

Scham hält einen klein, engt ein und hindert am Wachsen.

Gehört nicht genau das auch zu einer Heldenreise dazu?: Aufstehen, Staub abklopfen und, eine Erfahrung reicher, weitergehen.

Wo befindest Du Dich denn auf Deiner Heldenreise?

Mmmh, gute Frage…..ich glaube noch ziemlich am Anfang, schließlich habe ich gerade erst erkannt, dass ich mich bisher mehr oder weniger nur in meiner Schale bewegt habe.

Mit einem Fuß stecke ich noch drin, aber der ist auch schon dabei, sich ganz vorsichtig und Stück für Stück rauszutasten.

Reflexionsfragen zum Thema "Ernst des Lebens"

Wie war das bei Dir früher? Hast Du oft vom „Ernst des Lebens“ gehört?

Wie hat sich das für Dich angefühlt als Kind oder benutzt Du diese Worte heute selbst noch?

Hätte sich Deinem Gefühl nach etwas in Deiner Einstellung zum Leben geändert, wenn Du vom „Abenteuer Leben“ gehört hättest?

Gibt es vielleicht noch andere begrenzende, einengende Sätze oder Redewendungen aus Deiner Kindheit, die Dich geprägt haben?

Unabhängig davon wie sehr wir Einstellungen, Glaubenssätze oder Sichtweisen von anderen übernommen haben, ist es nie zu spät diese zu hinterfragen und genau hinzufühlen, ob sie für uns heute noch stimmen, uns nicht vielleicht sogar begrenzen und uns das Gefühl geben in einer harten Schale zu stecken, die uns einengt.

Wenn Du diese harte Schale in Deinem Leben beschreiben würdest:

Wie sieht sie aus?

Ist sie dick oder dünn, starr oder elastisch?

Was enthält sie?

Auch wenn Dein Verstand jetzt vielleicht die Stirn runzelt, lass Dich auf das Experiment ein und sei offen für das, was sich Dir zeigen möchte.

Siehst Du etwas? Fühlst Du etwas? Wie und Wo reagiert Dein Körper?

Wenn Du möchtest, mache Dir Notizen dazu.

Stelle Dir nun vor, Du würdest zu Deiner ganz eigenen Heldenreise aufbrechen:

Du stehst oben auf einem Berg, blickst herunter auf eine wunderschöne weite Landschaft.

Alle Wege stehen Dir offen, doch wo zieht es Dich heute hin?

In welche Richtung würde Dich Dein Herz führen, wenn Du Dich ins Abenteuer Leben wagen möchtest?

Gibt es etwas wovon Du immer schon geträumt hast, aber der „Ernst des Lebens“ hat es nicht zugelassen?

Es ist nie zu spät für Deine Heldenreise

Es ist nie zu spät und wir sind nie zu alt unseren Träumen zu folgen und sie wahr werden zu lassen. Jeder Moment bietet die Chance, einen neuen Weg einzuschlagen und das Leben so zu gestalten, dass es sich stimmig und erfüllend anfühlt.

Ich wünsche Dir alles Gute auf Deiner Heldenreise – möge sie Dir die Erfüllung schenken, die Du Dir von Herzen wünschst.

Bleibe mutig, neugierig und voller Vertrauen, denn jeder einzelne Schritt bringt Dich näher zu Dir selbst und Deinem persönlichen Abenteuer.

Abenteuer Leben Podcast Folge 11
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Autorin

Hallo, ich bin Anja, Energetikerin, Gründerin von Herzfalter und Entwicklerin der innovativen Genomantik-Methode.
Mit energetischen Sichtungen, 1:1-Begleitungen, Blogbeiträgen, Videos, Kursen und meinem Podcast unterstütze ich Menschen dabei, ihre persönliche Entwicklung zu fördern und Blockaden zu überwinden. Mit Herz und Intuition helfe ich Dir, Deinen eigenen Weg zur Selbstheilung und Transformation zu finden. Meine Vision ist eine Welt, in der sich die Menschen wieder ihrer eigenen Stärke bewusst werden, sich nicht länger von anderen abhängig fühlen und alle Möglichkeiten kennen und anwenden, um sich selbst zu heilen.

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