Herzfalter

Alte Ahnenthemen und Blockaden

Die inneren alten Mäntel

Energiearbeit und Energetik mit Herzfalter
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Heutiges Thema des Herzfalter-Podcasts

In der letzten Folge habe ich Dich mit in meine inneren Räume mitgenommen. Wir haben uns meinen inneren Flur angesehen und ich durfte überrascht feststellen, wie viel noch geheilt werden darf und wie stark die Vergangenheit und alte Themen noch eine Rolle spielen.

Heute möchte ich mir mit Dir zusammen die alten verstaubten Mäntel einmal etwas genauer ansehen. Sie hingen im Flur und spielen, meinem Gefühl nach, eine wichtige Rolle. Wir tragen oft alte Geschichten und/oder Ahnenthemen mit uns herum, die uns nicht mehr dienen, oder schlichtweg eigentlich nichts mit uns zu tun haben. Aber warum räumen wir ihnen in unseren inneren Räumen so lange einen Platz ein?

Eine Begegnung mit alten Themen und Blockaden

Die Frage, die ich mir nun stelle ist:

Wofür stehen die alten Mäntel?

Sind es übernommene Rollen oder Identitäten, entstanden aus den Erwartungen der Eltern, der Ahnen oder der Gesellschaft?

Geht es um verdrängte Erfahrungen, die bisher noch zu schwer erschienen, um sie zu verarbeiten? Symbolisieren sie vielleicht Anteile von mir, die ich irgendwann abgelegt habe?

Vielleicht stecken in den Manteltaschen, in die ich nicht hineinfassen wollte, ja Gaben meiner Ahnen, die ich bisher nicht annehmen konnte.

Es könnte auch sein, dass die Mäntel alte Schutzpanzer sind, die mir zwar einmal gedient haben, aber mich in diesem Abschnitt meines Lebens eher behindern?

Doch was mache ich nun mit diesen Mänteln? Da liegen sie nun vor mir, alle auf einem Haufen. Ich habe das Gefühl der Überforderung – ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Dieser Mantelberg wirkt so überladen, herausfordernd und erdrückend.

Ok, aber ich bin heute hier, um mich dem zu stellen. Ich ergreife also den obersten Mantel, drehe und wende ihn. Es ist ein karamellfarbener Kaschmirmantel. Er erinnert mich an einen beigen Mantel, den ich vor vielen Jahre getragen haben. Ich war Anfang 20, glaube ich.

Es kommen eigentlich gute Gefühle hoch, wenn ich daran denke. Eine aufregende und spannende Zeit. Ich bekomme in diesem Moment Gänsehaut am ganzen Körper und der Mantel löst sich vor meinem inneren Auge in meinen Händen auf.

Ok, dann sehen wir uns den Nächsten an. Er ist knallrot und der Kragen ist mit einer auffälligen Blume aus Stoff verziert. Der ist nicht von mir, das spüre ich gleich. Das ist was übernommenes. Er erinnert mich an meine Oma, obwohl sie nie so einen getragen hat. Ich kann mich jedenfalls nicht bewusst daran erinnern.

In mir kommen Wörter hoch wie: Etikette, Anstand, Anpassung, zur feinen Gesellschaft gehören wollen, etwas repräsentieren wollen, nach Außen gut dastehen wollen, etwas hermachen…

Ich sehe eine feine Gesellschaft in Abendkleidung, in einer Art Ballsaal. Frauen stehen schüchtern auf der einen, Männer auf der anderen Seite. Die Herren fordern die Damen zum Tanz auf.

Da fällt mir eine Frau auf, die schüchtern, den Blick gesenkt, ziemlich weit hinten in einer dunkleren Ecke steht. Sie hält den roten Mantel in ihren Händen. Niemand hat sie aufgefordert, aber ich glaube das liegt daran, dass sie nicht wirklich gesehen wird. Oder möchte sie überhaupt nicht gesehen werden? Warum hält sie ihren Mantel noch in der Hand? Hat sie ihn gar nicht abgelegt, oder will sie den Ballsaal gleich wieder verlassen?

Ich spüre Trauer, Einsamkeit und ganz viel Unsicherheit. Irgendwie ein starker Kontrast zwischen dem sehr auffälligen knallroten Mantel und der schüchternen Erscheinung der jungen Frau.

Ich gehe nun auf die Frau zu und sage: „Geht es Dir gut? Kann ich Dir helfen?“ Während ich sie anspreche spüre ich wieder eine Gänsehaut am Körper. Das ist für mich immer ein Zeichen, dass Energie fließt, etwas bewegt sich. Ein gutes Zeichen.

Sie wirkt etwas erschrocken, hat mich anscheinend nicht kommen sehen. Mit großen Augen sieht sie mich an und schüttelt nur zaghaft mit dem Kopf. Meine Gänsehaut wird stärker. Ich reiche ihr nun meine rechte Hand. Sie scheint sehr verwundert, aber mit einem kleinen zarten Lächeln nimmt sie meine Hand in ihre linke und wir gehen gemeinsam aus dem großen Ballsaal heraus.

Sie atmet sichtbar und hörbar auf. Es scheint als wäre eine Last von ihr abgefallen. Plötzlich fängt sie an zu reden. Es purzelt nur so aus ihr heraus und die Schüchternheit scheint wie weggeblasen:

„Da wollte ich eigentlich gar nicht sein. Ich habe mich nicht wohl gefühlt. Das ist nichts für mich. Alleine hätte ich mich nie getraut zu gehen. Was sollen denn die Anderen von mir denken? Obwohl, mich hat glaube ich sowieso niemand gesehen. Macht also eigentlich keinen Unterschied, ob ich nun dort bin oder nicht. Hier mit Dir fühle ich mich auf jeden Fall gleich viel wohler. Danke!“

Sie lässt meine Hand los, winkt mir zum Abschied fröhlich zu, und geht davon. Als sie an einem Mülleimer vorbei kommt, wirft sie den hübschen roten Mantel hinein, dreht sich noch einmal strahlend zu mir um, streckt lachend ihren Daumen nach oben und verschwindet aus dem Bild.

Wow, das war jetzt spannend.

Ich wende mich wieder dem Mantelhaufen zu und stelle erstaunt fest, dass plötzlich nur noch ein Mantel dort liegt. Komisch, es waren vor kurzem doch noch viel mehr…

Es ist ein alter, sehr großer und langer schwarzer Mantel. Der gehört auf jeden Fall zu einem großen und kräftigen Mann. Er ist in einem sehr guten, gepflegten Zustand. Nur die Taschen sind etwas abgenutzt. So als hätte der Träger seine Hände oft in ihnen gewärmt, oder sie versteckt – das kann ich noch nicht genau sagen.

Ich nehme ihn also in meine Hände, halte ihn vor mir in die Luft und frage: „Was hast Du für eine Geschichte?“

Im nächsten Augenblick fängt der Mantel an sich in der Luft nach links zu drehen, im Kreis, immer schneller. Wie eine Spirale wirbelt er nun nach oben und löst sich dabei auf. Der Stoff zerfällt, aber aus den kleinen, winzigen Fasern bildet sich ein Zettel.

Da ist sie wieder, meine Gänsehaut…

Der Zettel schwebt nun langsam herunter und kommt in meinen geöffneten Händen zum liegen. Er wirkt sehr alt und ist mehrmals gefaltet.

Ich falte ihn auseinander und dort steht: „Geh Deinen Weg!“ Im selben Augenblick sehe ich den Besitzer des Mantels vor mir. Er geht mit gebückter Haltung eine Straße entlang, die Hände in den Manteltaschen vergraben. Seine rechte Hand spielt mit dem Zettel, den ich gerade vor mir halte.

Es wirkt so, als würde er sich kleiner machen wollen, doch das ist nur schwer umzusetzen, denn da er so ein großer, kräftiger Mann ist, fällt er immer schnell auf. Nun kann ich auch erkennen, dass seine Hände ungewöhnlich groß sind. Deswegen versteckt er sie in den Manteltaschen. Und doch sind seine Hände sehr liebevoll und sanft. Das sehe ich daran wie vorsichtig und behutsam er den Zettel in seiner Tasche umschließt.

Sollte ich auch auf ihn zugehen? Warum nicht?

Ich stelle mich an eine Ecke und warte, bis er vorbei kommt. „Hallo“, rufe ich ihm freundlich zu und winke dabei mit dem Zettel, der mir zuvor in die Hände gefallen ist. Er bleibt abrupt stehen, scheint es nicht gewohnt zu sein, dass man ihn anspricht. Die Menschen gehen ihm sonst immer lieber aus dem Weg.

Er schaut mich verwundert an und dann fällt sein Blick auf den Zettel. Erschrocken tastet seine rechte große Hand in der Manteltasche hin und her, doch sein Zettel, den er gerade noch umschlossen hielt, ist nicht mehr da.

Ich halte ihm den Text „Geh Deinen Weg!“ entgegen.

Sein Gesicht entspannt sich, er nimmt seine beiden Hände aus den Taschen und hält sie sich an seine Brust. Ich kann seinen Herzschlag hören.

Er lächelt mich nun an, atmet tief ein und wieder aus und umschließt sanft meine Hände mit dem darin enthaltenen Zettel. Seine Hände sind unglaublich weich. Ganz anders, als ich es von so einem kräftigen großen Mann erwartet hätte.

Er blickt mich, mit Tränen in den Augen, an und spricht: „Sei gesegnet!“

Dann drückt er noch einmal liebevoll und vorsichtig meine Hände, bevor er seinen Weg fortsetzt. Seine Haltung hat sich verändert. Er läuft nun viel gerader, selbstbewusster. Er schwingt seine Arme fröhlich hin und her und plötzlich fällt mir auf, dass er den schweren schwarzen Mantel gar nicht mehr trägt.

Energiearbeit - Das kannst Du auch!

Der Haufen ist nun verschwunden, meine inneren alten Mäntel transformiert und integriert. Ob es sich hierbei um innere Archetypen, verlorene Seelenanteile oder alte Blockaden handelte ist eigentlich egal, denn das sind sowieso nur Wörter und Begriffe, die unserem Verstand etwas zum „anfassen“, zum „begreifen“ geben wollen.

Wichtig ist doch, wie wir uns hinterher fühlen, was das in uns und auch in unserem Leben verändert hat und welche Erfahrungen wir sammeln konnten.

Ich durfte jedenfalls wieder einmal feststellen, dass Energiearbeit und Transformation auch immer etwas im Körperfeld auslöst. Nachdem ich fertig war, habe ich bestimmt eine halbe Stunde mit ständigem Gähnen verbracht. Ich verstehe das immer als Zeichen, dass sich nun auch auf körperlicher Ebene etwas ablösen darf. Ich puste es sozusagen mit Hilfe des Gähnens heraus.

Ich kann Dir nur immer wieder empfehlen: Probiere es selbst einmal aus und Du wirst erstaunt sein, was sich Dir in Deiner inneren Welt so alles zeigt.

Parke dabei Deinen Verstand in einer Hängematte, drücke ihm einen Cocktail in die Hand und konzentriere Dich voll und ganz auf Deine Gefühle, Deine körperlichen Reaktionen und auf all das, was Du über Bilder, Erinnerungen, Sätze oder sonstige Eindrücke empfängst.

Viel Spaß dabei und alles Liebe❤️.

Falls Du Unterstützung brauchst

Wenn es Dir noch schwer fällt eigene Bilder zu sehen oder auf anderen Ebenen Informationen zu empfangen, bin ich gerne für Dich da🦋.

 

Energiearbeit und Energetik mit Herzfalter
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Autorin

Hallo, ich bin Anja, Energetikerin, Gründerin von Herzfalter und Entwicklerin der innovativen Genomantik-Methode.
Mit energetischen Sichtungen, 1:1-Begleitungen, Blogbeiträgen, Videos, Kursen und meinem Podcast unterstütze ich Menschen dabei, ihre persönliche Entwicklung zu fördern und Blockaden zu überwinden. Mit Herz und Intuition helfe ich Dir, Deinen eigenen Weg zur Selbstheilung und Transformation zu finden. Meine Vision ist eine Welt, in der sich die Menschen wieder ihrer eigenen Stärke bewusst werden, sich nicht länger von anderen abhängig fühlen und alle Möglichkeiten kennen und anwenden, um sich selbst zu heilen.

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