Wer kennt ihn nicht, den kleinen Denker im Kopf?! Bei dem Einen ist er vielleicht lauter und aktiver als bei dem Anderen, aber im Grunde hat er sich doch bei den meisten Menschen im Laufe des Lebens irgendwie verselbständigt und wir haben das Gefühl, er lässt sich nicht mehr abstellen. Es ist als hätte er die Kontrolle übernommen. Wir können nicht richtig abschalten, schlafen schlecht oder haben vielleicht sogar manchmal das Gefühl wahnsinnig zu werden, wenn es nicht endlich ruhiger da oben wird.
Wie heißt es doch….. „Ich denke, also bin ich!“. Ja, und wenn ich nicht denke, dann bin ich nicht mehr, oder was?
Wie so oft, haben wir auch hier wieder Angst vor Kontrollverlust, denn da das viele Denken uns bisher so intensiv begleitet hat, trauen wir uns nicht loszulassen oder die Zügel etwas lockerer zu halten, denn so könnten wir uns verlieren – meinen wir.
Ich habe meinem Denker neulich einen Besuch abgestattet und war erstaunt und schockiert zugleich, was ich dabei sehen und fühlen konnte.
Er saß in einem nicht sehr großen, recht dunklen Raum, ohne Sonnenlicht. Ein massiver Schreibtisch aus dunklem Holz stand in der Mitte und er war voll mit unzähligen Aktenbergen, die sich bereits meterhoch aufgetürmt hatten. Dahinter saß, fast völlig verschwunden, ein alter, dünner Mann.
Er sah sehr schwach und kränklich aus. Angestrengt schob er Papierstapel von links nach rechts und wirkte sehr gestresst. Riesige, hohe Aktenschränke, die bis unter die Decke reichten umgaben ihn und seinen überladenen Schreibtisch. Dicke Staubschichten bedeckten die Möbel und Ordner. Hier drin fiel es sehr schwer zu atmen, die Luft schien verbraucht und es roch muffig.
Wie ich meinen Denker da so sitzen sah, mit seinen Kräften am Ende, völlig überlastet und eingeschlossen in diesem schrecklich deprimierenden Raum, fing er an mir unglaublich leid zu tun. Ich musste weinen, denn erst in diesem Moment wurde mir bewusst, wie schlecht ich in letzter Zeit von ihm gedacht, ihn innerlich beschimpft hatte, er solle endlich die Klappe halten und nicht nerven. Doch nun sah ich, dass er gefangen schien. Gefangen in diesem schrecklichen Raum, versunken hinter meterhohen Aktenstapeln. Er bemerkte mich nicht einmal.
Erst als ich einige Papiere zur Seite schob, damit ich ihn besser sehen konnte, schaute er erschrocken auf. Seine leeren, geröteten Augen sahen mich an und er fragte: „Was willst Du hier?“.
„Dich hier raus holen!“, sprach ich und in diesem Augenblick gab es einen heftigen Windstoß, der alles außer ihn und mich hinweg fegte.
In der nächsten Sekunde standen wir gemeinsam auf einer wunderschönen Wiese, etwas erhöht auf einem kleinen Berg. Er atmete sofort tief und kräftig die saubere, klare Luft ein und hielt sein kreideweißes Gesicht in die wärmende Sonne. Er lächelte und sagte: „Endlich!“
Plötzlich veränderte er sich. Aus dem alten, gebrechlichen Greis wurde ein kräftiger, gut aussehender Mann, der mich an die Hand nahm und mit mir zusammen auf einer Bank, die in der Nähe auftauchte, Platz nahm. Wir genossen gemeinsam die Aussicht und das wohlige Gefühl der inneren Ruhe und Gelassenheit. Es brauchte keine Worte. Wir wussten beide, dass sich ab jetzt alles ändern würde.
Ich verabschiedete mich und ließ ihn auf der Bank zurück. Er lehnte sich entspannt nach hinten, legte seine starken, kräftigen Arme auf der Rückenlehne ab und genoss den Frieden.
Seitdem ist es viel stiller in meinem Kopf geworden und wenn ich jetzt an ihn denke, dann sehe ich ihn noch immer auf dieser Bank sitzen, mit sich und der Welt im Reinen.
Wenn wir mit unserem Denker in Kontakt treten, uns einmal genauer ansehen, wie es ihm geht und was er braucht, dann verstehen wir vieles besser und es wird leichter, sprich ruhiger im Kopf. Es ist wichtig ihn mit ins Boot zu holen, denn schließlich brauchen wir ihn auf dieser Welt. Er soll uns den Rücken stärken und uns, gemeinsam mit unserer Intuition, ein guter Begleiter sein. Folgen wir unserem Herzen und hören auf unsere Intuition, kann der Denker uns anschließend bei der Umsetzung helfen.
Hast Du Dir Deinen Denker mal etwas genauer angesehen?
Stelle Dir doch einfach mal vor, du stehst vor einer Treppe, die nach oben zu einer Tür führt.
Gehe hoch, öffne sie und lass Dich überraschen, was sich Dir zeigt.
Wie sieht es dort aus? Ist es dunkel oder hell? Weit oder eng?
Wie zeigt sich Dein Denker?
Siehst Du einen Mann, eine Frau, oder zeigt sich Dir etwas ganz anderes?
Vielleicht siehst Du nur Formen oder Farben, hörst oder riechst etwas?
Ganz egal was es ist, alles stimmt für Dich.
Dann geht es weiter….kann das Bild so bleiben? Fühlt es sich gut an, oder möchtest Du es ändern?
Alleine Deine Absicht etwas verändern zu wollen wird etwas bewirken.
Beobachte, experimentiere und setze Dich niemals unter Druck. Hast Du das Gefühl es bewegt sich nichts oder es wird zu anstrengend, dann mach eine Pause und probiere es später noch einmal.
Alleine die Absicht, nach innen zu schauen, verändert etwas in Deinem Energiefeld!
Uns wurde nie beigebracht wie das geht, nach Innen schauen. Das Außen, die Anderen, die „Spezialisten“ sollen helfen, aber wirklich fühlen können nur wir selbst. Unterstützung ist eine tolle und hilfreiche Sache, aber die wirkliche Veränderung kann nur in uns und durch uns geschehen, damit wir auch langfristig heilen können.
Vertraue Deinen Bildern, Deinen Impulsen und vor allem Deinem Gefühl. Nimm Deinen Denker an die Hand und spüre, was es braucht, damit ihr beide glücklich werdet. Holt ihr dann auch noch das Herz und die Intuition mit ins Boot, wird aus euch ganz sicher ein unschlagbares Team.
Alles Liebe,
Anja
P.S.: Möchtest Du wissen, wie Dein Denker aussieht und was er gerade braucht? Möchtest Du gemeinsam mit mir nach innen schauen und erfahren, was Dein Energiefeld zeigt? Wünschst Du Dir auch wieder mehr Gedankenstille? Dann sieh Dir gerne meine energetische Begleitung etwas näher an oder informiere Dich auf der Angebotsseite, ob etwas für Dich dabei ist, das Dir helfen kann.
Hallo, ich bin Anja, Energetikerin, Gründerin von Herzfalter und Entwicklerin der innovativen Genomantik-Methode.
Mit energetischen Sichtungen, 1:1-Begleitungen, Blogbeiträgen, Videos, Kursen und meinem Podcast unterstütze ich Menschen dabei, ihre persönliche Entwicklung zu fördern und Blockaden zu überwinden. Mit Herz und Intuition helfe ich Dir, Deinen eigenen Weg zur Selbstheilung und Transformation zu finden. Meine Vision ist eine Welt, in der sich die Menschen wieder ihrer eigenen Stärke bewusst werden, sich nicht länger von anderen abhängig fühlen und alle Möglichkeiten kennen und anwenden, um sich selbst zu heilen.