Herzfalter

Der innere Antreiber

Von der Selbstreflexion zum Flow

Antreiber Blog Lebenshilfe Herzfalter
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13.02.2024

Ich treibe mich selbst im Leben sehr oft an. Das müsse schneller gehen, genauer, ordentlicher, effektiver und bitte möglichst so, dass andere sehen, wie fleißig ich war. Bekomme ich anschließend ein Lob, ein „gut gemacht!“, dann hat sich der Aufwand gelohnt – meint mein Verstand jedenfalls.

Allerdings hält das befriedigende Gefühl nicht lange an und schon steht die nächste Herausforderung vor der Tür. Selbst wenn ich etwas anfange, dass mir richtig Spaß macht, funkt diese laute innere Stimme dazwischen und meint ich solle es mir nicht so einfach machen. Nur etwas lesen und anschließend ein bisschen reflektieren? …..nicht genug. Meine Erkenntnisse müssen schriftlich erfasst und alles ordentlich dokumentiert werden. Schließlich muss hinterher für den Verstand etwas Sichtbares vorhanden sein. Ein Beweis dafür, dass ich wirklich etwas getan habe.

Ich sehe mich im Klassenzimmer sitzen. Ich starre auf ein unbeschriebenes Blatt, in meinem Kopf ist es leer. Ich träume vor mich hin. Vor meinem inneren Auge tauchen Bilder und Geräusche auf.

Ich fühle Neugierde, Spannung und Freude. Meine Lippen setzen zu einem Lächeln an…….“He, hör auf zu träumen, vorne spielt die Musik!“. Ich zucke zusammen und falle förmlich zurück auf meinen harten Stuhl. Meine Lehrerin steht hinter mir, zeigt mit ihrem spitzen Zeigefinger auf die Tafel. „Abschreiben, hopp, hopp!“. „Wieso?“ frage ich. Sie dreht mir bereits den Rücken zu, geht weiter durch die Reihen und sagt: „Na, sonst kannst Du es Dir nicht merken!“

Szenenwechsel, ich sehe meine Mutter vor mir. „Du musst Dir die Sachen immer schön aufschreiben, sonst vergisst Du sie. Das mache ich auch immer so.“ sagt sie und lächelt freundlich. Ich nicke brav, blicke auf mein Blatt vor mir und fange an zu schreiben. Wird schon richtig sein, schließlich ist sie meine Mama und hat schon viel mehr Erfahrung als ich. Außerdem liebt sie mich und will das es mir gut geht.

Die Umgebung ändert sich erneut und ich sehe meinen Sohn vor mir. Ich blicke voller Liebe auf ihn, streiche sanft über seinen Kopf und sage: „Schreib es Dir auf, sonst vergisst Du es!“

Erwischt. Das was mich, bisher unbewusst, immer so gestresst hat, habe ich 1:1 weiter gegeben, in dem guten Glauben es richtig zu machen und nur das Beste für mein Kind zu wollen.

Wenn sich bestimmte „Ratschläge“ in unserem Leben wiederholt haben, dann brennt sich das irgendwann ein und unser Verstand packt das in seinen „Wie kann ich gut überleben-Koffer“.

Wir hören im Laufe unseres Lebens auf „Wieso?“ zu fragen und für eigenes Reflektieren ist kein Platz. Wir tun es einfach und denken nicht weiter darüber nach. Irgendwann aber kommt vielleicht der Moment, in dem wir körperlich spüren können, dass uns gewisse routinierte Abläufe eigentlich nicht gut tun, uns nicht wirklich befriedigen.

Wie oft habe ich schon akribisch etwas dokumentiert, viel Zeit und Mühe investiert. Ist mein Werk dann vollbracht, klopfe ich mir selbst auf die verspannten Schultern, versuche meine Kopfschmerzen zu ignorieren und verspüre ein kleines Glücksgefühl, welches schnell schlechter Laune weicht. Ein „Endlich hast Du es geschafft, kannst stolz auf Dich sein!“ macht vielleicht für diesen einen Augenblick meinen Verstand glücklich, aber meinem Körper ist nicht nach Luftsprüngen zu Mute, im Gegenteil: Ich bin müde und möchte mich ausruhen, das war anstrengend.

„Nur noch das und dann habe ich es geschafft!“….. Ja, was eigentlich? Und für wie lange? Mein Verstand denkt sich doch sofort die nächste Herausforderung aus. Ich müsse doch etwas tun um hinterher glücklich zu sein. Echt jetzt? Für diesen winzigen Moment die körperlichen Warnzeichen ignorieren, um dann doch wieder von vorne anzufangen?

In den allermeisten Fällen schaue ich sogar nie wieder auf meine so mühsam zusammengetragenen Aufzeichnungen. Eigentlich ziemlich bekloppt, oder? Wozu die Mühe? Wenn ich nämlich genauer darüber nachdenke, dann hatte ich doch bisher immer zur richtigen Zeit die für mich wichtigen Informationen parat. Ich konnte sie aus meinem „Gedächtnis“ abrufen, wenn ich sie für mein Weiterkommen brauchte. Kann ich etwas nicht mehr hervor holen, dann war es wohl für mich nicht wichtig.

Mal ganz ehrlich, was haben wir nicht alles gelernt – und was brauchen wir heute davon? Nicht sehr viel, oder? Am besten lernen wir doch sowieso, wenn wir mit Freude dabei sind und dann speichern sich bei uns die relevanten Fakten ganz automatisch ab.

Gibt es in Deinem Leben auch Momente, in denen Du Dich fragst, ob das überhaupt Sinn macht Dich selbst so anzutreiben und wie es Dir körperlich dabei und danach geht? Bist Du anschließend erfüllt, voller Energie und könntest Bäume ausreißen? Oder willst Du Dich nur noch ausruhen und bist leicht genervt und frustriert, weil Dich die Aktion dann doch nicht so glücklich gemacht hat, wie Du Dir das erhofft hattest?

Tun wir die Dinge wirklich für uns, oder weil wir sie vorgelebt bekommen haben? Wollen wir uns oder andere glücklich machen? Geht es uns um innere Befriedigung oder um unser Ansehen in der Außenwelt? Müssen wir uns erst ein Lob von außerhalb verdienen und wieso sagt man eigentlich „Eigenlob stinkt“?

Vielleicht dürfen wir einfach wieder mehr ins Vertrauen gehen. Wir werden geführt, von unserer eigenen, höchsten Intelligenz und es braucht kein anstrengendes Antreiben mehr. Auch wenn die Gesellschaft oder die eigene Familie das anders sehen mag, so ist es doch an uns zu hinterfragen, ob die alten Muster und Glaubenssätze noch für das eigene Leben passen.

Erstaunlicherweise habe ich die Erfahrung gemacht, dass genau die Dinge, die vom Verstand her nicht lohnenswert wären, oft die meiste Freude machen. Hinterher fühle ich mich glücklich und bleibe es auch. Ich nehme diese Energie sogar mit in den nächsten Tag und fühle mich motiviert und gestärkt.

Sind wir im Flow, tun das was wir lieben, auf die Art und Weise, wie wir es lieben und vertrauen darauf, dass alles zur rechten Zeit zu uns kommt, dann können wir daran wachsen. Geben wir diese freudvolle Erfahrung anschließend an die nächste Generation weiter, ermöglichen wir ihnen, von Anfang an, ein leichteres Leben.

Alles Liebe,

Anja

P.S.: Hast Du manchmal das Gefühl, Du stehst Dir selbst im Weg, etwas blockiert Dich, und Du möchtest wieder mehr Leichtigkeit in Dein Leben einladen? Kennst Du auch diesen inneren Antreiber? Dann lass uns gerne gemeinsam mit Hilfe der Energiearbeit in Deinem Energiefeld forschen, was aktuell angesehen werden darf, damit sich Blockaden lösen können.

Autorin

Hallo, ich bin Anja, Energetikerin, Gründerin von Herzfalter und Entwicklerin der innovativen Genomantik-Methode.
Mit energetischen Sichtungen, 1:1-Begleitungen, Blogbeiträgen, Videos, Kursen und meinem Podcast unterstütze ich Menschen dabei, ihre persönliche Entwicklung zu fördern und Blockaden zu überwinden. Mit Herz und Intuition helfe ich Dir, Deinen eigenen Weg zur Selbstheilung und Transformation zu finden. Meine Vision ist eine Welt, in der sich die Menschen wieder ihrer eigenen Stärke bewusst werden, sich nicht länger von anderen abhängig fühlen und alle Möglichkeiten kennen und anwenden, um sich selbst zu heilen.

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