Herzfalter

Der innere Wandlungsprozess

Von der Raupe zum Schmetterling & Die Angst vor Veränderung

Veränderung Lebenshilfe Herzfalter Blog
© www.herzfalter.de / © Wolfgang Friese artWork photo

28.08.2023

Momentan stecke ich in einer ganz komischen Phase. Eigentlich ist alles in Ordnung, aber ich fühle mich nicht so. Da ist dieses beklemmende Gefühl im Hals und im Herzbereich und so eine unterschwellige Angst und Trauer. Mein Verstand findet keinen Grund, denn im Außen ist alles gut und gesundheitlich ist auch alles in Ordnung.

Ich hangel mich dann irgendwie durch den Tag, bin aber nicht wirklich bei mir.

Ich bin ein sehr emotionaler Mensch und wenn ich dann plötzlich in so einen dumpfen Modus verfalle, dann macht mir das Sorgen und ich frage mich: „Was stimmt nicht mit mir?“.

Da dieses traurige, ängstliche und dumpfe Gefühl alles andere als angenehm ist, versuche ich mich abzulenken, Dinge zu tun, die mir sonst Freude machen. Allerdings kostet mich das Überwindung, ich muss mir förmlich selbst in den Hintern treten, denn eigentlich habe ich zu überhaupt nichts Lust. Die Natur, andere liebe Menschen, das hilft alles für einen kleinen Moment und dann, kurze Zeit später kommt dieses beklemmende Gefühl wieder.

Ständig kreist dann dieser eine Satz in meinem Kopf herum: „Wieso fühlst Du so?“.

Die Karten, die ich für mich selbst täglich ziehe, sagen mir immer wieder, dass ich im Vertrauen bleiben soll und dass ich jetzt integrieren darf. Es käme alles zu seiner Zeit, im richtigen Tempo. Das reicht mir aber nicht, mein Kopf braucht eine Erklärung, warum ich aus dem Gleichgewicht geraten bin.

In solchen Situationen, wenn ich wirklich „dahinter“ schauen möchte, kommt auch immer zum richtigen Zeitpunkt eine Antwort zu mir. Manchmal durch andere Menschen, durch ein Gespräch, etwas das ich sehe oder höre…….

Oder durch ein Buch. In diesem Fall eines mit dem Titel „Der Imago-Prozess“ von Susanne Hühn. Das Bild des Schmetterlings auf dem Cover und der Untertitel haben mich angesprochen, ohne es bewusst als Hilfe für meinen aktuellen Zustand zu verstehen.

Da stand „Veränderungen meistern oder von der ganz natürlichen Einsamkeit einer Raupe im Kokon“.

Obwohl ich eigentlich selbst zum Lesen keine Lust hatte, habe ich das Buch förmlich verschlungen, denn ich fühlte sofort, dass mir das jetzt helfen wird endlich zu verstehen.

Wir alle erleben Veränderungen in unserem Leben. Ein Umzug, eine neue Arbeitsstelle, die Trennung von dem Partner oder eine Heirat, Kinder bekommen… usw. Das sind die offensichtlichen, die sichtbaren Dinge. Aber was ist mit den Veränderungen die in uns stattfinden?

So wie die Raupe durch einen Prozess gehen muss, bis aus ihr ein Schmetterling werden kann, so gehen auch wir Menschen durch verschiedene Phasen. Susanne Hühn nennt das in ihrem Buch die „5 Stufen“.

Ich habe mich in so vielem wieder erkannt und eine vorgestellte Übung hat es mir besonders angetan. Sie nennt diese Übung „Kontakt zur inneren Raupe aufnehmen“.

Hierbei stellst Du zwei Stühle gegenüber, setzt Dich auf einen und stellst Dir vor, Dir gegenüber sitzt nun Deine innere Raupe, das was gerade einen Verwandlungsprozess in Dir durchläuft, das, was sich so komisch anfühlt. Und dann leg einfach los, stelle Fragen. Was beschäftigt Dich, was möchtest Du wissen? Dann setzt Du Dich auf den anderen Stuhl, nun bist Du diese Raupe, nimmst Dir kurz Zeit, gehst in Dich und dann gib Dir die Antworten. Sage einfach laut, was kommt. Egal was. Bewerte es nicht, lass es einfach fließen.

Am Anfang kommt man sich echt ein bisschen seltsam vor und ist froh, dass einen keiner dabei sieht, aber dann ist es wirklich faszinierend wie gut das funktioniert. Ich war erstaunt, was da für weise Worte heraus kamen.

Du kannst Dir Deine Fragen und die Antworten aufschreiben, oder Du nimmst Dich dabei auf, dann kannst Du Dir das Audio hinterher jederzeit wieder anhören und Du wirst nicht durch das Schreiben abgelenkt.

Mir persönlich hat diese Übung sehr geholfen und ich habe mich hinterher viel besser gefühlt.

Eine wichtige Erkenntnis, die ich durch das Buch gewonnen habe ist, dass es völlig ok ist, wenn wir während des Prozesses der Wandlung zu uns sagen dürfen: „Ich weiß es nicht!“.

Ich weiß nicht, warum ich mich so fühle. Ich weiß nicht, was da gerade passiert und was wird und das ist in Ordnung so und ja, auch das geht vorbei (Hier mein Gedicht dazu).

Meine ungeduldige Stimme im Kopf ist durch diese Erkenntnis natürlich nicht gleich verstummt, aber ich habe auch nicht mehr das Gefühl, ich wäre irgendwie nicht „richtig“.

Abschließend lässt sich also zusammenfassen, dass die meisten Phasen in unserem Leben erst einmal einen inneren Prozess durchlaufen, der sich fremd und nicht gut anfühlt. Irgendwas passiert, aber wir können es nicht benennen, nicht greifen und das macht uns in den meisten Fällen unruhig, manchmal ängstlich. Doch wenn wir offen für Stuhlübungen sind 😉 , oder uns sagen dürfen „Ich weiß es nicht, aber das ist ok!“, dann kann uns das helfen etwas aus der Schwere heraus zu kommen und anzunehmen, was ist.

Alles Liebe, Anja

P.S.: Wie sieht es bei Dir mit der Angst vor Veränderung aus? Kennst Du das auch?

Autorin

Hallo, ich bin Anja, Energetikerin, Gründerin von Herzfalter und Entwicklerin der innovativen Genomantik-Methode.
Mit energetischen Sichtungen, 1:1-Begleitungen, Blogbeiträgen, Videos, Kursen und meinem Podcast unterstütze ich Menschen dabei, ihre persönliche Entwicklung zu fördern und Blockaden zu überwinden. Mit Herz und Intuition helfe ich Dir, Deinen eigenen Weg zur Selbstheilung und Transformation zu finden. Meine Vision ist eine Welt, in der sich die Menschen wieder ihrer eigenen Stärke bewusst werden, sich nicht länger von anderen abhängig fühlen und alle Möglichkeiten kennen und anwenden, um sich selbst zu heilen.

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Imago-Kartenset "Entfalte dein Selbst" von Susanne Hühn