Ich habe nach meiner Ausbildung 20 Jahre lang in einer Firma gearbeitet. Die ersten 10 Jahre waren spannend, aufregend, ich habe viel gelernt und tolle Menschen getroffen. Die zweite Hälfte hatte mehr anstrengende Phasen als Lustige, aber ich dachte das gehört nun einmal zum Berufsleben dazu und geht auch wieder vorbei. Das ging es aber nicht und ich wurde im Laufe der Zeit immer unzufriedener.
Irgendwann kam dann der Tag, an dem ich ganz klar für mich erkannt habe, dass ich so nicht mehr weiter machen will. Es machte mich nicht wirklich glücklich und ein geregeltes Gehalt konnte das auch nicht aufwiegen. Was würde es mir bringen, wenn ich zwar gutes Geld verdiene, aber unglücklich bin? Und so wagte ich den nächsten Schritt, hörte auf mein Herz und reichte die Kündigung ein.
Fortan wollte ich nur noch das machen, was mein Herz erfreut, was mich aus meinem tiefsten Inneren erfüllt. Je glücklicher mein Herz wurde, umso verrückter spielte mein Verstand.
Wenn man nämlich anfängt seine Berufung zu leben, dann heißt das auch die bekannten und vertrauten Wege zu verlassen und sich in die „Wildnis“ zu begeben. Das Planen, was als nächstes kommt, ist dann nicht mehr möglich bzw. funktioniert nicht mehr wie früher.
Auch dieses extreme Auf und Ab der Gefühle ist eine neue Erfahrung. Im Job gibt es natürlich auch gute und weniger gute Tage, aber trotzdem ist da dieser geregelte Ablauf, diese gewisse Grundroutine.
Wenn man sich aber voll und ganz seiner Berufung hingibt, geht man in eine völlig andere Richtung. Der ganz neue Pfad muss erst noch breit getreten werden, der „Halt“ der alten Routine fehlt. Das ist spannend und aufregend, kann aber auch sehr verunsichernd sein, denn Du weißt nicht wo es Dich hinführt und was Dich erwartet.
Der Verstand versucht dann oft wieder auf eine breite und bekannte Straße zurück zu gehen. Da werden dann Listen gemacht, Pläne geschmiedet was als nächstes ansteht, sprich im Hier und Jetzt lässt es sich schwer aushalten. Der Blick geht ständig in die Zukunft. Was wird? Was muss ich tun, damit ich weiter komme auf meinem Weg?
In genau dieser Zeit sind meine Augen schlechter geworden. Die Weitsichtigkeit ist hier, meiner Meinung nach, ein ganz klares Zeichen dafür, dass ich zu sehr in der Zukunft hänge und zu wenig im Hier und Jetzt bin. Das ständige nach vorne schauen, lässt den Blick für das, was direkt vor mir liegt, was genau jetzt wichtig ist, verschwimmen.
Begibt man sich auf die Reise zur Selbstverwirklichung, dann eröffnen sich plötzlich so viele neue Möglichkeiten und Themen. So unterschiedlich sie auch sein mögen und egal wie kurz man sich in ihnen aufhält, sie sind Teil des eigenen individuellen Weges.
Wir betrachten auf dem Pfad durch die „Wildnis“ staunend neue Dinge, bleiben stehen, tauchen ein und gehen mit einer neuen Erfahrung im Koffer weiter. Der Verstand und vielleicht auch die Menschen im eigenen Umfeld können mit diesen kurzen Stopps oft wenig anfangen bzw. es macht sie nervös, wenn sie dann zusehen müssen wie der Selbstfindungsprozess scheinbar ohne Plan und völlig wahllos abläuft. Doch dem ist nicht so.
Wenn wir der Stimme in uns und den Impulsen folgen, dann bedeutet das genau die Informationen einzuholen die für unsere Entwicklung, für unsere Berufung so wichtig sind. Wir dürfen lernen den aus dem Gleichgewicht geratenen Verstand und das Kopfschütteln unserer Mitmenschen unbeeindruckt hinter uns zu lassen. Denn letztendlich ist es egal, was der Kopf oder jemand anderer meint, denn was hier zählt ist unser Herz und der Weg zu unserer Erfüllung. Ob wir etwas aus unserem Verstand heraus tun oder mit dem Herzen, können wir ganz deutlich spüren.
Hier mal ein kleines Beispiel aus meinem Leben. In einem vergangenen Beitrag habe ich erwähnt, dass wir unseren Urlaub bei Gastgebern verbracht haben, die ganz frisch mit der Vermietung begonnen hatten. Da sie sehr offen für Ideen waren, habe ich einige Vorschläge gemacht und sie haben diese sehr freudig und dankbar umgesetzt.
Zu sehen, wie sie sich gefreut haben und auch gleich in die Umsetzung gegangen sind…..da ist mein Herz aufgegangen. Das hat mich unglaublich erfüllt. In diesem Moment habe ich wieder einmal gespürt, was es doch für einen Unterschied macht, ob man eine Aufgabe bzw. einen Job gut erledigt, oder ob man andere Menschen inspirieren, ihnen helfen und sie glücklich machen kann. Dieser Energieschub hält viel länger an. Ich zehre heute noch davon 🙂 .
Und genau deswegen habe ich es mir zur Berufung gemacht anderen Menschen auf ihrem Weg unterstützend zur Seite zu stehen. Bei Dir kann diese Berufung natürlich anders aussehen, aber im Grunde genommen steckt bei uns allen dieselbe Absicht dahinter:
Die Liebe !
Lieben was man tut. Das hat eine ganz eigene, sehr starke Energie und steckt an.
Wann hast Du das letzte Mal etwas getan, was Dich so richtig glücklich gemacht hat?
Was hat Dich unglaublich erfüllt und Du hättest hinterher Bäume ausreißen können?
Denk vielleicht mal darüber nach und wenn Dir nichts einfällt, dann wird es Zeit zu überlegen, was dieses „etwas“ sein könnte. Jeder Mensch besitzt diese eine kleine Feuerstelle in sich, die nur darauf wartet endlich entzündet zu werden. Ist dies einmal geschehen, dann gibt es kein Halten mehr und Du bist bereit in die Wildnis einzutauchen.
Alles Liebe,
Anja
Hallo, ich bin Anja, Energetikerin, Gründerin von Herzfalter und Entwicklerin der innovativen Genomantik-Methode.
Mit energetischen Sichtungen, 1:1-Begleitungen, Blogbeiträgen, Videos, Kursen und meinem Podcast unterstütze ich Menschen dabei, ihre persönliche Entwicklung zu fördern und Blockaden zu überwinden. Mit Herz und Intuition helfe ich Dir, Deinen eigenen Weg zur Selbstheilung und Transformation zu finden. Meine Vision ist eine Welt, in der sich die Menschen wieder ihrer eigenen Stärke bewusst werden, sich nicht länger von anderen abhängig fühlen und alle Möglichkeiten kennen und anwenden, um sich selbst zu heilen.