In der letzten Folge ging es darum, wie schwer es uns fällt einfach mal nichts zu tun und das wir dann, anhand alter Glaubenssätze und Verhaltensmuster, oft das Gefühl haben nicht richtig zu funktionieren oder vorranzukommen.
Im heutigen Seelengespräch sehen wir uns die Angst vor dem HIER und JETZT an, die unbewusste Selbstsabotage und warum wir uns so oft selbst am Fliegen hindern.
…
Heute bin ich in einer ganz seltsamen Stimmung. Ich fühle mich irgendwie traurig, müde, lustlos und alles ist doof, obwohl eigentlich alles gut ist. An allem und Jedem könnte ich etwas aussetzen. Wenn ich dem nachgeben würde, wäre ich wahrscheinlich den ganzen Tag am meckern und kritisieren.
Meine Gedanken kreisen wieder viel in der Vergangenheit herum. Als noch alles besser war.
Ich weiß, auch damals gab es schwere Zeiten, aber die vergisst man gerne wieder.
Ich denke viel an alte Freundschaften und bin sehr traurig, dass sie auseinander gegangen sind, obwohl ich heute weiß, dass es einfach an der Zeit war, dass sich unsere Wege trennen. Wir haben uns auseinander entwickelt und besonderen Spaß hat es zum Schluss auch nicht mehr gemacht.
Mir wird wahrscheinlich gerade sehr deutlich gezeigt, dass ich es noch immer nicht schaffe im HIER und JETZT zu sein. Dabei fühle ich doch, wie es mich runter zieht, mir nicht gut tut.
Du fühlst Trauer, das ist völlig in Ordnung und gehört zu diesem Prozess dazu. Auch das Thema Freundschaft hat mit Selbstliebe zu tun. Da ist der Wunsch gesehen, gemocht, geliebt und anerkannt zu werden.
Was genau bedeutet Freundschaft für Dich?
Na, das man sich alles erzählen und aufeinander verlassen kann. Das man Spaß miteinander hat, die gleichen Interessen teilt und gemeinsam Abenteuer erlebt. Miteinander lachen können finde ich auch sehr wichtig.
Da ist aber auch ein innerer Zwiespalt. Einerseits fehlen mir andere Menschen, Freunde, aber andererseits, wenn ich dann doch mal mit jemandem zusammen bin, dauert es nicht sehr lange und ich freue mich wieder darauf alleine zu sein, nur für mich. Das brauche ich auch sehr. Aber das wiederspricht sich irgendwie…
Ist das so eine Art innere Geißelung? Dem nachzutrauern, was man gerade nicht hat, damit keine Glücksgefühle im HIER und JETZT entstehen können?
Wie fühlt es sich denn für Dich an?
Ziemlich bescheiden. Das zieht mich momentan richtig runter. Ich sehe, wie ich mir selbst an den Füßen hänge. Das ist Selbstsabotage. Ziemlich krank, oder?
Würdest Du Dich selbst denn als krank bezeichnen?
Na ja, das wäre vielleicht ein bisschen übertrieben. Hilfsbedürftig trifft es besser. Wie ein Ruf nach Aufmerksamkeit. Nach dem Motto: „Bemitleide, tröste und halte mich!“, oder „Bleib hier unten, in der tiefen und schweren Energie. Ich hänge mich an Dich und sorge schon dafür, dass Du nicht zu schnell abhebst!“
Ja, ganz klar: Selbstsabotage. Ich bin mir selbst ein Klotz am Bein. Dabei will ich wieder fliegen lernen. Doch ich kann nicht abheben, das Gewicht an meinen Beinen ist einfach zu schwer.
Was braucht denn dieser andere Teil von Dir um loszulassen?
Mein Herz hat gerade einen starken Hüpfer gemacht. Etwas stockt in mir. Ja, Du hast diesen schweren Anteil von mir gerade sprachlos gemacht. Er fühlt sich ertappt, jetzt wo er gesehen und direkt angesprochen wird.
Er schaut verdutzt und sagt: „Aber das ist meine Aufgabe, dafür bin ich hier. Wenn ich mich selbst nicht mehr am Fliegen hindere, einfach loslasse, dann löse ich mich auf. Mich braucht es dann nicht mehr. Davor habe ich Angst!“
Wow, das macht was mit mir. Mir kommen die Tränen. Da haben wir wohl einen wunden Punkt oder den Nagel auf den Kopf getroffen, was?
Das ist ein gutes Zeichen. In dem Moment, wenn Tränen fließen, gibt die Mauer, die Du im Laufe Deines Lebens um Dein Herz gebaut hast, nach. Sie wackelt und reißt ein.
Das stimmt, sie bekommt ganz viele Risse. Diese Mauer sollte mich schützen. Schützen vor weiteren Verletzungen und davor im „gefährlichen“ HIER und JETZT zu sein.
Die Vergangenheit ist bereits geschehen. Die Abläufe sind bekannt, eine Überraschung kann es nicht mehr geben. Ich weiß woran ich bin bzw. war.
Die Zukunft kann ich mir ausmalen. Positiv wie negativ, aber trotzdem habe ich es noch in der Hand.
Dem HIER und JETZT bin ich aber ausgeliefert, habe keinen Einfluss und ich bin verletzlich. Das möchte dieser Schutzmechanismus in mir anscheinend verhindern.
Und, woher denkst Du kommt diese Schwere, Traurigkeit und Lustlosigkeit in Dir?
Es kostet mich einfach Kraft diesen an mir klammernden Anteil mit mir herum zu schleppen. Ich möchte abheben, doch etwas zieht mich ständig nach unten. Das kostet Kraft.
Wenn dieser Anteil von mir, der sich an mich klammert, doch so viel Angst davor hat loszulassen, weil er sich dann auflöst, was kann ich ihm sagen? Was hilft ihm, damit er den Mut findet die Hände zu öffnen und sich fallen zu lassen?
Du kannst ihn jederzeit an einen besseren Ort schicken, wenn Du magst. Er löst sich dann zwar in Deinem Raum auf, aber dennoch ist er ein Teil von Dir. Reiche ihm am besten die Hand, öffne Dein Herz und lass ihn dann darin Platz nehmen. Dieser abgespaltene Teil von Dir kann wieder integriert werden. Es liegt an Dir!
Ich spüre, der Griff lockert sich etwas. Das scheint ein guter Vorschlag zu sein. Jedenfalls ist das Gewicht und die starke Angst verschwunden. Ich spüre jetzt Neugierde und etwas Aufregung.
Als würde ein kleines Kind nicht erwarten können, bis es endlich los geht.
…
Fällt Dir spontan etwas ein, wenn Du das Wort „Selbstsabotage“ hörst?
Gibt es Situationen in Deinem Leben, in denen Du das Gefühl hast Dir selbst im Weg zu stehen?
Wie sehr hängst Du noch in der Vergangenheit, trauerst alten Erlebnissen nach und möchtest vielleicht lieber die „guten alten Zeiten“ zurück haben?
Fällt es Dir schwer im HIER und JETZT zu sein?
Versuche immer mal wieder in Dich hinein zu spüren, wenn es Dir nicht gut geht.
Frage Dich, was es gerade so schwer macht und wo das wirklich her kommt.
Sei offen für Körperempfindungen, Gefühle, Bilder oder Wörter die vielleicht auftauchen und öffne Dich für die Möglichkeit Dich von altem Ballast und Selbstsabotage, der schwer an Dir hängt, zu befreien.
Alles Liebe,
Anja
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Hallo, ich bin Anja, Energetikerin, Gründerin von Herzfalter und Entwicklerin der innovativen Genomantik-Methode.
Mit energetischen Sichtungen, 1:1-Begleitungen, Blogbeiträgen, Videos, Kursen und meinem Podcast unterstütze ich Menschen dabei, ihre persönliche Entwicklung zu fördern und Blockaden zu überwinden. Mit Herz und Intuition helfe ich Dir, Deinen eigenen Weg zur Selbstheilung und Transformation zu finden. Meine Vision ist eine Welt, in der sich die Menschen wieder ihrer eigenen Stärke bewusst werden, sich nicht länger von anderen abhängig fühlen und alle Möglichkeiten kennen und anwenden, um sich selbst zu heilen.