Herzfalter

Die heilende Kraft der Wut

Erkenne Deine Bedürfnisse und setze Grenzen

Die heilende Kraft der Wut Podcast
© www.herzfalter.de

28.12.2024

Heutiges Thema des Herzfalter-Podcasts

In der letzten Folge ging es um innere Widerstände, den „Ernst des Lebens“ und warum es so wichtig ist, sich aus harten Schalen zu befreien, damit wir ins „Abenteuer Leben“ aufbrechen können.

Heute geht es um das Thema Wut als transformative Kraft. Wir sprechen darüber, wie lange unterdrückte Gefühle und Glaubenssätze aus der Kindheit unser Verhalten prägen können, warum Wut ein wichtiger Hinweis auf unsere Bedürfnisse und Grenzen ist und wie wir lernen können, mehr auf uns selbst zu achten.

Das Seelengespräch über transformative Wut, Selbstschutz und die innere Leere

Ich habe es so satt immer für andere da zu sein, zu geben, zu unterstützen, die helfende Hand zu reichen und mich hinterher leer und traurig zu fühlen.

Da sind diese Momente, in denen man mit jemanden zusammen ist und sich doch alleine fühlt. Ich gehe stabil, guter Dinge und ausgeglichen zu einem Treffen und fühle mich anschließend wie ausgelutscht und achtlos in die Ecke geworfen.

Du bist ganz schön wütend, oder?

Oh ja, und das nicht zu knapp. Ich weiß nicht ob es am Vollmond liegt, aber heute ist so ein Tag, an dem es in mir brodelt. Es ist als wäre das Fass übergelaufen, obwohl nichts wirklich dramatisches passiert ist.

Ich möchte einfach nicht mehr so weiter machen. Es ist eine Grenze erreicht und ich darf mich und meinen Energiehaushalt mehr schützen.

Begegnungen, bei denen mir das Herz aufgeht und ich mich hinterher genährt, voller Kraft und Glückseligkeit fühle….wie lange ist das schon her.

Aber ich kenne den Unterschied genau und weiß wie es sich anfühlt, wenn ein Austausch von Energien stattfindet, die sich die Waage halten, sich gegenseitig stärken und etwas in einem in Gang setzen.

Das fühlt sich dann an, wie ein neuer, liebevoller Impuls der sich nicht wirklich greifen oder erklären lässt, aber er ist da und macht etwas mit einem.

Doch das, was ich in letzter Zeit immer mehr erlebe, fühlt sich überhaupt nicht gut an, raubt mir Energie und lässt mich, so wie heute, immer öfter wütend werden.

Jetzt spüre ich, wie mein ganzer Oberkörper kribbelt. Etwas verändert sich in mir, kommt in die Transformation.

Manchmal braucht es Wut, damit sich etwas lösen kann. Wut kann sehr heilend sein!

Das spüre ich auch, aber ich fühle gleichzeitig, dass ich mir diese viel zu selten erlaube. Das hat glaube ich viel mit dem inneren Kind und alten Glaubenssätzen zu tun.

„Sei brav, pass Dich an.“

„Halt den Mund!“

„Mädchen werden nicht wütend, benimm Dich!“

Oh wie oft habe ich in meinem Leben Wut, Frustration und meine Meinung heruntergeschluckt, nur um mich anzupassen, ja nicht aufzufallen und ein liebes Mädchen zu sein.

Wer wütend ist, hätte sich nicht unter Kontrolle und sei im Unrecht

Jetzt kribbelt es wieder, dieses Mal bis runter in die Beine.

Das was Du gerade beschrieben hast, hat sich in Deinem Emotionalkörper festgesetzt und wird durch Deine Reflexionen und Gedanken an gestupst. Es darf wieder fließen und altes, das Du nicht mehr brauchst, darf gehen.

Ich habe mich in meinem Leben viel zu wenig um mich und meine Bedürfnisse gekümmert. Erst muss es meinem Umfeld gut gehen, dann…..mit etwas Abstand, komme ich – vielleicht.

Da ist dieser tiefe Glaube in mir, dass es mir erst dann gut gehen kann, wenn es den Menschen um mich herum gut geht.

Das war für mich immer eins und es kam mir überhaupt nicht in den Sinn, beides getrennt voneinander betrachten zu können.

Wie oft tastest Du denn Dein Umfeld ab?

Ständig……..und alleine das ist schon sehr anstrengend und kräftezehrend.

Wenn ich Besuch bekomme, dann taste ich mit meinen energetischen Fühlern immer genau ab, ob es auch ja jedem gut geht, oder ob jemandem etwas fehlt.

Je mehr Menschen zusammen kommen, umso wichtiger ist es auch für mich – besonders in meinen eigenen vier Wänden -, dass alle miteinander harmonieren. Treffen dann zum Beispiel welche aufeinander, die sich bisher nicht kannten, bin ich meist sehr angespannt und mir ist es enorm wichtig, dass sich jeder gut versteht und sich wohl fühlt.

Was wäre denn, wenn dem nicht so wäre?

Dann ist das, als hätte ich versagt und meine Fürsorgepflicht als Gastgeber nicht erfüllt. Als wenn es meine Aufgabe ist, wie sich die Menschen zu fühlen haben – eigentlich total bekloppt und irgendwie auch kaum erreichbar, oder?

Manchmal ist es auch wichtig, dass sich ein Mensch unwohl fühlt. Das bringt ihn vielleicht zum Nachdenken und er reflektiert, warum das so ist. Würdest Du ihm das vorenthalten wollen?

Nein, eigentlich nicht.

Mir wird gerade etwas klar:

Eigentlich geht es gar nicht um die anderen, sondern um mich, oder?

Wie meinst Du das?

Na, vielleicht habe ich unbewusst einfach nur sehr starke Angst davor mich selbst schlecht zu fühlen.

Ich spüre einfach zu viel, kann mich nicht abgrenzen und empfinde auf diese Weise negative Emotionen anderer als wären es meine Eigenen.

Ich möchte mich eigentlich selbst schützen.

Ist das nicht egoistisch?

Hat ein gesunder Egoismus nicht auch immer etwas mit Selbstschutz zu tun?

Ja, das hat es. Wenn ich nicht in der Lage bin mich selbst zu schützen, wie soll ich dann andere schützen können.

Doch was ist daran falsch, wenn man auf sich selbst achtgibt und bestimmte Gefühle nicht fühlen will?

Wenn Du so fragst, natürlich nichts. Das alles läuft wahrscheinlich eher unbewusst ab, oder?

Bisher war es Dir einfach nicht möglich diese Sichtweise in Dein Bewusstsein zu holen – bis heute!

Ok, halten wir also fest:

Andere Menschen glücklich zu machen, es ihnen so angenehm wie möglich zu gestalten, war zu einem großen Teil meiner unbewussten Angst vor negativen Gefühlen geschuldet, die mich treffen könnten, weil ich als sehr sensibler und fühlender Mensch bisher nicht gelernt hatte mich auf gesunde Weise abzugrenzen und zu schützen.

Ich habe mich zu tief in fremde Energiefelder begeben, habe versucht sie zu stabilisieren und ein Ungleichgewicht zu vermeiden.

In einem stabilen Umfeld gibt es keine negativen Überraschungen. Denke einmal an Deine Kindheit.

Da war eigentlich alles sehr stabil. Manchmal zu stabil, wenn ich so darüber nachdenke. Meinungsverschiedenheiten wurden so gut wie nie offen ausgetragen, alles wirkte sehr harmonisch und doch habe ich wahrscheinlich als Kind ganz genau gespürt, wenn etwas nicht stimmte.

Was denkst Du, hat das als Kind mit Dir gemacht?

Das hat mich verunsichert und doch habe ich es übernommen. Als Kinder passen wir uns in der Regel an, wollen dazugehören und nicht auffallen.

Wenn das gesamte familiäre Umfeld so agiert, welche Ursachen generationsbedingt auch immer dahinter liegen mögen, dann ist da trotzdem ein Ungleichgewicht spürbar und es kostet jedes Mal Kraft dagegen zu halten.

Kraft, die Dir und Deinem System anschließend fehlt.

Doch was hat all das mit meiner Wut zu tun?

Die Wut, die Du fühlst, ist ein Ausdruck von Deinen lange unterdrückten Bedürfnissen und Grenzen. Sie zeigt Dir, dass es einen Teil in Dir gibt, der nach Gehör und Beachtung ruft. Dieser Teil hat vielleicht über Jahre hinweg still gelitten, während Du Deine Energie darauf verwendet hast, anderen zu helfen, sie zu stabilisieren und Harmonie zu schaffen.

Was hier sichtbar wird, ist die Dynamik zwischen Deinem inneren Kind und den Glaubenssätzen, die Du aus Deiner Kindheit übernommen hast. Damals hast Du vielleicht gelernt, dass Konflikte vermieden werden sollten und dass Harmonie wichtiger ist als Deine eigenen Gefühle. Dieses Verhalten hat Dir damals geholfen, Dich sicher zu fühlen, doch heute zeigt Dir die Wut, dass diese Strategie nicht mehr funktioniert.

Wut ist eine kraftvolle Energie, die Dir signalisiert: „Hier stimmt etwas nicht! Es ist Zeit, für Dich einzustehen.“ Sie ist nicht destruktiv, wenn Du sie bewusst nutzt. Stattdessen kann sie transformativ sein – ein Antrieb, Dich von alten Mustern zu lösen und gesunde Grenzen zu setzen.

Die Verbindung zwischen Deiner Wut und den unbewussten Ängsten vor negativen Gefühlen wird jetzt klarer. Du hast versucht, äußere Harmonie herzustellen, um innere Stabilität zu bewahren. Doch in Wahrheit ist es die innere Stabilität – das achtsame Wahrnehmen Deiner Bedürfnisse und Grenzen –, die zu echter Harmonie führen kann, ohne dass Du Dich erschöpfen musst.

Deine Wut ist also kein Problem, sondern eine Einladung. Sie will Dir zeigen, dass Du den Fokus auf Dich selbst legen darfst, dass Selbstschutz nicht egoistisch ist und dass Du lernen darfst, die Verantwortung für das Wohl anderer bei ihnen selbst zu lassen. Denn nur, wenn Du in Deiner eigenen Mitte bist, kannst Du authentisch und kraftvoll in Begegnungen gehen – ohne Dich dabei zu verlieren.

Hört dann auch die innere Leere auf?

Ja, die innere Leere kann aufhören, wenn Du lernst, Dich selbst zu nähren und Deine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und zu erfüllen. Diese Leere entsteht oft, wenn wir unsere Energie immer wieder nach außen geben, ohne sie selbst aufzufüllen. Sie ist ein Zeichen dafür, dass Dir etwas fehlt – nicht von anderen, sondern von Dir selbst.

Wenn Du beginnst, Dich mit Deinem Inneren zu verbinden, Deine Gefühle ernst zu nehmen und achtsam mit Deinen Grenzen umzugehen, kann sich die Leere nach und nach in ein Gefühl von Erfüllung verwandeln.

Die Leere fühlt sich oft so erdrückend an, weil sie Dich auffordert, nach innen zu schauen. Das kann zunächst unangenehm sein, doch es lohnt sich. Je mehr Du Deine innere Welt erkundest und anfängst, gut für Dich zu sorgen, desto mehr füllst Du diese Leere mit Deiner eigenen Liebe, Stärke und Freude. Und das macht Dich unabhängig von dem, was im Außen passiert.

Das hilft mir sehr, Danke.

Ich werde künftig auch genau auf meine energetischen Fühler achten und sie bewusst bei mir behalten.

Ich bin gespannt, was sich dann zeigen wird.

Reflexionsfragen zum Thema Wut, innere Leere und Grenzsetzung

Fühlst Du Dich nach einer Begegnung auch manchmal leerer als vorher?

Wie gehst Du mit Deiner Wut um? Erlaubst Du Dir, sie zu fühlen und aus ihr Kraft zu schöpfen, oder unterdrückst Du sie?

Was würde es für Dich bedeuten, Deine energetischen „Fühler“ bewusst bei Dir zu behalten und Dich nicht immer nur um das Wohl anderer zu kümmern?

Gelingt es Dir gesunde Grenzen zu setzen?

Selbstfürsorge ist jetzt wichtig

Wenn es darum geht, die Beziehung zu uns selbst zu stärken, gehört dazu, dass wir Selbstfürsorge praktizieren, indem wir kleine Rituale in unseren Alltag integrieren, die uns guttun, und das wir uns bewusst Zeit nur für uns nehmen.

Es bedeutet auch, Grenzen zu setzen, indem wir klar sagen, was uns zu viel ist, und uns aus Situationen zurückziehen, die uns Energie rauben. Wir sollten unsere eigenen Bedürfnisse ernst nehmen, indem wir uns fragen: „Was brauche ich gerade wirklich?“ – und uns erlauben, es uns auch zu geben.

Wichtig ist, uns selbst in unserer Gesamtheit anzunehmen. Auch Gefühle wie Wut, Traurigkeit oder Angst dürfen da sein, denn sie zeigen uns, wo etwas in uns gesehen und angenommen werden möchte.

🦋 Wenn Du das Gefühl hast, dass etwas in Dir gesehen werden möchte oder Du Unterstützung auf diesem Weg der Annahme brauchst, stehe ich Dir gerne mit einer energetischen Beratung zur Seite.

Die heilende Kraft der Wut Podcast
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Autorin

Hallo, ich bin Anja, Energetikerin, Gründerin von Herzfalter und Entwicklerin der innovativen Genomantik-Methode.
Mit energetischen Sichtungen, 1:1-Begleitungen, Blogbeiträgen, Videos, Kursen und meinem Podcast unterstütze ich Menschen dabei, ihre persönliche Entwicklung zu fördern und Blockaden zu überwinden. Mit Herz und Intuition helfe ich Dir, Deinen eigenen Weg zur Selbstheilung und Transformation zu finden. Meine Vision ist eine Welt, in der sich die Menschen wieder ihrer eigenen Stärke bewusst werden, sich nicht länger von anderen abhängig fühlen und alle Möglichkeiten kennen und anwenden, um sich selbst zu heilen.

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