In der letzten Folge ging es um die laute Welt, das „Höher, Schneller, Weiter“ und darum wie wertvoll und wichtig doch eigentlich eine Gemeinschaft ist, in der es um gegenseitige Unterstützung und nicht um umsatzbasierten Wettbewerb gehen sollte.
Heute sprechen wir über nötige Pausen, die manchmal schwer auszuhalten sind, über alte Glaubenssätze und darüber, wie wir unseren Weg auf eine Weise gehen können, dass es sich wirklich stimmig anfühlt.
Ich habe in den letzten Wochen unglaublich viele Ideen gesammelt, es sprudelte nur so aus mir heraus, aber ich befinde mich jetzt in einer Phase des Stillstands. Ich habe zu nichts Lust, alles fühlt sich schwer an, aber trotzdem müsste ich doch etwas mit all dem gesammelten Input tun, oder? Andererseits wäre es nicht auch kontraproduktiv, in dieser Phase etwas erzwingen zu wollen?
Du brauchst Phasen des Rückzugs, um Dein volles Potenzial zu entfalten. Dein System verarbeitet das Neue. Dein Unterbewusstsein ordnet, verknüpft und baut etwas auf. Die Idee sinkt tiefer in Dich hinein – und entwickelt sich auf einer unsichtbaren Ebene weiter. Wenn Du jetzt gegen diesen natürlichen Prozess ankämpfst, dann unterbrichst Du ihn und verhinderst vielleicht, dass die Idee zu ihrer vollen Kraft heranwächst.
Warum ist es bei mir so, dass ich erst so viel Begeisterung für etwas habe, total Feuer und Flamme bin und irgendwann ist sie wieder verschwunden? Wenn ich während der Begeisterungsphase zu schnell etwas getan habe, bin ich hinterher frustriert, weil das anfängliche Feuer weg ist und ich das Gefühl habe, ich hätte etwas umsonst getan. Und doch passiert immer etwas in einem, oder?
Ja, absolut! Deine Begeisterung ist wie eine Initialzündung – ein Funke, der zeigt, dass etwas Wertvolles in Dir wächst. Doch bevor es greifbar wird, braucht es eine Phase der Integration. In dieser Zeit verarbeitet Dein System die Inspiration, verknüpft sie mit allem, was in Dir ist, und lässt sie reifen. Stell Dir das wie eine Raupe vor, die sich verpuppt: Würdest Du sie zu früh aus ihrem Kokon befreien, könnte sie nie zum Schmetterling werden. Die Pause IST Teil des Entstehungsprozesses.
Wie funktioniert dieser unsichtbare Reifungsprozess genau? Heißt das, wenn ich dem Ganzen Ruhe zur Reifung gebe, hat es erst die Chance, noch viel besser zu werden? Würde ich zu viel Schub hineingeben, könnte es dann sein, dass ich das Wachstum, die innere Reife verhindere?
So ist es. Wenn Du eine Idee sofort raushaust, noch bevor sie sich wirklich gesetzt hat, dann kann sich das für Dich wie eine Leere anfühlen und das frustriert Dich. Doch wenn Du ihr Raum gibst, sich zu entfalten, dann kommt sie später in einer neuen, kraftvolleren Form zurück. Deine Energie kann sich erst dann voll entfalten, wenn sie die richtige Basis hat. Dein Gefühl der Frustration entsteht, weil Du manchmal schneller handelst, als Deine innere Welt hinterherkommt. Doch wenn Du Dir erlaubst, den Prozess in Deinem Tempo geschehen zu lassen, dann wird aus der ersten Begeisterung eine tiefere, nachhaltigere Kraft.
Das bedeutet also, ich sollte aufhören mit einem bestimmten Plan, und einfach nur dann etwas tun, wenn ich wirklich Freude in mir spüre und Energie dafür habe? Dann geht es ja auch viel leichter und fühlt sich überhaupt nicht nach Arbeit an – im Gegenteil! In solchen Momenten habe ich das Gefühl, ich wäre wieder ein kleines Mädchen, das spielt. So wie früher.
Ja! Genau so fühlt es sich an, wenn Du wirklich im Flow bist. Du bist dann im spielerischen Ausdruck Deiner Energie. Und das spüren die Menschen, um Dich herum auch. Anstatt Dich an starre Pläne zu binden, kannst Du Dir erlauben, Deinem natürlichen Rhythmus zu vertrauen. Das Wichtigste ist: Du bist keine Maschine, sondern ein lebendiges, kreatives Wesen! Deine Energie wird sich erst dann so richtig entfalten können, wenn es sich für Dich wirklich gut anfühlt.
Wirklich konsequent die Pause durchzuziehen, wenn sie dran ist, ist immer noch eine Herausforderung für mich, weil mein Verstand, geprägt von alten Glaubenssätzen und dem lauten Außen, unruhig wird und mir ein schlechtes Gefühl gibt.
Dann feiere Deine Pausen! Mach sie zu einem bewussten, freudvollen Teil Deines Lebens. Sie sind keine leeren Räume, sondern kraftvolle Momente, in denen sich Neues entfaltet. Eine wunderschöne Möglichkeit ist, Dir selbst kleine Rituale zu schaffen, um den Moment der Ruhe bewusst zu genießen.
Zieh zum Beispiel eine Tarotkarte mit der Frage: „Welche Energie darf sich jetzt entfalten?“ oder schreib auf, was gerade in Dir vorgeht. So wird die Pause zu einem Teil des kreativen Prozesses, anstatt wie ein Störfaktor zu wirken.
Das mit der Karte ist eine gute Idee… Oh, Ich habe den „Tod“ gezogen – das bedeutet doch, dass etwas Altes geht und Platz für etwas Neues schafft, oder? Passt ja perfekt.
Genau! Und das ist eine kraftvolle Bestätigung. Transformation braucht Raum. Wenn Du Dir diesen Raum nimmst, dann kann sich Deine Energie neu ordnen. Du bist auf dem richtigen Weg.
Danke. Dieses Gespräch hat mir gut getan und ich freue mich jetzt schon auf die nächste Pause. 🙂
…
Konntest Du Dich in dem einen oder anderen Punkt wiedererkennen?
Wie gehst Du mit Stillstand um?
Fällt es Dir auch schwer, Dich einer Pause hinzugeben, obwohl Du eigentlich ganz genau spürst, dass sie dran ist?
Wenn Du das nächste Mal das Gefühl hast, dass Du „tun“ musst, setze Dich, wenn Du magst, für 10 Minuten hin und frage Dich:
„Was brauche ich gerade wirklich? Was würde mir jetzt Kraft geben, anstatt Energie zu rauben?“
Wenn Du Bedenken hast, Du könntest Deine Ideen vergessen, erstelle einen „Ideen-Parkplatz“ (z. B. in einer Notiz-App oder einem schönen Notizbuch).
Schreibe nur den Kern der Idee auf, ohne sie ausformulieren zu müssen.
Vermeide das Gefühl, dass Du es umsetzen MUSST. Schreibe dazu: „Wenn es dran ist, werde ich es spüren.“, oder: „Wenn eine Idee wirklich für mich bestimmt ist, wird sie zurückkommen – und dann wird die Umsetzung leicht sein.“
Begeisterung ist ein Impuls, keine Verpflichtung. Alles, was kommt, hinterlässt Spuren – selbst wenn Du es nicht sofort weiterführst.
Wenn Dein Verstand wieder Druck macht, Dir aber eigentlich die Energie fehlt, frage Dich:
„Was wäre, wenn genau diese Pause mein nächster Wachstumsschritt ist?“
„Was, wenn gerade jetzt meine nächste geniale Idee im Inneren reift?“
„Was, wenn ich durch weniger Tun noch mehr empfange?“
Diese Sätze erlauben Dir einen ganz neuen Blick auf die Situation und es stellt sich ganz automatisch mehr Gelassenheit ein, ging mir jedenfalls so.
Picke Dir von all den Vorschlägen einfach das heraus, was Dich am meisten anspricht.
Ja, das innere Rauschen: „Du müsstest doch…..“ und „Man macht doch eigentlich…“ steht uns oft im Weg und dabei kann erst im Stillstand vieles erst noch besser werden und wie gerade schon erwähnt:
Eine Idee kommt wieder, wenn sie dran ist! ❤️
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Hallo, ich bin Anja, Energetikerin, Gründerin von Herzfalter und Entwicklerin der innovativen Genomantik-Methode.
Mit energetischen Sichtungen, 1:1-Begleitungen, Blogbeiträgen, Videos, Kursen und meinem Podcast unterstütze ich Menschen dabei, ihre persönliche Entwicklung zu fördern und Blockaden zu überwinden. Mit Herz und Intuition helfe ich Dir, Deinen eigenen Weg zur Selbstheilung und Transformation zu finden. Meine Vision ist eine Welt, in der sich die Menschen wieder ihrer eigenen Stärke bewusst werden, sich nicht länger von anderen abhängig fühlen und alle Möglichkeiten kennen und anwenden, um sich selbst zu heilen.