Opferst Du Dich für andere Menschen auf? Gibst Du oft zu viel und fühlst Dich hinterher leer und nicht gesehen?
Heute geht es darum, welche Rolle die Aufopferung in unserem Leben spielt, was das mit unserer Kindheit zu tun hat und wie wichtig es ist die Mauern unseres Herzens einzureißen.
In einer meiner letzten Kartenlegungen für eine Klientin ging es darum sehr viel, aus dem Herzen heraus, zu geben, ohne etwas zu erwarten und doch ist da diese leise Stimme, die furchtbar enttäuscht und traurig ist, fast schon in Selbstmitleid verfällt, weil niemand oder nicht genug Menschen das Angebot oder die Hilfe annehmen.
Es fiel die Karte „Der Götze der Aufopferung (41)“ aus dem Kartenset „Woran hängt Dein Herz“ von Chuck Spezzano. (Das Kartenbild kannst Du Dir im Video ansehen)
In der Erklärung heißt es:
„Wir glauben, dass Aufopferung uns davor bewahrt, Verantwortung zu übernehmen.“
Darüber musste ich erst einmal nachdenken, aber das macht Sinn, denn fühlen wir uns als das Opfer, sind wir unschuldig, den Umständen ausgeliefert und können nichts dafür, weil „es“ einfach mit uns geschieht. Wir tragen keine Verantwortung, denn es macht etwas mit uns und nicht umgekehrt.
Weiter heißt es:
„Aufopferung ist der Grund dafür, dass Dinge nicht funktionieren. Sie ist eine Rolle, die nicht empfangen kann, ganz gleich wie hart wir dafür arbeiten. Aufopferung bringt gerade eben genug ein, um den Stress auszugleichen, und manchmal gelingt ihr nicht einmal das.“
Doch warum ist das so? Ist es vielleicht, weil die Menschen unbewusst spüren, dass ein bestimmtes Angebot eine Energie der Aufopferung in sich trägt und Verantwortung abgegeben wird?
„Aufopferung ist die Ausrede, die wir benutzen, um uns nicht verbinden zu müssen.“
Als ich diesen Satz las, fielen mir alte Muster von mir ein. Früher dachte ich immer, ich müsse alles alleine schaffen, immer anderen alles abnehmen und nicht um Hilfe bitten, denn das sei ein Zeichen von Schwäche.
Ich wollte mir selbst und anderen beweisen, wie gut ich es alleine schaffe. Das erschöpfte mich jedoch sehr und ich verspürte stets ein Gefühl von Frustration, weil ich mich nicht genug wertgeschätzt fühlte, dafür, dass ich so viel managte.
Ja, wenn ich so darüber nachdenke, war das für mich auch eine Art Aufopferung. Mittlerweile kann ich um Hilfe bitten und diese auch annehmen, kommuniziere klar und deutlich, wenn es zu viel wird, ohne mich selbst dabei runter zu machen, doch wir müssen aufpassen, dass sich unsere geklärt geglaubten Themen nicht noch in andere Bereiche unseres Lebens verschieben, bevor sie ganz verschwinden können.
Wenn wir das Opfer sind bedeutet das, wir sind alleine und den Umständen ausgeliefert. Eine Verbindung ist nicht vorhanden – und nun steht die Frage im Raum: Wollen wir überhaupt eine Verbindung? Gefällt es uns, auf eine ganz subtile, tief vergrabene Weise vielleicht sogar, alleine und das Opfer zu sein?
Die meisten werden jetzt entrüstet aufschreien und sagen: Niemals, warum sollte ich? Es ist doch toll, wenn wir unterstützt werden und jemanden an unserer Seite wissen, der uns hilft. Warum sollte ich mir so etwas freiwillig antun?
Doch ich möchte diese Frage noch etwas im Hinterkopf behalten…..
Weiter heißt es in der Erklärung zur Karte:
„Aufopferung ist eine vorgetäuschte Form von Liebe, bei der es in Wirklichkeit jedoch um Besonderheit geht und die anderen Menschen verkündet: <Schau nur, wie sehr ich mich aufopfere.>“
Spannend, hier haben wir die Antwort auf die Frage, warum wir uns selbst so etwas antun sollten. Es geht also dabei nicht so viel um die anderen, sondern mehr um uns selbst. Auf den ersten Blick macht das gar keinen Sinn, aber auf den zweiten Blick ist der Wunsch danach, jemand Besonderes sein zu wollen, nicht ganz so abwegig, oder?
Ich wollte damals auch die ganz besonders gute Hausfrau und Mutter, Partnerin und Angestellte sein, die alles super schnell und gründlich unter einen Hut bekommt und dabei noch möglichst ausgeglichen und fröhlich, die Bratpfanne schwingend, um den blitzeblanken Herd tanzt…
„Aufopferung ist in Wahrheit eine Waffe……, weil wir unsere Angst vor einem Zusammenbruch verbergen wollen.“
Ja, ganz nach dem Motto: „Ich muss mich hier aufopfern, sonst bricht alles zusammen und nur ich kann das besonders gut…“
„Aufopferung ist die häufigste Ursache von Selbstsabotage im Leben, weil ein höheres Maß an Erfolg mit einem höheren Maß an Aufopferung gleichgesetzt wird. Aufopferung ist die Möglichkeit, andere Menschen zu beschuldigen, ohne den Anschein zu erwecken, dass wir es tun. Sie führt in eine Sackgasse, und das freut das Ego, denn es weiß, dass Liebe und Transformation seine Macht über uns verringern.“
Ich muss zugeben, dass ich in meinem Leben oft verurteilende oder wütende Gedanken gegenüber meinen Mitmenschen empfunden habe. Schließlich war ich das Opfer und die anderen schuld. Ich habe zwar diesen inneren Widerspruch zwischen <Ich mach das schon. Ich schaffe das alleine und tue es doch gerne.> und <Warum muss ich immer alles alleine machen und keiner Hilft mir?> gespürt und gemerkt, dass ich mir vor allem selbst damit schade, aber trotzdem hat es viele Jahre gedauert, bis ich diesen Kreislauf beenden konnte.
Nun taucht er hin und wieder an anderen Stellen meines Lebens auf und ich darf besonders achtsam sein, damit ich die Ego-Falle als solche erkennen kann.
Chuck Spezzano spricht auch von „heimlichen Gefühlen der Unwürdigkeit, der Schuld und des Versagens“ – da kommt mir sofort das Wort „Kindheit“ in den Kopf.
Ich sehe Erwachsene, seien es Familienmitglieder oder Lehrer, Vorgesetzte oder andere, vor meinem inneren Auge, wie sie mit erhobenem Zeigefinger und Kopfschüttelnd vor mir stehen und verächtlich auf mich herab blicken.
Jeder Moment in meinem Leben, in dem ich das Gefühl hatte falsch zu sein, hat etwas in mir verletzt und nun geht es darum ,Schramme für Schramme, diese alten Verletzungen anzunehmen und zu erkennen, dass sie zwar lange her, aber trotzdem in mir abgespeichert sind.
Einmal Opfer, immer Opfer?
Auf keinen Fall!
Kannst Du Dich noch an Situationen aus Deiner Kindheit erinnern, in denen Du Dich geschämt hast, ängstlich, traurig oder wütend warst, weil Du die Erwartungen anderer Menschen nicht erfüllt hast, Deine Sache angeblich nicht gut genug gemacht hast?
Die Anderen haben die Situation längst vergessen, doch wir tragen sie noch in uns und wenn wir ehrlich hin fühlen, dann sind da auch immer Emotionen, die gegen uns gerichtet sind.
Ich sehe nun als Rückblende vor mir, wie ich mir als Kind selbst ins Gesicht schlage, weil ich so wütend über mich bin.
Wurden wir als Kinder geohrfeigt, dann hat das auch immer Wunden hinterlassen.
Den Satz: „Ich habe als Kind auch Backpfeifen bekommen, mir hat das nicht geschadet, im Gegenteil!“, kennen sicher einige.
Und ob das was mit uns macht, sehr viel sogar…
Wenn Du als Kind geschlagen worden bist, dann gehe mal in Dich und überlege Dir, wie Du heute, als erwachsener Mensch, mit Dir selbst umgehst.
Wie sprichst Du innerlich mit Dir?
Sind das liebevolle, ermunternde Worte, oder treibst Du Dich an, gehst hart mit Dir ins Gericht?
Könnte Deiner Meinung nach alles immer noch besser gehen?
Wenn etwas Schlechtes passiert, Dir jemand weh tut, ist da eine ganz leise Stimme die sagt: „Ich habe es nicht anders verdient!“?
Natürlich braucht das nicht immer körperliche Gewalt, da reichen schon Worte die uns verletzten, oder ein harter Blick, der ohne etwas sagen zu müssen in uns Kindern etwas verändert.
Nicht ohne Grund machen wir im Laufe unseres Lebens immer mehr dicht und lassen immer weniger in unser Bewusstsein hinein.
Da fällt mir wieder die Textstelle ein:
„Aufopferung ist die Ausrede, die wir benutzen, um uns nicht verbinden zu müssen.“
Warum wollen wir keine Verbindung?
Vielleicht weil uns eine Verbindung zu anderen Menschen zu oft im Leben verletzt und zu viele Wunden hinterlassen hat?
Wollen wir deswegen am liebsten nur noch uns selbst vertrauen, es lieber alleine machen und uns dennoch gleichzeitig schlecht dabei fühlen, weil wir ja doch nur das Opfer sind?
Aufopferung fühlt sich für mich energetisch sehr schwer an und das Thema zieht sich, meinem Empfinden nach, durch viele Generationen hindurch.
Die eine Generation gibt es an die nächste weiter und jedes Mal kommt eine neue Nuance hinzu.
Daher ist es nun umso mehr an der Zeit, daran etwas zu verändern und wieder mehr Licht und Leichtigkeit in das Thema der Aufopferung zu bringen.
Es geht hier um eine tiefgehende Reise durch persönliche Krisen, Schattenaspekte und das Loslassen von alten Bindungen und Blockaden.
Ich möchte noch tiefer tauchen und befrage dazu die Symbolon Karten von Peter Orban. (Die Kartenbilder kannst Du Dir im Video ansehen)
„Der Sturz“ zeigt den ersten Schritt in diesem Prozess und weist auf einen Moment des Kontrollverlusts oder eine Krise hin, die mit Aufopferung verbunden ist. Vielleicht haben wir uns für etwas oder jemanden stark aufgeopfert, und nun wird diese Grundlage ins Wanken gebracht. Es kann sein, dass wir plötzlich gezwungen sind, loszulassen und uns von alten Überzeugungen oder Bindungen zu lösen. Diese Karte deutet darauf hin, dass die Selbstaufopferung in eine Situation geführt hat, die sich nicht mehr halten lässt – die Grenze des Gebens wurde überschritten, und jetzt wird ein Neuanfang notwendig.
Mit dem Sturz als Ausgangspunkt bringt „Die Schwarze Messe“ uns dazu, die tieferliegenden Ursachen für diese Krise zu erkunden. Die Karte zeigt die dunklen, verborgenen Motive oder schädlichen Muster, die zur Aufopferung geführt haben. Vielleicht geht es um unbewusste Wünsche nach Kontrolle, Manipulation oder um alte Überzeugungen, die sagen, dass Aufopferung notwendig ist, um geliebt zu werden. „Die Schwarze Messe“ fordert uns auf, die zerstörerischen Muster, die zu dieser selbstschädigenden Aufopferung führen, klar zu erkennen und in uns selbst aufzuarbeiten. Es ist ein Aufruf zur Selbstheilung und dazu, toxische oder ungesunde Abhängigkeiten zu durchbrechen.
„Der Garten der Geister“ schließt diesen Prozess ab und weist darauf hin, dass das Thema der Aufopferung tief mit der Vergangenheit verankert ist. Hier geht es darum, die „Geister“ früherer Erfahrungen oder Beziehungen anzuerkennen und zu akzeptieren, dass sie Teil unserer Geschichte sind, uns aber nicht mehr kontrollieren müssen. Die Karte lädt uns ein, Frieden mit unserer Vergangenheit und unseren alten Rollen der Selbstaufopferung zu schließen. Das kann bedeuten, uns von alten Mustern, Erwartungen oder emotionalen Verbindlichkeiten zu lösen, die wir aus früheren Situationen übernommen haben.
Es geht hier ganz klar um Transformation: Von einer Krise, die zum Loslassen zwingt („Der Sturz“), über eine mutige Konfrontation mit den Schatten und Mustern hinter der Aufopferung („Die Schwarze Messe“) bis hin zum friedvollen Loslassen alter Bindungen und Abhängigkeiten („Der Garten der Geister“). Der Prozess zeigt, dass das Thema der Aufopferung eine Wurzel in der Vergangenheit hat und durch bewusste Selbsterkenntnis und Akzeptanz aufgelöst werden kann.
Mach Dir klar, was Du wirklich aus freiem Herzen tun möchtest, ohne dass es zu einer Last wird, und wie Du die Geister der Vergangenheit ruhen lassen kannst, um Deinen eigenen Weg leichter und erfüllter weiterzugehen.
Welche Erfahrungen hast Du mit dem Thema Aufopferung?
In welchen Situationen opferst Du Dich auf und welche Emotionen kommen dabei hoch?
Frage Dich, ob diese Aufopferung aus einem Bedürfnis nach Anerkennung oder aus Angst vor Ablehnung resultiert.
Wenn Du über das Thema nachdenkst, welche Körperempfindungen hast Du? Drückt oder zwickt es irgendwo?
Kommen Bilder aus der Vergangenheit hoch?
Fallen Dir Sätze ein, die mal jemand zu Dir gesagt hat und die Dich verletzt haben?
Visualisiere Dein jüngeres Ich in einer Situation, in der Du Dich als Opfer gefühlt hast. Frage dieses innere Kind, was es braucht, um sich sicher und geliebt zu fühlen.
Wo in Deinem Leben braucht es noch gesunde Grenzen?
Stell Dir vor, Du stehst an einem Wendepunkt – einem Punkt, an dem Du Dich bewusst dafür entscheiden kannst, die Rolle der Aufopferung loszulassen und den Weg der Heilung zu betreten. Es mag schmerzhaft sein, sich den eigenen Themen zu stellen, und der erste Schritt kann Widerstände hervorrufen, die manchmal fast unüberwindbar erscheinen. Doch gerade dieser Widerstand zeigt Dir die Größe der Blockade und auch die immense Kraft, die freigesetzt wird, wenn Du sie überwindest.
Wenn wir uns dem stellen, was uns zurückhält, brechen wir aus alten, einengenden Rollen aus, die uns einst vielleicht geschützt, heute aber zu Fesseln geworden sind. Die Reise ist nicht immer leicht, und oft kommen wir in Kontakt mit längst vergessenen Gefühlen und Überzeugungen. Doch je mehr Du erkennst, dass der Weg zu Dir selbst durch diesen Schmerz führt, desto klarer wird, dass darin Deine größte Heilung liegt.
Gib Dir selbst die Erlaubnis, die Mauern um Dein Herz einzureißen und die alte Geschichte loszulassen, die Dir sagt, dass Aufopferung der einzige Weg ist, geliebt oder wertgeschätzt zu werden.
Jeder Schritt, den Du jetzt gehst, ist ein Schritt in Deine Freiheit, zu dem Menschen zu werden, der sich selbst mit Mitgefühl und Stärke begegnet.
Nutze den Schmerz als Katalysator und lass ihn Dich zu dem wahren Kern in Dir führen. Die Heilung, die Dich erwartet, ist tiefer und stärker, als Du es Dir vielleicht vorstellen kannst.
Bleib dran – denn Du bist es wert, frei und ganz Du selbst zu sein.
🦋 Wenn es zwei weitere Hände braucht, um die Mauer um Dein Herz einzureißen, bin ich gerne für Dich da❣️
Hallo, ich bin Anja, Energetikerin, Gründerin von Herzfalter und Entwicklerin der innovativen Genomantik-Methode.
Mit energetischen Sichtungen, 1:1-Begleitungen, Blogbeiträgen, Videos, Kursen und meinem Podcast unterstütze ich Menschen dabei, ihre persönliche Entwicklung zu fördern und Blockaden zu überwinden. Mit Herz und Intuition helfe ich Dir, Deinen eigenen Weg zur Selbstheilung und Transformation zu finden. Meine Vision ist eine Welt, in der sich die Menschen wieder ihrer eigenen Stärke bewusst werden, sich nicht länger von anderen abhängig fühlen und alle Möglichkeiten kennen und anwenden, um sich selbst zu heilen.