Als Kinder bekommen wir irgendwann den Eindruck, dass unsere Fantasie in dieser Welt keinen Wert hat. Die inneren Bilder, die wir haben, sind für die Außenwelt nichts weiter als Flausen, Hirngespinste und nicht ernst zu nehmen. Ist halt nur eine „blühende Fantasie“, was da vor unserem inneren Auge erscheint. Wir werden belächelt, denn nicht sichtbar bedeutet nicht real.
Es gibt sogar Menschen, die richtig wütend werden, wenn Kinder in ihre Fantasiewelt eintauchen und andere mitnehmen wollen. Das habe ich als junges Mädchen selbst erlebt. Mit wutverzerrtem Gesicht schimpfte mich die Mutter einer Freundin an, ich solle das lassen. Das gäbe es alles nicht und wir sind jetzt hier und nicht in irgendeiner „Wünsch-Dir-Was-Welt“!
Diese Situation hat sich bei mir sehr eingebrannt. Ich konnte damals nicht verstehen, warum mir solche Wut entgegen gebracht wird. In diesem Moment hat sich etwas in mir verkapselt und mein Herz umwickelt.
Gerät durch uns plötzlich etwas in Schieflage, die Stimmung kippt, sind wir der (vermeintliche) Auslöser. Wir haben etwas „falsch“ gemacht und fühlen uns schlecht. Dann bildet sich schnell mal ein Glaubenssatz, wie zum Beispiel: „Wenn ich meine Fantasie auslebe und/oder sie mit anderen teilen möchte, macht das Menschen wütend!“ Das diese Reaktion aber mehr mit der Mutter meiner Freundin als mit mir zu tun hatte, konnte ich damals noch nicht verstehen. Ich war der Spiegel für sie. Vielleicht war sie (unbewusst) einfach nur sehr traurig darüber, dass ihre Kindheit vorbei war und das sie sich keine Fantasie mehr erlaubte…?
Das kindliche Urvertrauen und diese unbändige Freude und Kreativität, aus dem tiefsten Herzen heraus, ist für unglückliche und verbitterte Menschen oft unerträglich. Es erinnert sie zu sehr daran, was sie für sich verloren glauben.
Je öfter wir in unserem jungen Leben das Gefühl haben mit unserer Fantasie nicht erwünscht zu sein, desto mehr vergraben wir sie in uns und eines Tages wird der Zweifel geboren. Wir zweifeln fortan an den inneren Bildern, tun sie selbst nun auch als Hirngespinst ab, als nicht real und unpassend für eine Welt, in der nur das zählt, was sicht- und greifbar ist.
Logik bestimmt ab jetzt unser Leben. Der Verstand übernimmt die Führung und das Außen gibt die Richtung vor. Das Gefühl von Sicherheit und Kontrolle ist dann am stärksten, wenn wir scheinbar alles im Griff haben und den Überblick behalten.
Wird uns die Kontrolle jedoch irgendwann entrissen oder sie entgleitet uns, sei es aus persönlichen, familiären, gesundheitlichen oder gesellschaftlichen Gründen, dann wird es schwierig.
Gerade die letzten Jahre haben uns gezeigt, wie schnell es gehen kann, dass plötzlich kaum noch etwas logisch, mit dem Verstand zu begreifen oder kontrollierbar ist. Die Verwirrung hält dann Einzug und wir verlieren, neben dem Überblick, den Halt.
Was bleibt uns dann noch, außer die innere Stimme, die inneren Bilder? Nicht viel, oder?
Doch genau das ist das Geschenk in solchen Momenten. Wir dürfen wieder mehr auf uns selbst hören und darauf, was wir wirklich brauchen. Die innere Wahrheit muss dabei nicht mit der Logik im Außen übereinstimmen. Das kann sie meist auch gar nicht.
Wir bekommen die Möglichkeit die Kreativität in uns wiederzuerwecken. Viel zu lange lag sie brach und darf jetzt, meist aus der Not heraus, wieder an die Oberfläche kommen. Und mal ehrlich, fühlt es sich nicht so richtig gut an, wenn daraus dann etwas Wunderbares entsteht?
Besonders die Dinge, die aus einem spontanen, inneren Impuls heraus entstehen, so ganz ohne einen bestimmten Plan, sind das nicht wundervolle Glücksmomente? Sie schenken so viel Kraft und Energie. Aus uns selbst heraus und ganz automatisch stecken wir auch unser Umfeld mit dieser Freude an.
Ja, auch heute wird es noch Menschen geben, die damit nicht umgehen können und wütend reagieren, aber inzwischen haben wir verstanden, dass es dabei um uns geht.
Bleiben wir uns und unseren Herzimpulsen treu, kann es nur gut für uns ausgehen, denn schließlich weiß unser Herz ganz genau, welche Richtung die Beste ist.
Schieben wir den Verstand, den Zweifel und die scheinbare Logik beiseite, lassen der Verwirrung ihre Daseinsberechtigung und vertrauen wieder mehr auf unsere Fantasie, können die Dinge geschehen, für die wir hier sind.
Alles Liebe,
Anja
P.S.: Wenn Du lernen möchtest, wie Du wieder mehr auf Deine innere Stimme hören kannst, dann ist vielleicht mein Orakelkurs „Seelenkompass“ etwas für Dich. Dort trainieren wir gemeinsam, den eigenen Impulsen zu vertrauen und sie anzunehmen, damit Selbstheilung geschehen kann.
Hallo, ich bin Anja, Energetikerin, Gründerin von Herzfalter und Entwicklerin der innovativen Genomantik-Methode.
Mit energetischen Sichtungen, 1:1-Begleitungen, Blogbeiträgen, Videos, Kursen und meinem Podcast unterstütze ich Menschen dabei, ihre persönliche Entwicklung zu fördern und Blockaden zu überwinden. Mit Herz und Intuition helfe ich Dir, Deinen eigenen Weg zur Selbstheilung und Transformation zu finden. Meine Vision ist eine Welt, in der sich die Menschen wieder ihrer eigenen Stärke bewusst werden, sich nicht länger von anderen abhängig fühlen und alle Möglichkeiten kennen und anwenden, um sich selbst zu heilen.