Herzfalter

Es ist nie zu spät

….außer Du lässt es. (Verpasste Gelegenheiten)

Gelegenheiten Lebenshilfe Herzfalter Blog
© Pixabay

26.12.2023

Verbringen wir Zeit mit unserer Familie oder mit unseren Freunden, dann treffen zu diesem Zeitpunkt stets Menschen aufeinander, von denen jeder auf seine Art und Weise einzigartig ist. Die unterschiedlichen Erfahrungen und Einstellungen zum Leben treffen aufeinander. Entweder wir befruchten und begeistern einander, oder es wird etwas im Anderen zum schwingen gebracht, dass sich nicht so gut anfühlt. Manchmal werden durch Streitigkeiten Mauern errichtet, aber auch daran wachsen wir.

Da ist zum Beispiel jemand mit viel Lebenserfahrung, der oder die Älteste in der Runde. Wir können den Geschichten lauschen und aus den gesammelten Weisheiten lernen. Hätte ich meinem Opa, als er noch lebte, doch bloß mehr zugehört. Als Kind und auch als Erwachsene, war für mich vieles einfach uninteressant, ich hatte keinen Bezug dazu. Was er mir mitgeben wollte schien mir einfach zu weit weg und war nicht mein Thema. Sätze, die er damals sagte, machen heute einen Sinn und ich würde so gerne mit ihm darüber reden. Ich habe noch so viele Fragen an ihn und ich wäre so dankbar, seine weisen Worte dazu zu hören.

Ich habe ihm auch nie gesagt, dass ich ihn lieb habe. Könnte ich in der Zeit zurück reisen, würde ich es sofort nachholen. Da war so viel Liebe und Herzlichkeit zwischen uns, aber niemand hat es ausgesprochen. In seiner Generation war das nicht üblich, das habe ich gespürt. Da existierte einfach so eine kleine, ganz feine, unsichtbare Linie, die ich mich nicht traute zu überqueren. Wir hatten eine herzliche Beziehung zueinander und obwohl wir es nie aussprachen, spürten wir die gegenseitige Liebe jedes Mal, wenn wir zusammen waren.

Meine Oma ist inzwischen über 90 Jahre alt und ich habe ihr erst im letzten Jahr das erste Mal gesagt, dass ich sie lieb habe. Ich wollte nicht denselben Fehler machen, wie bei meinem Opa. Ich bin nun endlich über diese unsichtbare, feine Linie getreten und ich werde nie vergessen, wie sie mich angesehen hat. Diese leuchtenden Augen, zu Tränen gerührt, voller Glück, Liebe und Dankbarkeit für dieses Geschenk. Erst da wurde mir wieder bewusst, wie sehr Worte berühren können und das es manchmal nur ein paar liebevolle Buchstaben braucht, damit wir etwas in uns und anderen heilen können.

Verbringen wir Zeit mit Menschen, die uns wichtig sind, die wir lieben und achten, sollten wir jeden Augenblick bewusst und aufmerksam (er)leben. Wir sollten die Fragen stellen, die uns auf der Seele brennen und auch das sagen, was uns auf dem Herzen liegt. Der Schritt über die Linie, die eigentlich keine ist, ist so heilsam und lässt uns zusammen wieder ein bisschen vollständiger werden.

Tragen wir noch Groll in uns, dann ist es an der Zeit zu hinterfragen, warum wir ihn nicht los lassen können. Ist das Thema überhaupt noch aktuell? Würde mich die Meinungsverschiedenheit jetzt noch genauso beschäftigen oder kränken wie früher? Habe ich dazu gelernt und sehe die Dinge heute vielleicht mit anderen Augen?

Aus einer feinen Linie ist eine dicke Mauer geworden, die für uns nach all den Jahren unüberwindbar scheint. Es geht dann nicht mehr darum, ob wir uns trauen eine Linie zu übertreten. Vor uns steht eine meterhohe Mauer, die wir nicht einmal überklettern könnten. Sie ist im Laufe der Zeit einfach zu groß geworden. Je mehr Zeit ins Land zieht, umso mehr Überwindung kostet es uns auf die andere Seite zu gelangen. Der Blick ist versperrt und wir sehen nicht, wie es dahinter aussieht. Vielleicht ist es gar nicht mehr so dunkel wie wir es in Erinnerung haben?

Zeit lässt nicht nur Mauern wachsen, sie kann auch Wunden heilen.

Wenn wir einmal in uns gehen und im Herzen nachspüren, was uns die Welt auf der anderen Seite bedeutet, kann uns das helfen mehr Weitblick zu erhalten. Wir gehen dann einige Schritte zurück und schauen mit Abstand und Weitsicht auf die Mauer. Plötzlich bemerken wir, dass sie zwar in die Höhe gewachsen ist, aber sie ist nicht breiter geworden.

Wir können an der einst unüberwindbar scheinenden Wand einfach vorbei laufen, um auf die andere Seite zu gelangen.

Wieso ist uns das nicht früher aufgefallen?

Vielleicht waren wir zu sehr mit uns und unserer Wut beschäftigt und noch nicht dazu bereit einige Schritte zurück zu treten. Manchmal braucht es einfach Zeit und eigene Reflexion, damit uns der Impuls für den nächsten Schritt erreichen kann.

Nehmen wir unseren Mut zusammen und wagen uns auf die andere Seite, können wir, egal ob wir dort mit offenen Armen empfangen werden oder einen Zaun vorfinden, stolz auf uns sein, dass wir uns getraut haben.

Es braucht dann später, wenn wir auf unser Leben zurück blicken, kein Bedauern mehr, dass wir etwas nicht getan haben.

Wir stehen nicht mehr länger vor einer Schatten werfenden Mauer, die uns das Sonnenlicht verwehrt. Wir können nun die farbenfrohe Welt dahinter erblicken und auf unserem Weg weiter gehen.

Während wir dies tun, werden sich mit Sicherheit andere Türen öffnen und wir werden freundlich winkend eingeladen einzutreten.

Alles Liebe,

Anja

 

P.S.: Hast Du aktuell das Gefühl, Du stehst selbst vor einer Mauer und irgendetwas in Deinem Leben blockiert Dich? Dann melde Dich gerne bei mir, und wir sehen uns gemeinsam in einer energetischen Sitzung an, was Dir helfen kann.

Autorin

Hallo, ich bin Anja, Energetikerin, Gründerin von Herzfalter und Entwicklerin der innovativen Genomantik-Methode.
Mit energetischen Sichtungen, 1:1-Begleitungen, Blogbeiträgen, Videos, Kursen und meinem Podcast unterstütze ich Menschen dabei, ihre persönliche Entwicklung zu fördern und Blockaden zu überwinden. Mit Herz und Intuition helfe ich Dir, Deinen eigenen Weg zur Selbstheilung und Transformation zu finden. Meine Vision ist eine Welt, in der sich die Menschen wieder ihrer eigenen Stärke bewusst werden, sich nicht länger von anderen abhängig fühlen und alle Möglichkeiten kennen und anwenden, um sich selbst zu heilen.

Herzfalter.de