Herzfalter

Freundschaft

….und warum es schwieriger wird.

Freundschaft Blog Herzfalter
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27.02.2024

Früher war es so viel einfacher Freundschaften zu schließen und Spaß miteinander zu haben. Als Kinder sind wir einfach unserem Gefühl gefolgt und haben andere angesprochen, gefragt, ob sie mit uns spielen wollen. Manchmal kam es sogar gleich am Anfang, ohne ein Wort gewechselt zu haben, ganz direkt aus uns heraus:

„Willst Du mein Freund sein?“.

Je älter wir werden, umso verkrampfter wird es. Wie wir aufeinander zu gehen ist natürlich auch eine „Typfrage“ und welche Erfahrungen jeder Einzelne bisher in diesem Bereich gesammelt hat. Wurden wir als Kinder oft geärgert, gehänselt, haben wir körperliche Gewalt erfahren? Haben wir uns anderen gegenüber schlecht verhalten und schämen uns heute noch dafür? Oft ist es von beidem etwas und während wir diese Phasen unseres Lebens durchschreiten, bauen wir eine Schutzmauer um uns herum auf. Sie soll uns vor weiteren Enttäuschungen, Schmerzen oder bewusstem Hinschauen bewahren.

Wir werden vorsichtiger, gehen mehr in den Verstand und wenn wir erwachsen sind, dann wirkt es plötzlich befremdlich, wenn uns jemand, den wir das erste Mal treffen, ganz offen, direkt und ohne Scheu anspricht. Wird es gleich am Anfang zu privat, zu direkt, dann haben wir das Gefühl dieser Mensch kratzt an unserer Schutzmauer. Anstatt unser Herz zu öffnen und einfach nur zu spüren, zu empfangen, verschließen wir es noch mehr und stocken die Mauer auf.

Sätze wie „Oh wie anstrengend!“, „Der ist ja nicht ganz normal!“ oder „Rette sich, wer kann!“ geistern dann eventuell in unserem Kopf herum. Ist es aber vielleicht gerade diese direkte Offenheit, die uns Angst macht und uns spiegelt, dass wir uns selbst so sehr verschlossen haben, dass wir solch ein Verhalten strikt ablehnen?

Besonders wichtig und interessant ist es in solchen Situationen auf den eigenen Körper zu achten und zu spüren wie er reagiert. Da geht etwas in uns zu, verkrampft sich, macht einen Schritt zurück und hält ein Stoppschild hoch: „Du kommst nicht in mein Feld, damit bin ich durch. Das tut am Ende sowieso wieder nur weh!“.

Es wird dann sehr schwer die Worte, die in einem aufsteigen, einordnen zu können. Kommt das direkt aus meinem Herzen, oder aus dem Ego, dem Verstand, der sich aufgrund seiner Erfahrungen schützen will?

Freundschaften, über viele Jahre gewachsen, lösen sich zum Beispiel plötzlich auf. Der Andere meldet sich nicht mehr oder kündigt von heute auf morgen die Freundschaft und wir wissen nicht warum? Wir bleiben zurück und uns raucht noch Jahre später der Kopf, weil wir nicht verstehen können, was passiert ist.

Freundschaften, die auseinander brechen, weil man sich vom Partner getrennt hat und man sich hinterher fragt, ob man dann doch nur der „Anhang“ war und als einzelner, wertvoller Mensch nicht gesehen wurde?

Freundschaften, bei denen man irgendwann merkt, dass man selbst immer nur gibt, sich meldet, macht und tut und nichts zurück kommt. Bevor wir uns dabei ganz verlieren, ziehen wir einen Schlussstrich.

Es gibt auch die Freundschaften, bei denen der Eine einfach eine andere Entwicklung einschlägt als der Andere und sich die Wege trennen. Das passiert oft schleichend und tut doch irgendwie weh.

All diese  – und andere – Erfahrungen führen dazu, dass wir uns immer mehr verschließen und immer weniger auf Andere zugehen wollen oder können. Manche sagen dann „Ich brauche keine Freunde, ich komme ohne besser klar!“, andere sind auf der Suche, haben aber genaue Vorstellungen wie die neuen Freunde sein müssen und sobald davon etwas nicht erfüllt ist, gehen die Alarmglocken an und die Trennwand geht runter. Dann ist ganz schnell wieder Rückzug angesagt. Das wir in solchen Momenten eher auf uns als auf die Anderen schauen sollten, kommt uns nicht in den Sinn.

Dabei wollen wir doch eigentlich alle eins: Verstanden und Geliebt werden!

Doch verstehen und lieben wir uns überhaupt selbst?

Was macht die selbsterbaute Schutzmauer mit uns und unserem Umfeld? Stehen wir damit unserem eigenen Glück im Weg? Manchmal haben wir so viel Angst vor dem Schmerz, dass wir lieber gar nichts mehr fühlen. Somit entsagen wir uns aber auch die freudvollen, glücklichen Gefühle und Erlebnisse.

Wir dürfen verstehen lernen, dass es im Leben immer wieder Veränderungen geben wird. Das schließt auch unsere Freundschaften und Beziehungen mit ein. Wir haben uns verabredet gemeinsam zu wachsen, voneinander zu lernen, uns gegenseitig zu stützen oder uns Spiegel vorzuhalten, die zum Denken anregen. Diese gemeinsamen Wege sind mal länger und mal kürzer, mal voller Glück und dann wieder traurig, aber sie sind so wichtig für uns und unser Wachstum.

Zu oft bleiben wir in der Vergangenheit hängen und denken darüber nach, was wir oder der Andere falsch gemacht hat, wie es hätte anders, besser laufen können und sind traurig darüber, dass es vorbei ist. Doch so lange wir in der alten Zeitschlaufe hängen, rauben wir uns selbst die Möglichkeit nach vorne zu blicken und Platz für neue Verbindungen zu schaffen.

Haben wir Dinge getan oder gesagt, die uns heute „Leid“ tun, dann dürfen wir noch einmal gedanklich in die Situation eintauchen, es besser machen, uns vielleicht entschuldigen und uns selbst verzeihen. Vielleicht hilft es einen Brief an die Freundin, den Freund aus vergangenen Zeiten zu schreiben, ohne ihn abzuschicken. Einfach so, um noch einmal zu reflektieren und abzuschließen, ins „Reine“ zu kommen und das auf Papier zu bringen, was immer schon hätte gesagt werden müssen. Damit ist es ins Feld gegeben und egal ob dieser Mensch noch lebt oder schon verstorben ist, erreicht es ihn auf energetischer Ebene.

Oder fällt es uns schwer zu verzeihen? Fühlen wir uns immer noch verletzt, sind gekränkt und würden dem Anderen am liebsten mal so richtig die Meinung sagen? Ärgert es uns heute, dass wir gerade das nicht gemacht haben? Auch dann können wir dies zu Papier bringen und unsere Wut damit förmlich heraus schreiben.

Wenn Du es mit dem Schreiben nicht so hast….nimm Dir doch ein altes Foto vor und sage diesem Menschen, was Dir auf dem Herzen liegt.

Das Festhalten an alten Verletzungen, Wut, Scham, Verzweiflung oder Trauer macht uns eng, dicht und verschließt uns vor neuen Möglichkeiten. Öffnen wir jedoch unser Herz, fangen von vorne an und werden wieder zu dem kleinen neugierigen Kind auf dem Spielplatz, können wir gemeinsam die Sandmauer verschwinden lassen, uns in die leuchtenden Augen blicken und somit wieder neue erfüllende Begegnungen und Freundschaften in unser Leben ziehen.

Alles Liebe,

Anja

 

P.S.: Hast Du im Moment das Gefühl, irgendwie blockiert zu sein, Dir fehlt der Zugang zu Dir selbst, oder Du möchtest wissen, warum Du Dich innerlich verschließt? Dann kann Dir mein Kurs „Seelenkompass“ helfen, wieder Zugang zu Deiner inneren Stimme zu finden. Alternativ kannst Du Dich für die Energiearbeit öffnen und Dich überraschen lassen, was dabei an die Oberfläche kommt, damit es heilen kann.

Autorin

Hallo, ich bin Anja, Energetikerin, Gründerin von Herzfalter und Entwicklerin der innovativen Genomantik-Methode.
Mit energetischen Sichtungen, 1:1-Begleitungen, Blogbeiträgen, Videos, Kursen und meinem Podcast unterstütze ich Menschen dabei, ihre persönliche Entwicklung zu fördern und Blockaden zu überwinden. Mit Herz und Intuition helfe ich Dir, Deinen eigenen Weg zur Selbstheilung und Transformation zu finden. Meine Vision ist eine Welt, in der sich die Menschen wieder ihrer eigenen Stärke bewusst werden, sich nicht länger von anderen abhängig fühlen und alle Möglichkeiten kennen und anwenden, um sich selbst zu heilen.

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