Warum machen wir uns zu oft Gedanken um Dinge, die vielleicht passieren könnten und machen uns damit das Leben unnötig schwer? Wo kommt das her? Sind diese Sorgen nur aus den eigenen Erfahrungen entstanden, oder haben wir sie vielleicht auch von unseren Eltern übernommen?
Wir wachsen auf und erleben in unserem Familienumfeld wie die Dinge gehandhabt werden, wie mit schwierigen oder unerwarteten Situationen umgegangen wird. Die einen reagieren gelassen und bleiben im Vertrauen, die anderen werden nervös oder bekommen vielleicht sogar Angstzustände und haben das Gefühl die Kontrolle zu verlieren.
Wie oft musste ein Mensch im Leben mit Veränderungen umgehen lernen? Fühlten sich diese positiv oder negativ an? Wurde strikt nach denselben gewohnten Abläufen gelebt und nicht davon abgewichen, weil das ein Gefühl von Geborgenheit und Kontrolle vermittelte, oder wurde die Erfahrung gemacht, dass es gerade die spontanen Dinge im Leben sind, die einem die schönsten Momente und Erlebnisse schenken können?
All diese Dinge haben Einfluss auf unser weiteres Leben und Erleben.
In den allermeisten Fällen übernehmen wir die Art und Weise mit Problemen im Leben umzugehen, von unserer Familie. Als Kinder hinterfragen wir das meist nicht. Vielleicht haben wir da so ein Gefühl in uns, dass uns sagt, dass hier irgendwas nicht „rund“ läuft, aber im Grunde genommen passen wir uns an, schwingen mit. Wir sprechen eine Sprache.
Die gesammelten Erfahrungen unserer Ahnen werden von Generation zu Generation weitergereicht, stets in dem Glauben auf genau diese Weise ein gutes Leben führen zu können.
Doch irgendwann kommen wir vielleicht an einen Punkt, bei dem wir spüren, dass uns das bisher gelebte Muster nicht gut tut, uns begrenzt oder sogar schadet. Dann dürfen wir reflektieren, was genau an unserem Verhalten in die falsche Richtung läuft, was uns unruhig, nervös oder vielleicht sogar Angst macht. Das Durchbrechen gewohnter Verhaltensmuster kann im Alter sogar bis zu plötzlichen Panikattacken führen.
Für mich wirkt es so, als würden wir das, je Jünger wir sind, eher zur Seite schieben können. Nach dem Motto „Fühlt sich irgendwie nicht gut an, aber da kümmere ich mich später drum…“. Wir können auch noch nicht diese Beobachterposition einnehmen. Dafür braucht es wahrscheinlich erst einmal die Erfahrung, inklusive Gefühlsachterbahn und einigen Rückschlägen in diversen Bereichen des eigenen Lebens. Außerdem haben wir als Kinder noch viel mehr Urvertrauen ins Leben und das Gefühl, dass alles gut werden wird.
Die grundlegenden Dinge des Lebens können (oder wollen) wir erst später reflektieren, meist dann wenn wir merken, dass wir nicht wie bisher weiter machen können.
Plötzlich ist die kleinste Veränderung des Alltags ein Stressfaktor. Im Kopf rotiert es ständig und man fragt sich unentwegt: „Was ist, wenn das und das passiert?“ Wir wollen dann für alle Eventualitäten gerüstet sein, bloß keine Überraschungen erleben, denn die liegen außerhalb unserer Kontrolle.
Muster und Routine geben uns Sicherheit. Es läuft alles so dahin, fühlt sich vertraut an.
Doch irgendwann kommt der Tag, an dem es anfängt (körperlich) anstrengend zu werden und wir spüren, dass wir genauer hinsehen müssen, damit wir gesund werden oder bleiben.
Wir rennen ständig gegen die Wand alter Erlebnisse und sehen gar nicht, dass es auch einen Weg außen herum gibt. Ja, dieser ist vielleicht erst einmal ungewohnt, aber dafür leichter als gedacht.
Wir dürfen wieder mehr Vertrauen ins Leben aufbauen, wieder ein bisschen wie die Kinder werden.
Die gesammelten Erfahrungen plus das kindliche Urvertrauen sind, wie ich finde, eine super Kombination.
Schauen wir rückblickend auf unser Leben können wir, wenn wir ehrlich sind, in den meisten Fällen erkennen, dass wir uns zu oft umsonst Sorgen gemacht haben und letztendlich alles gut gegangen ist. Selbst wenn es am Anfang so gar nicht danach aussah.
Wollen gewisse Angstmuster oder dieser unterschwellige Stress nicht verschwinden, ist es wichtig sich die Zeit zu nehmen und auf Entdeckungsreise zu gehen.
Versuche einmal ganz bewusst und aufmerksam durch Deinen Alltag zu gehen und dabei die Beobachterposition einzunehmen.
Sobald sich das alte Gedankenkarussell meldet oder der Körper sich mit Herzklopfen, Verspannungen oder sonstigen Anzeichen von Ungleichgewicht meldet, stelle Dir vor Du trittst einen Schritt aus Deinem Körper raus und siehst Dich einmal an, als wenn Du nun direkt hinter, vor oder neben Dir stehst – was für Dich gerade passt.
Schon in diesem Moment, indem Du die Beobachterposition einnimmst, wirst Du merken, dass sich etwas verändert. Es ist als würdest Du nicht mehr so stark involviert sein. Je öfter Du das machst, umso besser und schneller kannst Du den Abstand spüren und es wird Dir immer besser gelingen eine gefühlt neutrale Position einzunehmen.
Du kannst damit beginnen Dir Fragen zu stellen, wie
„Warum verhalte ich mich so?“
„Wovor genau habe ich gerade Angst?“
„Kommt das von mir oder von woanders?“ …
Experimentiere ein bisschen herum und sei offen für jede Frage die kommt und ganz besonders für die Antworten. Vielleicht kommt ein Satz in Deinen Kopf, den früher öfters jemand zu Dir gesagt hat (das müssen nicht immer die Eltern sein, das kann auch aus der Schul- und/oder Jugendzeit kommen), oder Du siehst plötzlich eine Szene aus der Vergangenheit vor Dir.
Als nächsten Schritt kannst Du auch im Alltag, besonders wenn Du mit Deinen Eltern zusammen bist, in den Beobachter schlüpfen und versuchen so neutral wie möglich die Äußerungen oder Handlungen Deines Vaters oder Deiner Mutter zu verfolgen.
Machen oder sagen sie Dinge, die Du auch von Dir und Deinem Verhalten kennst?
Was macht es mit Dir, wenn ein bestimmter Satz fällt?
Gehst Du damit in Resonanz oder verhärtet sich etwas in Dir?
Solltest Du für Dich feststellen, dass Du mehr übernommen hast, als das es aus Dir entstanden ist, hast Du die Möglichkeit diese Verhaltensweisen und Ängste wieder an Deine Eltern zurück zu geben.
Stelle Dir vor Du stehst vor Deiner Mutter oder Deinem Vater und gibst Ihnen das zurück, was nicht zu Dir gehört. Vielleicht in Form eines Aktenstapels oder einer grauen Wolke….was auch immer für ein Bild bei Dir kommt.
Wenn Du magst kannst Du dazu (laut oder leise) mit ihnen reden, ihnen noch etwas mitteilen.
Vielleicht: „Ich gebe Dir hiermit Deine Sorgen und Ängste zurück, denn sie gehören nicht zu mir!“ oder was thematisch eben gerade bei Dir passt.
Probiere es aus, gib Dir und Ihnen anschließend ein wenig Zeit zur Integration und dann beobachte, was der Alltag künftig für Dich an Überraschungen bereit hält.
Mit dem Verstand kommen wir hier nicht sehr weit, aber einen Versuch ist es doch allemal wert, oder?
Mit jedem Schritt, den Du gehst um in Deine volle Kraft zu kommen, auf dem Weg der Selbstermächtigung, wirst Du wachsen und es wird Dir immer leichter fallen zu erkennen, wo es noch klemmt.
Dann kannst Du einen Schritt zurück gehen, die Beobachterposition einnehmen und Dir selbst sowie Deinen Liebsten helfen wieder mehr zu dem zu werden, was wir eigentlich alle schon einmal waren.
Kinder, die sich voller Vertrauen und mit offenem Herzen den Überraschungen des Lebens hingeben.
Alles Liebe,
Anja
P.S.: Möchtest Du Dich auch von Angstmustern befreien und erforschen, welche alten Glaubenssätze Dich begrenzen? Dann melde Dich gerne bei mir, und wir sehen uns in einer energetischen Sitzung an, was transformiert werden darf.
Hallo, ich bin Anja, Energetikerin, Gründerin von Herzfalter und Entwicklerin der innovativen Genomantik-Methode.
Mit energetischen Sichtungen, 1:1-Begleitungen, Blogbeiträgen, Videos, Kursen und meinem Podcast unterstütze ich Menschen dabei, ihre persönliche Entwicklung zu fördern und Blockaden zu überwinden. Mit Herz und Intuition helfe ich Dir, Deinen eigenen Weg zur Selbstheilung und Transformation zu finden. Meine Vision ist eine Welt, in der sich die Menschen wieder ihrer eigenen Stärke bewusst werden, sich nicht länger von anderen abhängig fühlen und alle Möglichkeiten kennen und anwenden, um sich selbst zu heilen.