Hingabe kann ein Ausdruck von Liebe und Mitgefühl sein, doch oft bleibt dabei eines auf der Strecke: Du selbst. Wenn Du Dich immer für andere verausgabst, kann es passieren, dass kaum Raum für Deine eigenen Bedürfnisse übrig ist.
Heute möchte ich Dir zeigen, was der 27.Genschlüssel, ein Schwertkampf sowie ein schwerer Stein auf dem Rücken mit dem Thema Selbstaufopferung zu tun haben.
Inspiriert von den Fragen aus dem Herzfalter-Herzraum, einem privaten Chat, den ich vor ein paar Monaten ins Leben gerufen habe, habe ich mich heute einmal intensiver mit dem Thema Selbstaufopferung auseinandergesetzt und bin dabei auf den 27.Genschlüssel gestoßen.
Er wird in Verbindung gebracht mit der Ernährung und dem Geben und Nehmen. Das ist der Kreislauf des Lebens. Die Natur spiegelt uns das mit den Jahreszeiten besonders gut wider. Wie im Großen so im Kleinen, wie Innen so Außen.
Im Schattenaspekt geht es um die Selbstsucht.
Selbst|sucht – Was bedeutet das Wort? Nach sich selbst und seinen Bedürfnissen süchtig sein?
Synonyme: Egoismus, Egomanie, Eigenliebe, Eigennutz
In Bezug auf die Synonyme geht es hier darum ohne Rücksicht auf die Ansprüche anderer seine eigenen Ziele und Wünsche zu verfolgen, sich in krankhafter Selbstbezogenheit zu verlieren sowie egoistisch und eitel auf den eigenen Vorteil bedacht zu sein.
(Quelle: www.duden.de)
Ich habe den Impuls eine Symbolon-Karte zur Selbstsucht zu ziehen und bin gespannt, welcher Archetyp erscheinen mag.
Die Symbolon-Karten laden ein zur Selbstreflexion und sie wurden entwickelt, um unbewusste Themen, verborgene Emotionen und innere Konflikte ans Licht zu bringen.
Jede Karte stellt eine Symbolik dar, die archetypische menschliche Erfahrungen und seelische Muster anspricht. Sie sind angelehnt an astrologische und mythologische Archetypen, bieten Bildimpulse und eine visuelle Sprache, die in tiefer Verbindung zur menschlichen Psyche steht und so das Unbewusste anspricht.
Ich verwende sie sehr gerne.
Spannend, es erscheint die Karte „Der Kampf“ auf der zwei Ritter oder Soldaten mit ihren Schwertern gegeneinander kämpfen. Die Sonne, der Mars sowie das Sternzeichen Löwe und Widder sind auf der Karte abgebildet – alles passend zum Thema: „Wer bin ich in dieser Welt und mit welcher Kraft und Energie möchte ich mich in ihr bewegen!“
(Die Kartenbilder kannst Du Dir in dem dazugehörigen Video ansehen.)
Das Bild zeigt für mich ganz klar, dass sich dort zwei (selbstsüchtige) Menschen gegenüber stehen, die gegeneinander kämpfen, weil sie vielleicht den Gedanken nicht ertragen können, etwas mit anderen teilen zu müssen. Sind wir egoistisch geht es nur um uns und nicht um andere. Da gibt es nur ein entweder – oder…
In der Beschreibung zur Karte heißt es sehr treffend: „Du hast Dich in Deine Aggressionen verstrickt. Du glaubst, den Feind im Außen identifiziert zu haben und versuchst verzweifelt, ihn zu besiegen, ohne wahrzunehmen, dass du gegen dich selbst einen Feldzug führst. Du bist im Moment dein ärgster Feind. Je vehementer du siegen möchtest, desto mehr Kräfte verlierst du, und du vernichtest letztlich nur dich selbst.“
Richard Rudd schreibt in seinem Buch „Die 64 Genschlüssel“ folgendes zu diesem Thema:
„Selbstsucht zahlt sich nicht aus, da sie uns eher verdichtet als durchlässig macht. Auf lange Sicht verschließt sie uns die Möglichkeit weiter versorgt zu werden, sowohl durch Nahrung als auch durch Liebe. Die Selbstsucht trennt uns vom Kollektiv ab. Selbst wenn sie unser individuelles Überleben garantieren mag, damit unsere Spezies den nächsten evolutionären Schritt machen kann, muss das Überleben unbedingt eine gemeinschaftliche Angelegenheit werden.“ (S.307)
Würden wir alles und jeden vernichten, der uns in unserem Selbstsucht-Wahn im Wege steht, wäre niemand mehr da und wir würden irgendwann aussterben, oder? Die Karte „Der Kampf“ und die Worte Richard Rudds zum 27. Genschüssel passen hier sehr gut zusammen würde ich sagen….
Verhalten wir uns repressiv, das heißt, neigen wir dazu, Emotionen wie Wut, Trauer oder Angst innerlich „wegzusperren“, oft aus Angst vor Ablehnung, aufkommenden Konflikten oder um uns selbst und andere zu schützen, kann es passieren, dass wir in eine blockierte Ausdrucksform des Themas Selbstsucht fallen – in die Selbstaufopferung.
Du fängst dann vielleicht an immer mehr zu geben, ohne dabei auf Deine eigenen Grenzen zu achten, was dazu führen kann, dass Du entweder ausgenutzt wirst, oder das Gefühl zurückgewiesen zu werden, in Dir auftaucht. Deine Hilfe kommt gar nicht erst an, wird abgelehnt oder ignoriert.
Richard Rudd schreibt dazu:
„Die repressive Natur hat Angst vor ihrer eigenen dunklen Seite und versucht diese zu überspielen, indem sie all ihre Energie an andere verausgabt. Solch eine Selbstaufopferung beinhaltet ebenso eine subtile Spur von Schuld. Die Frequenz des Gebens kommt nicht wirklich aus dem Herzen und kann daher nur in der Art und Weise empfangen werden, wie es gegeben wurde, nämlich ohne wirkliche Dankbarkeit. Diese Art des Gebens schadet mehr als dass sie Gutes bewirkt, weil sie unausweichlich zur Erschöpfung deiner eigenen Ressourcen führt und schrittweise deine eigene Gesundheit ruiniert.“ (S.308 / Die 64 Genschlüssel)
Geben wir jedoch nur, weil wir etwas zurück bekommen möchten, sollten wir darauf achten, wie wir innerlich reagieren, wenn nichts kommt.
Sind wir nur traurig, enttäuscht, oder ist da auch Wut in uns? Wir dürfen dann ganz ehrlich zu uns sein und überlegen, ob unser Geben nicht mehr aus dem berechnenden Verstand, als aus dem Herzen kommt. Sich das selbst einzugestehen ist sehr schwer, denn wir wollen doch etwas Gutes tun, für andere – dachten wir zumindest.
Ich erinnere mich an eine Situation in meinem Leben, da habe ich einer Freundin etwas schenken wollen. Sie hat sich gefreut und zugesagt, dass sie das Geschenk annehmen möchte, sich dann jedoch nicht wieder gemeldet.
Wenn es doch das, wie ich meinte, selbstlose Geschenk aus meinem Herzen war, warum machte mich das wütend? Jetzt weiß ich, dass es dann wohl doch nicht so selbstlos war, wie ich mir einreden wollte….
Doch wie sieht wirkliche Nächstenliebe aus?
Mal schauen, was die Karten uns dazu sagen:
Oh, ich hatte eigentlich eine, im wahrsten Sinne des Wortes, leichtere Karte erwartet und nicht jemanden, der einen dicken schweren Stein die Berge hoch schleppt. Auf der linken Seite ist eine blühende Diestel zu sehen. Vielleicht soll sie hier die Widerstandskraft unterstreichen, denn wenn wir schwer tragen, dann braucht es Kraft, ohne Frage. Doch sollte Nächstenliebe nicht leicht gehen? Oder gerade nicht? Ist es erst dann wirklich Nächstenliebe, wenn wir uns auch anstrengen müssen und damit zeigen wie ernst es uns ist?
Die Karte heißt „Die Bürde“ – ach herrje, wird ja immer besser. Doch ich glaube sie möchte uns einfach sagen, dass es einen gewissen Prozess und Anstrengung braucht, damit wir letztendlich erkennen können, was Nächstenliebe wirklich bedeutet – vor allem für uns selbst!
Lieben wir uns selbst denn wirklich und ohne Kompromisse? Wenn wir es täten, würden wir dann noch Wut in uns spüren, weil jemand unser Angebot nicht angenommen hat? Ich glaube nicht. Wir wären mit uns im Reinen.
Die Verantwortung, der schwere Stein auf dem Rücken, liegt bei uns. Wir haben es bzw. ihn sprichwörtlich in der Hand.
Doch wer ist uns denn am nächsten? Nehmen wir mal unsere eigenen Kinder. Würden wir nicht alles für sie tun? Setzt unsere Liebe zu ihnen nicht oft ungeahnte Kräfte in uns frei? Nächstenliebe in Aktion:
Da werden dann Autos beiseite geschoben, zähnefletschende Hunde weggeschlagen oder die dicken Spinnen, vor denen man sich sonst schreiend abwendet, mit den Fingern aus dem Kinderwagen befördert, als wäre es das Normalste auf der Welt.
Ein dicker Stein auf dem Rücken ist in solchen Momenten dann kein Problem mehr, denn wir tragen ihn, dem Nächsten zu Liebe, auch einen Berg hinauf, wenn es sein muss.
Aus wahrer Nächstenliebe entsteht dann irgendwann die absolute Selbstlosigkeit.
Wir lassen unser Selbst los und stehen wieder ganz am Anfang. Wie das Baby, dass von seinem Selbst noch keine Ahnung hat und einfach nur pure Liebe ausstrahlt. Würden wir nicht alles für dieses kleine Wesen tun?
So wie Tag und Nacht, Mann und Frau für das Prinzip stehen, dass gegensätzliche Kräfte in Balance miteinander existieren, so geht es in der Selbstlosigkeit um ein Gleichgewicht zwischen eigenen Bedürfnissen und den Bedürfnissen anderer. Eine selbstlose Handlung gleicht die eigenen Interessen mit denen des Gegenübers aus und schafft so eine harmonische Beziehung.
Es wundert mich von daher auch nicht wirklich, dass diese Karte als nächstes erscheint. 😉
Tag und Nacht sowie Yin und Yang symbolisieren das Wechselspiel von Licht und Dunkelheit, von Aktivität und Ruhe. Selbstlosigkeit lässt sich oft nur durch das Bewusstsein dieser Gegensätze erreichen.
Das Erkennen der eigenen Schattenseiten und die Integration dieser Aspekte machen es leichter, selbstlos zu handeln und die Bedürfnisse anderer zu verstehen.
Wo in Deinem Leben gibst Du mehr, als Du selbst empfängst?
Wirst Du traurig, wütend oder bist enttäuscht, wenn nichts zurück kommt?
In welchen Situationen nimmst Du Dich selbst zurück, um anderen zu gefallen oder Konflikte zu vermeiden? Welche Gefühle unterdrückst Du dabei?
Abschließend lässt sich sagen, dass das Thema Selbstaufopferung und Nächstenliebe uns lehrt, wie wichtig die Balance zwischen unseren eigenen Bedürfnissen und denen anderer ist. Es geht nicht darum, uns selbst zu verlieren oder uns egoistisch abzugrenzen, sondern darum, in uns eine innere Harmonie zu schaffen, die aus wahrer Liebe zu uns selbst und unserem Umfeld entspringt.
Selbstlosigkeit entsteht, wenn wir unser Herz öffnen und Geben nicht aus Berechnung, sondern aus einem tiefen inneren Bedürfnis heraus geschieht. In diesem Zustand können wir sowohl anderen helfen als auch uns selbst nähren – ohne zu erschöpfen oder erschöpft zu werden.
Die heutige Reflexion mit Hilfe der Archetypen, den Symbolon-Karten und der Weisheit der Genschlüssel zeigt uns, dass jede Herausforderung auch eine Chance zur Transformation in sich birgt.
Durch das Bewusstsein für Gegensätze wie Geben und Nehmen, Selbstliebe und Selbstlosigkeit finden wir zu einer neuen Tiefe unseres Seins.
In diesem Sinne bleibt die Essenz: Nächstenliebe beginnt mit der Liebe zu uns selbst – und diese Liebe hat die Kraft, Berge zu versetzen oder sie mit einem Stein auf dem Rücken zu besteigen.
🦋Wenn Du Dir Unterstützung bei Deinen Fragen wünschst, lade ich Dich herzlich ein, in den geschützten Herzfalter-Herzraum zu kommen. Dort reflektieren und stärken wir uns in einer liebevollen Gemeinschaft.
Falls Dir ein privater Rahmen lieber ist, biete ich Dir auch individuelle 1:1 Begleitungen an.❣️
Hallo, ich bin Anja, Energetikerin, Gründerin von Herzfalter und Entwicklerin der innovativen Genomantik-Methode.
Mit energetischen Sichtungen, 1:1-Begleitungen, Blogbeiträgen, Videos, Kursen und meinem Podcast unterstütze ich Menschen dabei, ihre persönliche Entwicklung zu fördern und Blockaden zu überwinden. Mit Herz und Intuition helfe ich Dir, Deinen eigenen Weg zur Selbstheilung und Transformation zu finden. Meine Vision ist eine Welt, in der sich die Menschen wieder ihrer eigenen Stärke bewusst werden, sich nicht länger von anderen abhängig fühlen und alle Möglichkeiten kennen und anwenden, um sich selbst zu heilen.