Lassen wir einmal ganz bewusst jegliche Ablenkung im Außen los, dann spüren wir oft sehr stark, dass uns dann die Orientierung fehlt. Wir fühlen uns plötzlich so leer, ohne Halt und Struktur. Wir verlassen den warmen „Mutterschoß“, die lieb gewonnenen Abläufe nach denen wir uns richten konnten. Wir werden dann leicht nervös oder unruhig, besonders wenn sich das eigene Umfeld oder die Lebensumstände gerade verändern oder bereits verändert haben.
Unser „inneres Kind“ braucht in diesen Situationen besonderen Zuspruch und Aufmerksamkeit. Dieser emotionale Anteil in uns möchte geliebt und gesehen werden und hat Angst davor gewohntes Terrain zu verlassen.
Nimm Dir einmal bewusst die Zeit und fühle in Dich hinein. Wie sieht dieses innere Kind in Dir aus? Ist es ängstlich und zurückhaltend, oder mutig und frech? Stelle Dir einfach vor, Du wärst wieder ein kleines Mädchen oder ein kleiner Junge. Wie fühlt sich dieses Kind gerade? Was macht es für ein Gesicht, wie ist die Körperhaltung? Vielleicht kannst Du auch spüren, was es gerade braucht.
Nun schenke ihr oder ihm Deine Aufmerksamkeit, als der erwachsene Mensch, der Du heute bist. Möchte Dein inneres Kind in den Arm genommen werden? Fühlt es sich allein? Dann schenke ihm eine Umarmung und sei ganz aufmerksam, was dabei mit und in Dir geschieht.
Erfahrungsgemäß ist die „Arbeit“ mit dem inneren Kind fast immer eine sehr emotionale Angelegenheit, aber das ist gut und heilend. Auch wenn es sich erst beklemmend und traurig anfühlen mag, so wird es doch ganz schnell leichter, wenn wir die Emotionen durchfühlen.
Ich kann Dir hierzu auch eine Übung empfehlen, die mir persönlich sehr geholfen hat:
Unterhalte Dich mit Deinem inneren Kind und halte diese Unterhaltung schriftlich fest. Wenn das innere Kind spricht, dann schreibst Du als Rechtshänder mit links und als Linkshänder mit rechts. Wenn Dein erwachsenes Ich spricht, dann schreibst Du wieder mit Deiner „normalen“ Hand. Probiere es einfach mal aus. Du brauchst nichts weiter als einen Schreibblock, einen Stift und mindestens eine halbe Stunde völlige Ruhe nur für Dich.
Nachdem Du, auf welche Art und Weise auch immer, Kontakt zu Deinem inneren Kind aufgenommen und es umsorgt hast, ihm gegeben hast was es braucht, kannst Du es an einen wunderschönen Ort bringen. Das kann eine große blühende Wiese sein, eine Lichtung im Wald, ein einsamer Sandstrand….was auch immer für Dich persönlich dieser heilende Ort ist. Er sitzt im Zentrum Deines Herzens. Ein ehemals trauriger und einsamer Anteil von Dir kann so integriert werden und heilen.
Experimentiere ein bisschen herum, mach es auch gerne auf Deine individuelle Art. Denn nur Du kannst spüren, was sich richtig für Dich anfühlt.
Fühlt sich Dein inneres Kind beschützt, fühlst auch Du Dich klarer und stärker. Du hast mehr Widerstandskraft und kannst selbstsicherer und stabiler durchs Leben gehen. Die Resilienz hilft Dir mit Veränderungen und Schwierigkeiten in Deinem Leben besser umgehen zu können. Es gehört dazu sich in herausfordernden Zeiten auch einmal sehr verletzlich zu fühlen. Das darf so sein und ist wichtig, damit die Veränderung in Dir geschehen kann. Ohne Veränderung gibt es Stillstand.
Aber ist das Leben zum still stehen gedacht?
Ich glaube nicht, denn schließlich ist im Universum alles stets in Bewegung. Wenn Du Dich der Bewegung nicht anpassen kannst, wirft es Dich irgendwann ab und Du landest hart auf dem Boden. Dann fällt es umso schwerer wieder „aufzuspringen“.
Habe Vertrauen und lasse die Veränderung in Dir zu, dann kannst Du ohne Muskelkater und ohne das Du herunter fällst, mit dem Leben mitschwingen. Schwimm mit dem Strom, lass Dich treiben und versuche Dich nicht krampfhaft am Ufer festzuhalten.
Fühlst Du Dich aus der Bahn geworfen und Deine Selbstsicherheit scheint verschwunden?
Dann stelle Dir vor Du stehst breitbeinig, fest auf dem Boden und stützt dabei Deine Hände in Deiner Hüfte ab. Bauch rein, Brust raus, den Kopf aufgerichtet, nach vorne blickend. Es darf das Gefühl in Dir entstehen, dass kommen mag was will. Du stehst in Deiner Mitte, in Deiner Kraft, stabil mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Dich haut so schnell nichts und niemand um. Spüre in Dich hinein. Wie fühlt sich das für Dich an? Besser, oder?
Und jetzt stelle Dich wirklich so hin und erfahre auch körperlich, was diese Position mit Dir macht.
Jedes Mal, wenn Du an Widerstandskraft zu verlieren scheinst, stelle Dir diese Position vor, oder (wenn Du Dich unbeobachtet fühlst) nehme sie körperlich ein. Das stärkt Dich! Du bist nicht länger das Blatt im Wind, sondern gefestigt und in Deiner Mitte.
Wir sind immer in Sicherheit, auch wenn wir uns sehr verletzlich fühlen.
Damit eine Veränderung in Dir stattfinden kann, muss der stabile Anteil in Dir erst einmal etwas Platz machen, damit Du spüren und erleben kannst, dass Stabilität und Wachstum aus Dir heraus entstehen. Du lernst Dich so immer wieder ein Stück mehr kennen und erlebst, was eigentlich in Dir steckt, wozu Du fähig bist.
Würde ein Kleinkind gleich stabil laufen können, ohne hinzufallen, dann würde es das Aufstehen nicht lernen. Und gerade das wieder Aufstehen ist doch so wichtig für unser Leben und unser erleben. Sind wir nicht genau dann so richtig stolz auf uns? So können wir Stück für Stück über uns hinaus wachsen.
Denk doch nur einmal an Deine Ahnen, Deine Familie. Was haben die letzten Generationen nicht alles durchgemacht. Haben sie aufgegeben? Nein, denn sonst gäbe es Dich nicht.
Sie sind Wegbereiter. Ohne sie hättest Du nicht den Weg gehen können, den Du heute gehst. Und ich bin persönlich fest davon überzeugt, dass sie uns auch noch heute begleiten und unterstützen.
Ich werde nie meinen letzten Arbeitstag vergessen. Als ich vom Hof gefahren bin, war ich so erleichtert, mir sind die Tränen herunter gelaufen. Da war zwar auch das Gefühl von Trauer, weil ein langer Lebensabschnitt zu Ende geht, aber das Gefühl der Freude und Erleichterung war größer. Ich habe damals gespürt, dass ich nicht alleine war. Ich habe meinen Ahnen hinter mir stehen sehen, sie haben gefeiert, sich gefreut und einige haben sehr stolz ausgesehen und ihre Hände unterstützend auf meine Schultern gelegt. Ich wusste in diesem Moment einfach, dass sie mindestens so erleichtert waren wie ich, denn sie haben meinen Weg vorbereitet.
Ich bin sehr dankbar dafür, dass sie mir das Leben, dass ich heute führen darf ermöglicht haben.
Unsere Ahnen bauen auf uns und wünschen sich, dass wir das weiter führen, was sie nicht beenden konnten bzw. was sie für uns vorbereitet haben, damit wir auf unserem Lebensweg uns und auch sie heilen können. Ja, ich denke all das, was wir an Herausforderungen und Schwierigkeiten in unserem Leben durchmachen hat auch immer etwas mit unseren Ahnen zu tun.
Eltern geben doch so viel an ihre Kinder weiter. Die gesammelten Erfahrungen unserer Eltern und das was ihre Eltern ihnen mitgegeben haben sowie die daraus entstandene Einstellung zum Leben. All das formt uns schon einmal in eine gewisse Grundform. Ob wir das Ganze dann verfeinern, verbessern, heilen oder ins Gegenteil umkehren, liegt dann an uns.
Dir wurde von jedem einzelnen Deiner Ahnen etwas mitgegeben. Eine Lichtkugel voll Liebe, Weisheit und Kraft, die Du für Deinen Weg brauchst. Nimm sie an, lege sie in Dein Herz und bringe das Feuer in Dir mit Hilfe der Dankbarkeit zum brennen.
Ein sehr wertvoller und wichtiger Begleiter auf unserem Weg durchs Leben ist natürlich auch unsere Seele, unsere innere Stimme, die Intuition. Wenn Du ihr vertraust und Dich von ihr führen lässt geht vieles leichter und Du kannst Dir enorm viel Umwege sparen. Wie sie mit uns spricht, erlebt jeder Mensch auf seine ganz individuelle Art.
Bei mir ist es die feine Gänsehaut, die durch meinen Oberkörper oder auf meiner Kopfhaut lang läuft. Dann weiß ich zum Beispiel, dass ich (für mich) die Wahrheit höre, denke oder lese oder einfach auf dem richtigen Weg bin. Manchmal ist da auch dieses kurze Drücken im Bauch, allerdings habe ich für mich noch nicht ganz heraus gefunden, was es mir sagen will. Ich glaube verstanden zu haben, dass dieses Gefühl mir zeigt, dass ich hier noch einmal genau hinsehen darf. Die Situation, der Moment in dem dieses Drücken auftaucht, scheint dann etwas mit bereits Erlebtem aus der Vergangenheit zu tun zu haben, dass unangenehm für mich war und noch nicht verarbeitet zu sein scheint.
Oft ist einem gar nicht bewusst, was das sein soll und uns fällt auch nicht gleich eine Situation ein, aber die Erfahrung hat mir bisher gezeigt, dass ich zum richtigen Zeitpunkt verstehen darf, damit Heilung geschehen kann. Mein Verstand möchte natürlich gleich eine Erklärung, aber so läuft das leider nicht. Alles zu seiner Zeit, denn letztendlich können wir mit unserer begrenzten Wahrnehmung gar nicht überblicken, wann der perfekte Zeitpunkt ist. Das erledigt die Quelle, das Universum, Gott (wie auch immer Du es nennen magst) für uns.
Um seine innere Wahrheit, seine Seelenwahrheit besser empfangen zu können, kann auch hier die bereits vorgestellte Stuhlübung sehr hilfreich sein.
Versuche außerdem künftig achtsamer zu sein und noch mehr auf Deine Gefühle, die leisen (unaufdringlichen) Gedanken in Dir und Deine Körperreaktionen zu achten und Du wirst nach und nach verstehen, was sie für Dich bedeuten. Widerstehe dem Drang Dich mit Geräuschkulissen jeder Art abzulenken, denn so ist es kaum möglich diese feinen Zeichen in Dir zu erkennen.
Wenn Du Dich darauf einlässt, wirst Du spüren, dass ein weiteres Tor in Dir aufgehen darf.
Kümmern wir uns um unser inneres Kind und lassen es in unserem Herzen ankommen, dann haben wir automatisch eine größere Widerstandskraft, um gemeinsam mit der Weisheit und Unterstützung unserer Ahnen im Rücken, unsere Seelenwahrheit zu leben.
Alles Liebe,
Anja
Hallo, ich bin Anja, Energetikerin, Gründerin von Herzfalter und Entwicklerin der innovativen Genomantik-Methode.
Mit energetischen Sichtungen, 1:1-Begleitungen, Blogbeiträgen, Videos, Kursen und meinem Podcast unterstütze ich Menschen dabei, ihre persönliche Entwicklung zu fördern und Blockaden zu überwinden. Mit Herz und Intuition helfe ich Dir, Deinen eigenen Weg zur Selbstheilung und Transformation zu finden. Meine Vision ist eine Welt, in der sich die Menschen wieder ihrer eigenen Stärke bewusst werden, sich nicht länger von anderen abhängig fühlen und alle Möglichkeiten kennen und anwenden, um sich selbst zu heilen.