Herzfalter

Nicht aufhören können, obwohl es weh tut

Warum Pausen so schwer fallen

Energiearbeit und Energetik mit Herzfalter
© www.herzfalter.de

Heutiges Thema des Herzfalter-Podcasts

In der letzten Folge haben wir uns meine alten verstaubten Mäntel aus meinem inneren Flur genauer angesehen. Es ging um alte Geschichten und Ahnenthemen, die uns nicht mehr dienen, oder schlichtweg eigentlich nichts mit uns zu tun haben.

Heute teile ich eine wichtige Erkenntnis mit Dir, die mir geholfen hat zu verstehen, warum es mir oft so schwer fällt Pausen einzulegen, obwohl ich ganz genau spüre, dass mein Körper sie gerade jetzt so dringend braucht.

Der innere Antreiber

Mir kommt eine Idee, ein Impuls und ich habe sofort Energie für die Umsetzung. Ein gutes Zeichen für mich, dass ich loslegen kann. Allerdings gibt es dann immer mal wieder Phasen, in denen ich nicht so weitermachen kann wie die Tage davor. Plötzlich fängt mein Rücken an mir weh zu tun, während ich vor dem Rechner sitze und an meinem Projekt weiterarbeite.

Ich spüre, wie es immer zäher wird, mich anstrengt und die Energie schwindet. Mein Körper gibt mir ganz klar den Hinweis, dass jetzt eine Phase ansteht, in der eine Pause nötig ist, ein nach Innen gehen, reflektieren, auftanken – doch mein Verstand sieht das anders. „Das ging doch gestern auch noch, warum ist jetzt plötzlich keine Energie mehr da und der Zeitpunkt der Falsche? Aber ich muss doch, ich will doch….“ usw.

Ich weiß ganz genau, dass es eigentlich auch nichts bringt weiter zu machen. Nicht nur die Energie leidet darunter, die Qualität auch. Außerdem bin ich hinterher irgendwie frustriert. Und trotzdem ist da dieser innere Antreiber, der nicht aufhören kann. Es ist, als wenn er Angst davor hätte.

Hey Antreiber, warum willst Du weiter machen, obwohl Du eigentlich weißt, dass es überhaupt nichts bringt und der Körper Dir ganz klar ein Stoppschild vor die Nase hält?

Ich kann nicht aufhören. Wenn ich jetzt Pause mache, dann ist die Energie ganz weg, ich verliere den Faden und das wäre nicht gut.

Warum nicht? Du kannst den Faden doch jederzeit wieder aufnehmen. Wo ist da das Problem? Du machst einfach dort weiter, wo Du das letzte Mal aufgehört hast.

Nein, das geht nicht. Das wäre nicht dasselbe. Dann ist der Spaß, der Flow, die Leichtigkeit vorbei.

Aber merkst Du denn nicht, was der Körper Dir signalisiert? Er schmerzt.

Da muss er durch, ich bin hier der Chef!

Wo ist der Ursprung? Eine Kindheitserinnerung...

Während ich am nächsten Tag mit einer Freundin über diese Situation rede, erhalte ich innere Bilder. Eine Erinnerung aus Kindheitstagen:

Ich sitze bei meiner Oma im Wohnzimmer. Wir spielen zusammen mit den Figuren, die sonst in ihrem Schrank stehen. Ich spüre, dass sie eigentlich keine Lust darauf hat, aber mir macht es doch solchen Spaß. Eigentlich muss ich dringend auf die Toilette, aber ich weiß genau, wenn ich jetzt das Wohnzimmer verlasse, ist auch das Spiel vorbei. Das will ich unbedingt vermeiden, denn schließlich hat es lange genug gedauert sie zu diesem Spiel zu überreden.

Doch irgendwann kann ich einfach nicht mehr länger warten. Ich renne zur Toilette, versuche so schnell wie möglich fertig zu werden – aber es nützt nichts. Als ich zurück ins Wohnzimmer komme, stehen die Figuren wieder fein säuberlich aufgereiht im Schrank.

Es ist ganz klar: Das Spiel ist beendet – was für ein Glück für meine Oma, was für ein Pech für mich. Dieser kurze Moment, diese Pause hat den Spielfluss unterbrochen und ihn schließlich beendet.

An sich ist diese Erinnerung nicht wirklich dramatisch, aber für mich war es das anscheinend schon, irgendwie. Warum sonst würde mir heute, über 30 Jahre später, diese Situation einfallen? Und warum fällt sie mir zum Thema des inneren Antreibers ein, der keine Pausen zulässt?

Ah, klar, die Pause. Jetzt verstehe ich auch, warum ich noch heute die Körperbedürfnisse versuche zu ignorieren, denn gehe ich dem nach – so habe ich es schließlich als Kind gelernt – ist das Spiel, der Spaß und der Flow vorbei.

Schon verrückt, was (scheinbar harmlose) Erlebnisse aus der Vergangenheit in der Gegenwart für Auswirkungen haben können. Doch viel wichtiger ist jetzt die Frage: „Was mache ich nun mit dieser Erkenntnis?“

Ich denke, die Verbindung herzustellen ist ein erster, sehr wichtiger, Schritt. So weiß ich, wo ich ansetzen kann. Dank der inneren Bilder, die ich erhalten habe, kann ich mir die Ursache – vielleicht eine von Vielen, wer weiß? – nun bewusst machen, sie genauer betrachten und etwas in Heilung bringen, transformieren.

Mir kommt eine Idee. Ich gehe wieder in das Bild hinein, befinde mich nun erneut im Wohnzimmer meiner Oma. Die Figuren stehen auf dem Wohnzimmertisch und wir spielen. Ich merke, dass ich auf die Toilette muss, warte nicht lange, nehme die Figuren, stecke sie in meine Hosentaschen und gehe ins Bad. Mein Oma schaut mir verdutzt hinterher.

Als ich wieder zurück ins Wohnzimmer komme, sitzt sie noch immer, mit einem fragenden Blick, auf der Couch und beobachtet mich abwartend, während ich die Figuren wieder auf dem Tisch platziere. „So, kann weiter gehen!“, sage ich, reibe mir die Hände und lächle. Ich bin stolz auf mich und meine Idee. Meine Oma lächelt nun zurück, zuckt mit den Achseln und wir spielen weiter.

Das Leben auf energetischer Ebene umschreiben

Was genau das nun für mich und mein Leben verändert hat, wird sich mit der Zeit zeigen. Vielleicht bedarf es auch noch anderer Zwiebelschalen, die geschält werden wollen – aber auf jeden Fall fühlt es sich gut an und das ist doch erst einmal die Hauptsache, oder?

Ich durfte verstehen, dass eine Pause, verursacht durch körperliche Bedürfnisse für mich eine Verknüpfung hatte, die sich nicht gut anfühlte. Ein Wissenschaftler würde das wahrscheinlich mit bestimmten neuronalen Verschaltungen im Gehirn erklären.

Ich fühlte mich damals übergangen. Ich wurde vor vollendete Tatsachen gesetzt, nicht informiert und der Spaß, der Flow, die Leichtigkeit wurden plötzlich unterbrochen – und das nur, weil ich auf meinen Körper gehört und eine Pause gemacht hatte.

Und genau das sind die Puzzlestücke, von denen ich immer spreche. Fühlen wir uns irgendwie fremdgesteuert oder als Opfer unserer Gefühls- und Gedankenwelt, dürfen wir uns unser Lebensbild einmal genauer ansehen und vielleicht fällt uns dabei auf, dass hier und da ein kleines Teilchen fehlt.

Wir haben jederzeit die Möglichkeit die Geschichte unseres Lebens auf energetischer Ebene umzuschreiben. Vielleicht hast Du ja schon einmal davon gehört, dass es eigentlich Zeit in dem Sinne nicht gibt und alles JETZT ist. Ob unser Kopf da nun mit kommt oder nicht, es als esoterischen Quatsch abtut oder sich für diese Sichtweise öffnet, ist eigentlich nicht so wichtig. Die Hauptsache ist doch, dass wir uns für die Möglichkeit öffnen unser Leben selbst in die Hand zu nehmen und etwas zu ändern.

Geben wir diese Absicht ins Feld, sei es in der Form, wie ich das gemacht habe, mit innerer Kind-Arbeit, Tagebuch schreiben, Therapien oder was auch immer, dann gehen wir in die Selbstermächtigung, nehmen unser Leben selbst in die Hand und verändern etwas auf energetischer Ebene.

Das macht auch etwas mit uns und je mehr wir uns auf dieses Experiment einlassen, uns für die verschiedensten Möglichkeiten öffnen, bereit für Experimente sind, umso nachhaltiger kann Transformation geschehen.

Probiere es gerne einmal aus und wenn Du Unterstützung dabei brauchst, bin ich gerne für Dich da.

Alles Liebe❣️

Energiearbeit und Energetik mit Herzfalter
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Autorin

Hallo, ich bin Anja, Energetikerin, Gründerin von Herzfalter und Entwicklerin der innovativen Genomantik-Methode.
Mit energetischen Sichtungen, 1:1-Begleitungen, Blogbeiträgen, Videos, Kursen und meinem Podcast unterstütze ich Menschen dabei, ihre persönliche Entwicklung zu fördern und Blockaden zu überwinden. Mit Herz und Intuition helfe ich Dir, Deinen eigenen Weg zur Selbstheilung und Transformation zu finden. Meine Vision ist eine Welt, in der sich die Menschen wieder ihrer eigenen Stärke bewusst werden, sich nicht länger von anderen abhängig fühlen und alle Möglichkeiten kennen und anwenden, um sich selbst zu heilen.

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