Wir alle haben Eigenschaften und Anteile in uns, die wir nicht mögen, vielleicht sogar verdrängen oder dessen wir uns nicht einmal bewusst sind. Oft leben wir Jahrzehnte mit ihnen, stoßen hier und da auf Probleme im Miteinander, erleben weniger schöne Momente, aber würden nie auf die Idee kommen, dass diese Situationen und Menschen immer auch etwas mit uns selbst und unseren verdrängten Anteilen zu tun haben könnten.
Wieso auch? „Ich bin Ich und der Andere ist halt der Andere!….. – Was soll das mit mir zu tun haben, wenn doch die Mitmenschen so doof sind?“. Das mag zwar auf den ersten Blick so aussehen, aber wir leben in einer viel komplexeren Welt und sind weit mehr mit allem verwoben, als wir uns überhaupt vorstellen können.
In einem vergangenen Beitrag hatte ich bereits erwähnt, wie wichtig die Selbstreflexion ist und das uns die Schattenarbeit dabei sehr helfen kann.
Stehen wir in einem bestimmten Winkel zur Sonne, dann werfen wir einen Schatten auf den Boden vor uns. Wir können ihn ganz deutlich sehen, ihm zuwinken…..und er winkt uns zurück. Würde die Sonne nicht scheinen, bzw. gäbe es kein Licht, wäre auch kein Schatten zu sehen. Nur wenn etwas angestrahlt, beleuchtet wird, ist es möglich ihn sichtbar zu machen.
Und genau so verhält es sich mit den eigenen Schattenthemen. Richten wir unser inneres Licht, unsere Sonne, sprich unser Bewusstsein nicht auf uns und unsere Themen, kann auch kein Schatten, kein unbewusster Anteil in uns sichtbar werden. Bewegungen, die wir unbewusst ausführen, werden erst mit Hilfe von Licht und Schatten für uns sichtbar.
Da ist vielleicht dieses Wackeln einzelner Finger, wenn wir nachdenken oder das schnelle Wippen der Füße, wenn wir nervös sind. Es gibt aber nicht nur die körperlich unbewusste Ebene, sondern auch die seelisch/geistige. Diese gilt es ebenfalls zu beleuchten, damit wir die „Bewegungen“ des Schattens erkennen können.
Sind wir bereit hinzuschauen, dürfen wir drei Transformationsphasen des Schattens durchlaufen:
Erlaubnis, Annahme und Umarmung.
Wir müssen den Schattenanteil in uns nicht mögen, aber wir können erlauben, dass er da ist. Gehen wir dann irgendwann in die Akzeptanz, können wir ihn auch als Teil von uns annehmen. Erst wenn wir beginnen an und mit uns zu arbeiten und die Verantwortung für die vielen abgrenzenden Schichten in unserem Inneren zu übernehmen, wird Transformation möglich sein.
Ist das Feuer erst entfacht, ist es bis zur nächsten Phase der Umarmung nicht mehr weit. Wir dürfen dann unser Herz öffnen und den Schatten annehmen. Solange wir im Widerstand sind, kann keine Integration stattfinden und doch sollten wir in dieser Stufe unserer Entwicklung nicht aufgeben, sondern stolz auf uns sein, dass wir den Schatten in uns überhaupt als solchen wahrnehmen.
Reagieren oder handeln wir nicht aus unserem reinen Selbst heraus, dann sind da immer zwei Stimmen und Impulse in uns. Einerseits ist da dieser vertraute Gedanke, der gefühlt schon immer so da war, aber andererseits meldet sich auch eine sanftere Stimme aus dem Hintergrund, die viel Weisheit und Liebe in sich trägt.
Anstatt zum Beispiel zu sagen: „Sieh mal, wie sieht der oder die denn aus? Das geht ja gar nicht…!“ kommt ein innerliches „Stopp“ und wir beginnen zu reflektieren, warum wir an dieser Stelle so reagieren. War das schon immer so? War ich als Kind auch so? Was macht das mit mir, wenn ich so denke und warum tue ich es überhaupt? Möchte ich mich dadurch besser fühlen?
In diesem Moment verlassen wir gewohnte und breit getretene Wege, weiten unseren Blick und können erkennen, dass wir immer im Kreis gelaufen sind. Der Pfad hat sich bereits so stark in den Boden gegraben, dass wir regelrecht raus klettern müssen und es immer wieder sehr leicht passieren kann, dass wir erneut hineinfallen.
Manchmal brauchen wir die Hilfe von anderen Menschen, um raus zu kommen, aber es wird uns immer öfter gelingen, das auch alleine zu schaffen. Wir trainieren und werden mit der Zeit immer besser. Fällt es uns am Anfang noch schwer und braucht viel Disziplin, wird es irgendwann leichter. Eines Tages stellen wir fest, dass die alten Sätze verschwunden sind und es kein Stoppschild mehr braucht.
Haben wir uns von einer Schattenschicht befreit, können wir darunter die Gabe erkennen, die uns mitgegeben wurde aber bisher verschüttet war. Sie hilft uns dabei den neuen Pfad zu finden, der zur nächsten Schicht führt. Schritt für Schritt legst Du mehr frei und bekommst einen Eindruck davon, was eigentlich in Dir steckt und wie sehr Du all die Jahre Dein Licht versteckt hast.
Dieses reine, strahlende Licht führt Dich zu Deiner Erfüllung. Es lässt Dich erkennen, warum Du wirklich hier bist und was Du in die Welt tragen darfst.
Ich war in meinem Leben bisher oft nicht authentisch. Des lieben Friedens willen habe ich meine Meinung und meine Gefühle häufig unterdrückt, mich angepasst. Damit ich das selbst nicht mehr so spüre, wenn ich mir „untreu“ bin, habe ich mein Herz immer mehr verschlossen, es so eng gemacht, dass es gar nicht mehr wirklich enger werden konnte und ich daher auch nicht mehr gespürt habe, wenn es sich zusammen zog. Es war, als hätte sich ein Seil um das Herz gelegt und es zusammen geknotet. Die Atmung fiel schwerer, blieb flach und oberflächlich.
Je weiter wir unser Herz werden lassen und uns damit vom Knoten befreien, desto mehr werden wir auch spüren, wenn wir mit unserem Umfeld nicht in Resonanz gehen oder entgegen unserer eigenen Authentizität handeln.
Fühlen wir wieder mehr, sind mit unserem befreiten Herzen verbunden, dann lassen wir uns im Leben auch nicht mehr so schnell vom eigenen Weg abbringen und laufen nicht länger den falschen Menschen hinterher. Wir dürfen unserer eigenen Intuition vertrauen und erkennen, dass es für jeden Menschen einen individuellen Weg und weder „richtig“ noch „falsch“ gibt, denn was auf den ersten Blick nach „falsch“ aussieht, ist rückblickend vielleicht sogar ein Segen für uns.
Wir suchen fortan verstärkt nach einer höheren Resonanz, da diese unser Herz immer größer werden lässt. Unsere Lieblingsmusik, ein schöner Film, liebevolle Worte – all das, und noch einiges mehr, zaubert uns ein Lächeln aufs Gesicht, eine Gänsehaut auf den Körper oder ein wohliges Kribbeln in den Bauch. In diesen wundervollen Momenten wissen wir einfach, dass uns das gut tut. Wenn wir uns nun künftig noch mehr auf unseren Herz-Raum konzentrieren, lernen die feinen Impulse zu erspüren, wird es uns immer leichter fallen auch die Zeichen aus unserem tiefsten Sein zu deuten. Wir, und nur wir, sind dann die Gurus, denen wir folgen sollten.
Wir sind hier, um uns ins Leben zu stürzen, mit all seinen Höhen und Tiefen. Wir lassen es durch uns durchfließen und drücken es dann über unsere Gefühle, Kunst, Musik, Poesie oder anderes, das wir lieben, aus. Es geht um die wahre Leidenschaft und die Freude am Leben.
Das Leben ist im ständigen Wandel und wir sterben immer wieder kleine Tode. Die braucht es, damit wir transformieren und, wie Phönix aus der Asche, wieder aufsteigen können. Die Heldenreise – Thema jedes erfolgreichen Filmes oder Buches – beschreibt genau das. Wir liegen auf dem Boden, aber eines Tages stehen wir, gestärkt und transformiert, wieder auf.
Sobald wir lachen oder weinen, betreten wir den Bereich der Transformation. Es kehrt Frieden ein und wir fühlen uns zu Hause angekommen. Die Identifikation mit der Vergangenheit darf aufhören und schafft Platz für die Kraft im Jetzt.
Alles Liebe,
Anja
Hallo, ich bin Anja, Energetikerin, Gründerin von Herzfalter und Entwicklerin der innovativen Genomantik-Methode.
Mit energetischen Sichtungen, 1:1-Begleitungen, Blogbeiträgen, Videos, Kursen und meinem Podcast unterstütze ich Menschen dabei, ihre persönliche Entwicklung zu fördern und Blockaden zu überwinden. Mit Herz und Intuition helfe ich Dir, Deinen eigenen Weg zur Selbstheilung und Transformation zu finden. Meine Vision ist eine Welt, in der sich die Menschen wieder ihrer eigenen Stärke bewusst werden, sich nicht länger von anderen abhängig fühlen und alle Möglichkeiten kennen und anwenden, um sich selbst zu heilen.