Warum fällt es uns oft so schwer in die Selbstfürsorge zu gehen? Was hält uns davon ab erst einmal an uns und unsere Bedürfnisse zu denken, bevor wir anderen helfen und was hat das alles mit dem Wunsch nach Anerkennung zu tun?
Heute möchte ich mir mit Dir zusammen ansehen, warum Selbstfürsorge für viele von uns eine so große Herausforderung ist.
Oft stecken hinter unserem Drang, zuerst für andere da zu sein, tiefliegende Glaubenssätze und Prägungen. Vielleicht hast Du gelernt, dass es egoistisch ist, an sich selbst zu denken, oder dass Deine eigenen Bedürfnisse weniger wichtig sind als die der anderen. Doch wie oft verlieren wir uns dabei selbst ?
Der Wunsch nach Anerkennung spielt hier eine entscheidende Rolle. Wir sehnen uns danach, gesehen, geschätzt und geliebt zu werden – und versuchen oft, dies durch unser Handeln für andere zu erreichen. Doch was wäre, wenn die wahre Anerkennung in uns selbst beginnt? Wenn wir uns erlauben, uns selbst die Liebe und Aufmerksamkeit zu schenken, die wir oft von außen erwarten?
Manchmal braucht es erst einmal ein kleines Loch in das wir fallen. Ein unschönes Erlebnis, eine verletzende Erfahrung oder völlige Selbstaufgabe bis hin zum Burnout, bis wir begreifen, dass es nun an der Zeit ist endlich einen Stopp einzulegen und zu überlegen, ob uns das, was wir da tun überhaupt glücklich macht.
Wir sollten uns dann fragen:
„Gebe ich ganz uneigennützig so viel, oder ist da auch ein Teil in mir, dem etwas fehlt und der nach etwas sucht, was er sich selbst nicht geben kann?“
„Was genau erhoffe ich mir durch mein ständiges geben? Und was fühle ich, wenn ich das, was ich mir wünsche, nicht zurückbekomme?“
„Wovor habe ich Angst, wenn ich aufhöre zu geben? Was könnte dann passieren?“
Unsere Antworten geben uns deutliche Hinweise darauf, ob wir noch im Gleichgewicht sind oder nicht.
Sollten wir aus dem Gleichgewicht geraten sein und Selbstfürsorge für uns bisher keinen besonderen Platz eingenommen haben, kann es sein, dass wir uns innerlich leer, erschöpft oder sogar überfordert fühlen. Oft bemerken wir erst spät, wie sehr uns das Ungleichgewicht zwischen Geben und Nehmen belastet. Doch gerade in solchen Momenten ist es wichtig innezuhalten und zu überlegen: Was brauche ich wirklich, um wieder in meine Kraft zu kommen?
Selbstfürsorge ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Ausdruck von Stärke und Selbstachtung. Sie ist die Grundlage dafür, dass wir uns selbst und anderen langfristig Gutes tun können. Dann dürfen wir uns fragen: Warum habe ich mich so lange hintenangestellt, und wie kann ich mir heute den Raum geben, den ich brauche?
Wir sind also an dem Punkt, an dem wir verstehen, dass sich etwas in unserem Leben verändern muss. Doch in dem Moment, in dem wir erst einmal komplett damit aufhören zu geben, gewohnte Abläufe durchbrechen und mit alten Verhaltensmustern aufhören, kommt es sehr oft vor, dass sich innere Widerstände zeigen und uns der Verstand überzeugen möchte, wie falsch sich das anfühlt.
Als ich vor einigen Wochen durch diesen Prozess gegangen bin, fühlte ich mich teilweise wie eine Süchtige auf Entzug. Das war wie mit einer schlechten Gewohnheit aufhören zu müssen. Mich überraschte selbst, wie schwer mir das fiel und gleichzeitig versuchte mein Ego mich davon zu überzeugen, dass ich doch nur Gutes tun wolle und nichts dabei wäre, ich nicht aufhören soll, denn damit würde ich andere im Stich lassen. Wie sähe das denn aus? Das sei unzuverlässig, nachlässig und falsch….und so weiter und so fort.
Wenn uns klar wird, dass wir in gewisser Weise abhängig geworden sind von Anerkennung, Aufmerksamkeit und Energie von außen, kann es passieren, dass wir uns dafür schämen.
Mir ging es jedenfalls so, aber ich durfte auch erkennen, dass es gerade dann sehr wichtig ist, in die Selbstfürsorge zu gehen und auch nachsichtig und nicht streng mit sich selbst zu sein.
Gerade in schwierigen Zeiten brauchen wir das eigene Mitgefühl, Selbstliebe und die Erlaubnis, Fehler oder Schwächen anzunehmen. Nur so können wir wieder Kraft schöpfen und den Weg zurück zu uns selbst finden.
Scham kann nämlich auch lähmend sein und uns davon abhalten, die notwendigen Schritte in Richtung Veränderung zu gehen. Sie flüstert uns dann ein, dass wir nicht gut genug sind, dass wir versagt haben oder dass wir es nicht verdienen, glücklich zu sein. Doch diese Stimme der Scham ist nicht die Wahrheit – sie ist nur ein Produkt unserer Ängste und Erfahrungen.
Es ist in diesem Stadium sehr wichtig sämtliche Emotionen, Gefühle und innere Widerstände wahrzunehmen, damit wir sie nicht verdrängen, sondern verstehen können, was sie uns sagen wollen. Jede Emotion, sei sie noch so unangenehm, trägt eine Botschaft in sich und zeigt uns, wo wir hinschauen dürfen, um Heilung und Wachstum zu erfahren.
Indem wir unsere Gefühle bewusst wahrnehmen und annehmen, geben wir ihnen den Raum, den sie brauchen, um sich zu lösen. So schaffen wir die Basis, um alte Muster zu durchbrechen, innere Balance zu finden und einen liebevolleren Umgang mit uns selbst zu entwickeln. Es ist dieser bewusste Kontakt mit unseren Emotionen, der uns hilft, authentisch und frei zu leben. Außerdem ist er ein sehr wichtiger Teil der Selbstfürsorge.
Wenn Deine oder die Vorstellung anderer, wie Du idealerweise zu sein hast, im Widerspruch zu Deinen eigenen Bedürfnissen steht, ist es ganz normal, dass sich im Inneren ein Konflikt abspielt – ein Konflikt zwischen Anpassung und Authentizität bzw. Selbstfürsorge.
Das Streben nach einem Idealbild kann schnell in Perfektionismus münden. Wir setzen uns unter Druck, immer besser zu werden, und verlieren dabei den Kontakt zu uns selbst. Das Gefühl, nie genug zu sein, kann dann zum ständigen Begleiter werden.
Sich von Idealbildern zu lösen, bedeutet, den Mut zu finden, authentisch zu sein. Das kann auch bedeuten, Nein zu sagen, Schwäche zu zeigen oder einfach unperfekt zu sein. Aber genau darin liegt die Chance, echte Freiheit und inneren Frieden zu finden.
Sei stolz auf Dich – für jeden unperfekten Schritt, den Du bisher gegangen bist, und für jede Hürde, die Du überwunden hast. Dein Weg ist einzigartig, und Du hast es verdient, Dich selbst zu feiern – für all das, was Du bereits erreicht hast und für alles, was noch vor Dir liegt. Du bist genug, genau so, wie Du bist.
Halten wir durch und lassen uns von alten Mustern nicht wieder zurück ziehen, dann fühlt es sich oft an, als wären wir in ein Loch gefallen, oder in einen dunklen, leeren Raum. Uns fehlt die Orientierung, und die Ungewissheit macht sich breit.
Wir wissen nicht, wie es weiter geht und dürfen auch das aushalten lernen. Erst wenn sich etwas Altes ganz verabschiedet hat, kann etwas Neues entstehen. In dieser Übergangsphase fühlen wir uns dann meist wie bestellt und nicht abgeholt, was unsere Unsicherheit noch verstärkt.
Vertraue auf Deine Fähigkeiten und den Rhythmus des Lebens. Genieße in dieser Zeit einfach mal das Nichtstun oder mach etwas, dass Du schon lange nicht mehr getan hast.
Gerade in diesen Abschnitten Deines Lebens lernst Du Dich selbst noch einmal von einer anderen Seite kennen und hast die Möglichkeit Neues in Dir zu erwecken, dass bisher vielleicht noch gar nicht die Gelegenheit hatte nach oben zu treten.
Ich weiß selbst ganz genau, wie schwer es ist in dieser Phase nicht an die Zukunft zu denken und sich keine Sorgen darüber zu machen, was nun als nächstes passiert.
Es ist auch ganz normal, dass dann immer mal wieder Ängste auftauchen.
Mir hat in diesen Momenten sehr geholfen, wenn ich mir dann gesagt habe: „Ich lasse los!“
Dabei stellte ich mir vor, wie ich auf einem Berg stehe und mich ganz bewusst rückwärts fallen lasse, im tiefen Vertrauen, dass unten schon große, warme Hände auf mich warten, die mich sanft auffangen.
Und so war es dann auch. Ich fühlte mich besser und die Angst wurde weniger oder war komplett verschwunden.
Je mehr wir uns in unserem Leben bisher auf andere verlassen haben oder das Gefühl hatten, es alleine sowieso nicht zu schaffen, desto schwieriger fällt es uns Kraft und Vertrauen aus uns selbst heraus zu schöpfen.
Doch unsere Widerstandkraft ist viel größer als wir glauben und es ist wichtig diese innere Stärke zu entdecken und zu leben. Oft sind wir uns nicht bewusst, wie viele Ressourcen bereits in uns liegen, die nur darauf warten, endlich genutzt zu werden. Der Schlüssel liegt darin, den Mut zu finden, sich selbst zu vertrauen und die Verantwortung für das eigene Wohlbefinden zu übernehmen.
Indem wir lernen, auf unsere innere Stimme zu hören und uns selbst in schwierigen Zeiten beizustehen, öffnen wir den Zugang zu einer unerschöpflichen Quelle von Energie und Resilienz. Wir sind in der Lage, Herausforderungen zu meistern, weil wir tief in uns wissen, dass wir alles, was wir brauchen, bereits in uns tragen.
Es geht nicht darum, alles alleine zu schaffen, sondern darum, zu erkennen, dass wir die Fähigkeit haben, uns selbst zu stützen und zu wachsen, sogar in den herausforderndsten Momenten.
Unser Leben ist im ständigen Wandel, innen wie außen. Das macht oft Angst und wir erleben immer wieder unsichere Momente, in denen wir das Gefühl haben, den Halt zu verlieren. Doch genau dieser ständige Wandel ist ein wesentlicher Teil unseres Reifeprozesses. Wie die Natur sich immer wieder erneuert, so auch wir. Wir wachsen, entwickeln uns weiter und lernen, mit den Veränderungen umzugehen, anstatt uns von ihnen übermannen zu lassen.
Der Reifeprozess bedeutet, dass wir lernen, uns selbst in all unseren Facetten zu erkennen – in unseren Stärken und Schwächen, in den Momenten der Klarheit und in denen der Unsicherheit. Es ist der Mut, uns selbst und den Istzustand zu akzeptieren, auch wenn wir noch nicht wissen, was als Nächstes kommt. Es ist der Glaube daran, dass jeder Schritt, auch der unsichere, uns näher zu unserem wahren Selbst führt.
Indem wir die Veränderungen als Chance und nicht als Bedrohung sehen, lernen wir, uns selbst und das Leben zu umarmen. So wächst aus der Angst vor dem Unbekannten die Neugier auf und das Vertrauen in das Leben, denn jeder Abschnitt, auch ein schwieriger, trägt dazu bei, dass wir lernen was Selbstfürsorge und Selbstliebe wirklich bedeuten.
🦋 Steckst Du auch gerade im Prozess der Selbstfürsorge und wünschst Dir persönliche Unterstützung?
Dann bin ich gerne für Dich da❣️
Hallo, ich bin Anja, Energetikerin, Gründerin von Herzfalter und Entwicklerin der innovativen Genomantik-Methode.
Mit energetischen Sichtungen, 1:1-Begleitungen, Blogbeiträgen, Videos, Kursen und meinem Podcast unterstütze ich Menschen dabei, ihre persönliche Entwicklung zu fördern und Blockaden zu überwinden. Mit Herz und Intuition helfe ich Dir, Deinen eigenen Weg zur Selbstheilung und Transformation zu finden. Meine Vision ist eine Welt, in der sich die Menschen wieder ihrer eigenen Stärke bewusst werden, sich nicht länger von anderen abhängig fühlen und alle Möglichkeiten kennen und anwenden, um sich selbst zu heilen.