Herzfalter

Selbstvergebung lernen und anwenden

Schließe Frieden mit Dir selbst

Selbstvergebung
© www.herzfalter.de

29.01.2025

Heutiges Thema des Herzfalter-Podcasts

In der letzten Folge ging es um das Thema Wut als transformative Kraft. Wir haben darüber gesprochen, wie lange unterdrückte Gefühle und Glaubenssätze aus der Kindheit unser Verhalten prägen können, warum Wut ein wichtiger Hinweis auf unsere Bedürfnisse und Grenzen ist und wie wir lernen können, mehr auf uns selbst zu achten.

Heute geht es um Selbstvergebung – darum, Frieden mit uns selbst zu schließen. Oft tragen wir nicht nur Wut auf andere, sondern auch auf uns selbst mit uns herum. Wir schauen, wie wir alte Verletzungen loslassen können, ohne unsere Erfahrungen zu verurteilen, und wie Selbstvergebung uns hilft, authentischer und freier zu leben.

Das Seelengespräch über innere Bilder der Vergangenheit und Transformation

Das ist einfach unglaublich. Ich kann es noch gar nicht fassen.

Dir geht es richtig gut, oder? Etwas in Dir hat sich gelöst, stimmt`s ?

Oh ja und wie….das war eine richtige Befreiung. Ich fühle mich als wäre eine schwere Last von mir genommen worden. Wenn ich jetzt daran denke kribbelt es in meinem ganzen Körper.

Das Thema mit der Wut hat mich nach unserem letzten Gespräch noch weiter begleitet und ich durfte erleben, wie heilsam es sein kann den inneren Bildern aus der Vergangenheit mit kraftvollen Worten und der angestauten Wut entgegen zu treten. Genau das habe ich gemacht und es war einfach wunderbar.

Magst Du es noch einmal beschreiben?

Na klar, das muss raus in die Welt, unbedingt.

Mmh, wo fange ich an…..?

Wie wäre es mit den inneren Bildern aus der Vergangenheit?

Ok, also da gab es Erinnerungen in mir, die immer wieder mal hochgekommen sind. Situationen, in denen ich nichts gesagt habe, meine Wut und Frustration herunter geschluckt habe, obwohl sich mein Herz verkrampfte und ich spürte, dass das, was gerade passiert absolut gegen mein Werteempfinden ging.

Warum hast Du geschwiegen?

Ich glaube da war ganz viel Angst. Angst vor dem Echo, Angst vor verletzenden Worten, Angst vor Zurückweisung und Bestrafung durch Nichtbeachtung. Alles alte Erfahrungen und Muster aus meiner Kindheit.

Ich muss mir irgendwann einmal geschworen haben, lieber lebe ich unauthentisch, baue feste Mauern um mein Herz, als das ich noch einmal verletzt werde. Lieber füge ich selbst meinem Herzen Schmerzen zu, als das es ein anderer tut. So habe ich es wenigstens unter Kontrolle und nicht die anderen. Eigentlich völlig irrsinnig.

Es tauchten also wieder diese alten Erinnerungen auf, aber dieses Mal war es anders. Mein Herz zog sich zwar erneut zusammen und ich fühlte auch wieder diese innere Wut auf mich selbst und ja, da war auch Scham. Ich schämte mich dafür, wie ich in bestimmten Situationen gehandelt bzw. nicht gehandelt habe. Doch dieses Mal sprach es in mir, laut und bestimmt:

Das hört jetzt auf!

Die Erinnerung veränderte sich plötzlich. Ich schaute nicht mehr weg, schluckte nicht mehr herunter. Nein, ich stand da – kraftvoll, fest mit beiden Beinen auf dem Boden, den Blick selbstbewusst und entschlossen, hob meine rechte Hand, hielt sie nach vorne und rief: „Stopp!“

Es wurde windig, meine Haare flatterten im Wind nach hinten. Alle beteiligten Menschen schauten auf, sahen mich an und wurden still. Menschen, die ich hätte beschützen sollen, für die ich hätte einstehen sollen, flogen durch die Luft zu mir und ich hielt sie ganz fest in meinem linken Arm, während ich die rechte Hand noch immer ausgestreckt hielt.

Ich, die ich auf der Couch saß und diese inneren Bilder hatte, fing an zu weinen und dann brach es aus mir heraus:

„Das Unterdrücken hört jetzt auf, das Herunterschlucken hört jetzt auf, wie Du mit mir sprichst, das hört jetzt auf, meine Energie bekommst Du nicht mehr, das hört jetzt auf……“ Das ging gute 5 bis 10 Minuten so weiter. Es kamen alle möglichen Situationen in mir hoch, in denen ich mir selbst nicht treu war. Ich bin richtig in Fahrt gekommen.

Ich schrie die Worte ins leere Wohnzimmer, die Tränen liefen mir dabei die Wangen herunter, aber es fühlte sich so kraftvoll an. Es war wunderschön und so heilend.

Wie ich da so stand, vor meinem inneren Auge. Mich konnte nichts mehr erschüttern, ich hatte mich befreit.

Das klingt wunderbar.

Ja das war es und ein Wunder irgendwie auch.

Ich habe dann eine Stunde später meinen morgendlichen Spaziergang gemacht und mir fiel sofort auf, das ich ein Stück gewachsen war. Meine Körperhaltung war plötzlich eine andere. Ich richtete mich mehr auf, mein Kopf schaute selbstbewusst nach vorne und ich drückte mein Becken viel mehr durch. Das war faszinierend zu beobachten.

Wie heißt es so schön „Gedanken formen Materie“ und genau das habe ich direkt in und an meinem Körper wahrnehmen dürfen.

Wie lange hielt das an?

Ich kann es manchmal selbst kaum glauben, aber es ist so geblieben. Meine Muskeln und Knochen müssen sich zwar momentan noch an die neue Körperhaltung gewöhnen, hier und da klemmt und zwickt es noch, aber ich denke das wird sich in ein paar Wochen auch erledigt haben. Schließlich bin ich Jahrzehnte eher gebückt durch das Leben gelaufen, innerlich wie äußerlich.

Einige Tage nach diesem wundervollen Erlebnis habe ich immer mal wieder getestet, ob dieses Gefühl, diese Erinnerung so geblieben ist. Doch jedes Mal, wenn ich mir diese sonst so schmerzliche Erinnerung ins Gedächtnis rief war da dieses Bild von mir, wie ich fest und kraftvoll, mit ausgestreckter Hand stehe und sage: „Das hört jetzt auf!“

Mein Herz zieht sich nun nicht mehr zusammen, im Gegenteil. Es hat sich wieder einmal von ein paar Schalen befreit und ist erneut ein kleines Stück gewachsen. Ich bin wieder etwas vollständiger geworden und dafür bin ich sehr dankbar.

Zwei Tage später hatte ich einen sehr intensiven Traum. Viele fremde Menschen rückten mir auf die Pelle, bedrängten mich, umzingelten mich, bespuckten und beleidigten mich. Das Atmen fiel mir schwer, mein Brustkorb schien sich zusammen zu ziehen. Doch dann rief ich auch dort: „Das hört jetzt auf!“.

Von einer Sekunde auf die nächste blieben alle um mich herum stehen, hörten auf mich zu bedrängen und zu beschimpfen. Es wurde ganz still und im nächsten Moment fingen alle an zu klatschen und zu lachen. Sie jubelten mir zu und riefen: „Du hast es geschafft, endlich!“

Das war als hätte jemand an einem Filmset laut „Cut!“ gerufen und die gruselige Szene von jetzt auf gleich beendet.

Ich wachte mit Tränen in den Augen auf. Tränen der Erleichterung. Es fühlte sich für mich an, als wäre diese Blockade aus der Vergangenheit nun auch auf anderen, tieferen Ebenen transformiert und geheilt worden.

So ist es und Du bist wieder ein Stück mehr Du selbst. So wie Du gedacht warst und hier auf die Welt gekommen bist.

Reflexionsfragen zum Thema Authentizität, Scham und prägende Erinnerungen

Gibt es auch Erinnerungen in Dir, die noch immer schmerzen und etwas in Dir zusammen ziehen, wenn Du an sie denkst?

Wie wichtig ist es Dir authentisch zu sein?

Gibt es Situationen in Deinem Leben, in denen Du künftig sagen könntest: „Das hört jetzt auf!“, damit es Dir besser geht?

Schämst Du Dich für etwas das Du getan oder nicht getan hast?

Der Prozess der Selbsterforschung

Den inneren Bildern mit kraftvollen Worten und Entscheidungen zu begegnen, hat eine tiefe Wirkung, die sich nicht nur auf der seelischen, sondern auch auf der körperlichen Ebene zeigen kann.
Die Selbsterforschung ist ein fortlaufender Prozess. Die Bilder, die sich zeigen, sind wie Boten der Psyche – sie bringen uns zu verborgenen Aspekten unseres Wesens.

Wenn sich Erinnerungen oder Schmerzen erneut zeigen, dürfen wir uns fragen: Was möchte mir dieses Bild oder diese Emotion mitteilen? Was ist die Botschaft, die ich jetzt verstehen darf?

Verurteile Dich nicht für das, was war, sondern betrachte es als Teil Deiner Geschichte, die Dich zu dem Menschen gemacht hat, der Du heute bist. Authentisch zu sein bedeutet nicht, fehlerfrei zu sein, sondern die eigene Wahrheit anzuerkennen und zu leben. Jede Wunde, die Du bewusst betrachtest, ist eine Öffnung für Heilung und Wachstum. Vertraue darauf, dass dieser Prozess Dich weiter zu Deinem wahren Selbst führen wird.

Selbstvergebung
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Autorin

Hallo, ich bin Anja, Energetikerin, Gründerin von Herzfalter und Entwicklerin der innovativen Genomantik-Methode.
Mit energetischen Sichtungen, 1:1-Begleitungen, Blogbeiträgen, Videos, Kursen und meinem Podcast unterstütze ich Menschen dabei, ihre persönliche Entwicklung zu fördern und Blockaden zu überwinden. Mit Herz und Intuition helfe ich Dir, Deinen eigenen Weg zur Selbstheilung und Transformation zu finden. Meine Vision ist eine Welt, in der sich die Menschen wieder ihrer eigenen Stärke bewusst werden, sich nicht länger von anderen abhängig fühlen und alle Möglichkeiten kennen und anwenden, um sich selbst zu heilen.

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