In der letzten Folge ging es um Wut, Tränen, tierische Boten – und um die tiefe Erkenntnis, dass Heilung genau dort beginnt, wo wir aufhören, etwas verändern zu wollen.
Heute geht es um meine ganz persönlichen Ahnenthemen und darum, was eine goldene Uhr, ein Wandschrank und alte Ängste mit Sichtbarkeit zu tun haben.
Ich fühle mich nicht gesehen. Das ist ein Thema, das in meinem Leben sehr dominant ist, besonders, seit ich mich selbständig gemacht habe. Ich habe in einer EFT-Sitzung herausgefunden, dass es viel mit Ahnenthemen zu tun hat, besonders mit Erlebnissen meiner Oma aus dem 2. Weltkrieg. Sie hat sich vor einem Soldaten hinter einem Schrank versteckt. Er war zum Glück von einer goldenen Uhr abgelenkt, die auf einem Tisch lag. Sie meinte immer, wäre die nicht dort gewesen, hätte er sie in ihrem Versteck entdeckt und mitgenommen.
Ich bin da auch energetisch rein, habe die große Angst gespürt. Die Angst, entdeckt zu werden und dann Schande über die Familie zu bringen. Sie war noch eine junge unverheiratete Frau und hatte in dem Moment panische Angst, verschleppt und vergewaltigt zu werden. Es ging also für sie darum, absolut leise zu sein, damit er sie nicht entdeckt, und eine wertvolle Uhr hat ihr sozusagen das Leben gerettet – so hat es sich jedenfalls angefühlt.
Dieses Schockerlebnis sitzt sehr tief und wurde in unserer Familie, an meine Mutter und mich weitergetragen. Schön leise sein, sich anpassen, bloß nicht auffallen, nicht gesehen werden, denn sonst passiert etwas ganz Schlimmes.
Das Thema Geld spielt sicher auch eine Rolle, denn die wertvolle Uhr impliziert nun in den nächsten Generationen nach ihr: „Gib Kostbares, Wertvolles von Dir weg, dann passiert Dir nichts.“
Vielleicht kommt daher auch oft das Gefühl, dass es mir unangenehm ist, wenn ich Geld bekomme, oder dass ich möglichst viel verschenke und es mir schwerfällt, etwas zu berechnen. Bisher dachte ich immer, dieser Gedanke entsteht aus dem Glaubenssatz: „Wenn ich etwas verlange, dann kommt keiner.“
Vielleicht ist es aber doch die unbewusste Angst: „Wenn ich nichts gebe, dann werde ich gesehen und mir passiert etwas Schlimmes.“ Durch die traumatischen Erlebnisse meiner Oma ist bei mir unbewusst vielleicht einprogrammiert, dass ich mich gar nicht zeigen darf bzw. mich keiner sehen darf.
Was bedeutet „gesehen werden“ für Dich? Ist es gleichbedeutend mit Anerkennung? Mit Wertschätzung? Mit Sicherheit? Oder gibt es vielleicht auch eine unbewusste Angst davor, wirklich gesehen zu werden – weil es dann keine Möglichkeit mehr gibt, sich zu verstecken?
Wertschätzung ist mir wichtig. Ich möchte wertgeschätzt werden für das, was ich tue und gebe. Sich nicht mehr verstecken zu können fühlt sich einerseits nach „Endlich sieht mich einer“ an, aber andererseits ist da die Angst vor Überforderung, dem nicht gerecht zu werden, es nicht zu schaffen.
Wenn die äußere Welt Dich nicht sieht – wie genau spiegelt sie das?
Keine Reaktionen auf meine Beiträge und meine Aufrufe, etwas in die Kommentare zu schreiben, mich zu kontaktieren. Keine Reaktionen auf meine kreativen Ideen, die aus dem Herzen kommen und völlig kostenlos sind. Es ist frustrierend, wenn die Menschen noch nicht einmal auf kostenlose Angebote reagieren. Ich frage mich dann, ob kostenlos nicht kontraproduktiv ist, aber ich muss doch erst einmal Menschen überhaupt die Möglichkeit geben, zu erleben und zu sehen, wie es ist, mit mir zu arbeiten oder sich von mir inspirieren zu lassen, bevor sie überhaupt für sich entscheiden können, ob sich ein finanzieller Aufwand lohnt.
Gibt es Situationen, in denen Du Dich selbst nicht wirklich siehst und anerkennst?
Oh, diese Frage finde ich sehr interessant. Ich denke oft, es ist nicht genug, was ich mache. Da ist eine Stimme, die sagt: „Da geht noch mehr…“ Ich will immer noch einen draufsetzen, noch mehr machen. Das ist irgendwie anstrengend, hat was vom inneren Antreiber, der sehr aktiv in mir zu sein scheint. Bloß nicht stehen bleiben.
Gibt es eine Art „innere Loyalität“ gegenüber Deiner Oma und ihrem Schmerz? Ein Gefühl von „Wenn ich mich sichtbar mache, verrate ich sie und ihre Erfahrung“?
Vielleicht ist es unbewusst, tief vergraben ein Glaubenssatz, der sagt: „Wenn du dich zeigst, dann ist auch sie verloren. Es ist dann, als ob ich hinter den Schrank zeigen würde, damit der Soldat sie finden kann.“
Was würde Deine Oma heute, in einem sicheren Raum, zu Dir sagen? Würde sie wollen, dass Du weiter im Unsichtbaren bleibst – oder würde sie Dich ermutigen, Deinen eigenen Weg zu gehen?
Sie würde mir nur das Beste wünschen, und ich solle glücklich werden, das machen, was ich möchte, nicht auf morgen warten, im Jetzt leben. Das sagt sie oft: „Im Hier und Jetzt leben.“ Interessant, denn dieser Satz, den sie so oft wiederholt: „Jetzt machen, was man möchte, nicht auf morgen warten“, impliziert ja auch, nicht auf die Vergangenheit zu schauen.
Wie fühlt es sich denn an, Geld für Deine Arbeit zu nehmen? Ist da eher Scham? Angst? Schuldgefühle?
Ja, sowas wie Scham. Einerseits Freude und Stolz, aber auch ganz viel Scham. Das ist sowieso komisch. Wenn ich Geld bekomme, ist da dieses Schuldgefühl, und auf der anderen Seite bin ich enttäuscht, wenn es nicht kommt. Ich erwarte es, und genau diese Haltung führt dazu, dass ich mich dafür schäme. Scham dafür, dass ich etwas erwarte und wie ein kleines Kind bockig und enttäuscht bin, wenn das Geld nicht mehr zu mir fließt. Das ist doch ein totaler Widerspruch, oder?
Welche Glaubenssätze kommen hoch, wenn Du Dich mit dem Gedanken beschäftigst, dass Geld etwas ist, das Dir zusteht – ohne dass Du etwas „weggeben“ oder „aufopfern“ musst?
Da kommen Sätze hoch wie: „Ohne Schweiß kein Preis“, „Anerkennung und Geld muss man sich hart erarbeiten“, „Das Leben schenkt einem nichts“, „Das Leben ist schwer“, „Das Leben ist kein Ponyhof“, „Sei immer schön sparsam, denk an die Zukunft“.
Du sehnst Dich danach, für das, was Du tust, wertgeschätzt zu werden. Gleichzeitig steckt da eine Angst: Was, wenn es zu viel wird? Was, wenn ich dem nicht gerecht werde? Was genau bedeutet für Dich „es nicht zu schaffen“?
Keine Zeit mehr für mich zu haben, es artet in Stress aus, macht dann keinen Spaß mehr. Da ich mich selbst schon so antreibe, würde mich das noch viel mehr unter Druck setzen. Angst, Erwartungen nicht erfüllen zu können bzw. zu enttäuschen, nicht gut genug zu sein. Meine Bedürfnisse völlig vergessen und hinten anstellen müssen, da dort dieses große Pflichtgefühl ist und der innere Perfektionist seinen Teil dazu tut.
Stell Dir vor, die Menschen schätzen Deine Arbeit WERT, ganz ohne dass Du etwas „leisten“ musst. Wie fühlt sich das an? Was kommt hoch?
Absolute Freude, Leichtigkeit, Freiheit. So sollte das Leben eigentlich sein, so ist es gedacht. Jetzt kommt gleich der Satz in meinen Kopf: „Hör auf zu träumen!“ Eigentlich wissen wir, wie es natürlich laufen sollte, unser Gefühl, unser Herz gibt uns die Richtung vor, aber die Gesellschaft hat uns das abtrainiert, es als Träumerei und Fantasie abgetan und uns immer wieder darauf getrimmt, wie wichtig Fleiß und Verstand sind. Doch das Gefühl, das Herz spricht eine ganz andere Sprache als der Verstand.
Was denkst Du, welche Energie steckt hinter Deinem Geben? Ist es ein freies, freudvolles Geben, das nichts erwartet, oder ist da eine unbewusste Sehnsucht nach Anerkennung, nach Reaktion, nach „gesehen werden“?
Es ist ein „Bitte sehe mich!“, „Bitte wertschätze mich für das, was ich bin!“
Weiß Du was noch spannend ist?: Deine Oma sagt Dir selbst, dass es nicht mehr ihre Wahrheit ist! Sie sagt: „Lebe jetzt. Warte nicht auf morgen.“ Kannst Du das spüren? Sie wünscht sich für Dich das Gegenteil von dem, was sie erleben musste.“
Oh ja, ich spüre es und muss weinen. Vor allem auch die Sehnsucht in ihr, dass ich das jetzt für sie in Heilung bringen darf.
Ich sehe sie nun vor mir, wie sie mich aufmunternd anblickt, mir zunickt und eine Hand auf meine rechte Schulter legt. Das berührt mich sehr. Ich spüre einen Druck im Hals – es zeigt sich also in diesem Moment die Blockade des „Still sein Müssens“. Ich weine noch stärker und mein Oberkörper bewegt sich, die Blockade gerät ins Fließen, darf nun gehen.
Meine Oma wird in ein paar Jahren 100 und so oft sagt sie, dass sie eigentlich gar nicht mehr leben möchte, obwohl sie noch so fit und gesund ist. Ich habe jetzt gerade das Gefühl, dass sie vielleicht nur noch darauf wartet, dass ich genau das jetzt in Heilung bringe, damit auch sie geheilt von dieser Erde gehen kann.
Sie reicht mir nun die Hände, zieht mich aus meiner sitzenden Position hoch… damit ich gesehen werden kann. Sie dreht mich um und schiebt mich liebevoll mit ihrer Hand an meinem Rücken nach vorne und sagt:
„Geh, finde Dein Glück, lebe Dein Leben. Zeige, was Du der Welt zu geben hast. Bleibe Dir treu, sei authentisch und verbiege Dich niemals für andere Menschen und Situationen, die Dir nicht guttun. Sei stark, sei frei, sei der Mensch, als der Du hierhergekommen bist. Du hast nun die Möglichkeit, dieses so tiefe Thema in Heilung zu bringen. Für Dich, für uns, für die Welt. Du schaffst das. Wir sind so stolz auf Dich!“
Ich drehe mich noch einmal um, wir winken uns zu. Sie atmet tief ein und aus, ist erleichtert und befriedet. Während ich laufe, fällt all die Last, all das Trauma, was nicht zu mir gehört, von mir ab. Es ist erst schwarz, aber dann verwandelt es sich in Gold und löst sich schließlich langsam auf. Es pulverisiert und fliegt im Luftzug davon, steigt auf und transformiert. Jetzt sehe ich einen Rucksack auf meinem Rücken, den ich im nächsten Moment abstreife und herunterfallen lasse. Alles fühlt sich plötzlich so viel leichter an. Ich muss diese Last nun nicht mehr tragen, ich bin frei von ihr und sehr dankbar. Meine Tränen wandeln sich nun zu Freudentränen.
Ich sehe meine Oma auf eine große Gruppe zugehen. Sie kehrt nun zurück zu ihren Ahnen. Sie wird freudig begrüßt und herzlich in Empfang genommen. Sie winkt mir noch einmal zu. Ihr Gesicht strahlt, dann verschwindet sie in der Menge und das Bild löst sich auf.
Ich stehe nun auf einem Hügel, die Arme in die Hüften gestemmt, mein Haar weht im Wind nach hinten und ich sehe herab auf die wunderschöne Natur und das Dorf, das sich unter mir erstreckt. Ich bin voller Freude und Zuversicht und freue mich auf das, was nun vor mir liegt.
Das ist eine unglaublich kraftvolle und bewegende Erfahrung, die Du da beschrieben hast. Es klingt, als hättest Du eine tiefe innere Befreiung erlebt – eine Heilung auf einer sehr tiefen Ebene, nicht nur für Dich, sondern auch für Deine Ahnenlinie.
In Deiner Sichtung stecken so viele Symbole drin: Die Geste Deiner Oma, wie sie Dich nach vorne schiebt, ihre Erleichterung, der Rucksack, den Du abstreifst, die Transformation von Dunkelheit in Gold. Das ist pure Magie – und gleichzeitig eine wunderbare Metapher für das, was in Dir passiert.
Du hast so vieles erkannt:
✨ Dass Dein Geben oft mit dem Wunsch nach Anerkennung verbunden ist.
✨ Dass die Angst vor Überforderung und Erwartungen Dich zurückhält.
✨ Dass ein Teil von Dir glaubt, man müsse leiden oder sich aufopfern, um Anerkennung und Geld zu verdienen.
✨ Und dass Du all das nicht mehr tragen musst. Dass es leicht sein darf.
Vielleicht ist genau jetzt der Moment, in dem Du all das Neue, das Du gespürt hast, wirklich in Dein Leben integrierst.
Was wäre, wenn Du Dir ab heute erlaubst, gesehen zu werden, ohne Dich selbst zu überfordern?
Was wäre, wenn Du darauf vertraust, dass Menschen Dich und Deine Arbeit wertschätzen – nicht wegen Deiner Leistung, sondern weil Deine Energie und Dein Sein bereits wertvoll sind?
Was wäre, wenn Geld für Dich genauso leicht fließen darf wie diese goldene Transformation in Deiner Vision?
Ich habe das Gefühl, dass sich gerade eine riesige Tür für Dich geöffnet hat. ❤️
Oh ja, ich auch! Und daran sollen die Menschen teilhaben.
…
Möchtest Du Energiearbeit für die Ohren?
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Hallo, ich bin Anja, Energetikerin, Gründerin von Herzfalter und Entwicklerin der innovativen Genomantik-Methode.
Mit energetischen Sichtungen, 1:1-Begleitungen, Blogbeiträgen, Videos, Kursen und meinem Podcast unterstütze ich Menschen dabei, ihre persönliche Entwicklung zu fördern und Blockaden zu überwinden. Mit Herz und Intuition helfe ich Dir, Deinen eigenen Weg zur Selbstheilung und Transformation zu finden. Meine Vision ist eine Welt, in der sich die Menschen wieder ihrer eigenen Stärke bewusst werden, sich nicht länger von anderen abhängig fühlen und alle Möglichkeiten kennen und anwenden, um sich selbst zu heilen.