Herzfalter

Von der lauten Stimme zur inneren Stille

Dein Ventil zur Ausgeglichenheit

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26.09.2023

Da ist diese Stimme im Kopf. Diese bewertende, nörgelnde Stimme, die alles besser weiß und die plötzlich und grundlos die Menschen im Umfeld nicht (mehr) ausstehen kann. Da nervt dann einfach alles. Selbst der geliebte Partner, den man gestern noch voller Wärme und Liebe angesehen hat, löst mit jeder Bewegung und mit jeder bekannten Gestik und Mimik plötzlich Groll und Wut aus. Seine oder ihre Art zu essen oder zu reden, Körperbewegungen usw., all das nervt plötzlich ungemein und macht einen sogar richtig wütend, obwohl doch eigentlich alles gut ist und kein Grund besteht.

Wo kommen diese Gefühle so plötzlich her?

Wenn wir uns dann zu sehr in dieser Stimmung baden, kann das ganz schnell dazu führen, dass wir unsere Partnerschaft, ja sogar unser ganzes Leben in Frage stellen. So kommen wir vom Hundertsten ins Tausendste und verstricken uns immer tiefer in diesen negativen Gedankenspiralen. Wir wissen und spüren ganz genau, dass wir völlig unberechtigt und unangebracht reagieren, können aber nicht dagegen ankommen. Irgendetwas hält uns da unten, in dieser niedrigen Schwingung, fest.

Wer sich auf seinem Weg schon etwas mehr mit dem Thema EGO befasst hat und dem bewusst ist, dass wir nicht unsere Gedanken sind, weiß das zwar theoretisch, aber praktisch scheint das an uns vorbei zu gehen. Diese Stimme ist einfach zu laut und zu vertraut.

Sie ist ein Teil von uns, seit wir denken können bzw. aufgehört haben in der dritten Form von uns zu sprechen. Die ganz kleinen Kinder haben da noch den Abstand, aber sobald „Ich bin…“, „Ich will…“, „Ich denke…“ in unser Leben Einzug hält, ist es mit der Distanz vorbei und wir identifizieren uns mit unseren Gedanken.

Ich persönlich finde es gefährlich das eigene EGO „bekämpfen“ zu wollen bzw. in ihm etwas Böses zu sehen. Ein gesunder Egoismus ist in meinen Augen sogar notwendig. Zum Beispiel kann ich nur dann für andere Menschen eine Hilfe und Unterstützung sein, wenn ich in meiner Kraft stehe und in Balance bin. Wenn im Flugzeug die Sauerstoffflaschen herunter kommen ist es ja auch wichtig sich diese zuerst aufzusetzen, damit anderen anschließend geholfen werden kann. Es nützt niemandem etwas, wenn ich selbst keine Kraft, keinen Sauerstoff mehr habe.

Wenn wir uns mit dieser lauten Stimme identifizieren, sie als das, was wir sind zu erkennen meinen, dann kann uns das von innen heraus langsam aber sicher zermürben. Da wir dies spüren, versuchen wir uns folglich sehr oft abzulenken.

Wir stürzen uns in die Arbeit, in Unternehmungen oder konsumieren stundenlang Medien verschiedenster Art, nur um nicht weiter fühlen zu müssen.

Doch bringt uns das wirklich weiter?

Es mag kurzfristig helfen, aber irgendwann kommen diese inneren Prozesse doch wieder an die Oberfläche, weil sie einfach gesehen und gefühlt werden wollen. Spätestens wenn uns der Körper zwingt kürzer zu treten, dürfen wir eine Pause machen, damit wir reflektieren und fühlen können. Daran führt zu diesem Zeitpunkt dann kein Weg mehr vorbei. Damit es nicht erst zu körperlichen Symptomen kommt, ist es so wichtig schon vorher hinzusehen bzw. genau hinzufühlen. Sich dem Fühlen ganz und gar hinzugeben, ohne währenddessen weiter in der Gedankenspirale zu hängen.

Der erste wichtige Schritt ist, dass wir ganz klar für uns erkennen, dass diese Gedanken nicht aus unserem wahren Sein kommen, sondern sowas wie Werbeeinblendungen sind.

Unser Verstand möchte uns etwas „verkaufen“, damit es uns besser geht, wir uns besser fühlen. Auf der anderen Seite redet er uns aber auch ein, dass wir nicht glücklich sein können, wenn wir bestimmte Dinge nicht bekommen oder sie nicht so laufen, wie er sich das wünscht.

Warum das so ist und wieso bestimmte Sätze in unserem Kopf auftauchen, ist hierbei im ersten Schritt gar nicht so wichtig. Wichtig ist vielmehr sie nicht weiter mit Energie und Aufmerksamkeit zu füttern.

Fühlst Du zum Beispiel Wut, Angst oder Traurigkeit, dann lass diese Gefühle da sein und tauche voll in sie ein. Nimm Dir die Zeit und den Raum dazu. Triff eine Verabredung mit Dir selbst und schenke Dir diesen Moment. Auch wenn währenddessen wieder Sätze in Deinem Kopf auftauchen, gehe nicht darauf ein. Du konzentrierst Dich nur auf die Gefühle, die in Dir hoch kommen. Ist Dir nach weinen, dann weine, ist Dir nach schreien, dann schreie (zum Beispiel in ein Kissen, wenn Du Deine Nachbarn nicht erschrecken willst 😉 ). Das ist ok und darf so sein.

Um innerlich frei zu werden, musst Du noch einmal spüren. Anschließend ist da vielleicht Erschöpfung, aber auch Erleichterung bis hin zu völliger Leere. Das Ventil wurde geöffnet, der Druck abgelassen. Kein Brodeln, kein Toben mehr, nur Stille.

Dieser eine Moment, in dem wir spüren das alles gut ist, wie es ist. Dann, wenn wir uns ausgeglichen und klar fühlen, sind wir unserem wahren Selbst ein Stück näher gekommen.

Wenn Du die größeren „Gefühls-Baustellen“ Deines Lebens auf diese Art bereinigt hast, dann ist es natürlich nicht vorbei. Wir leben in der Dualität und werden immer wieder mit bestimmten Gedanken und Gefühlen konfrontiert werden. Doch nach und nach wird es uns, ganz nebenbei, im normalen Alltag gelingen die „Werbeeinblendung“ als solche zu erkennen und uns auf das Gefühl zu konzentrieren, damit wir es noch einmal durchleben und über unser „Ventil“ abgeben dürfen.

Hören wir auf zu projizieren und schauen bei uns selbst, gehen auf innere Entdeckungsreise, dann werden wir immer besser unser Gleichgewicht halten und unser inneres Strahlen nach Außen kehren können.

Alles Liebe,

Anja

 

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Autorin

Hallo, ich bin Anja, Energetikerin, Gründerin von Herzfalter und Entwicklerin der innovativen Genomantik-Methode.
Mit energetischen Sichtungen, 1:1-Begleitungen, Blogbeiträgen, Videos, Kursen und meinem Podcast unterstütze ich Menschen dabei, ihre persönliche Entwicklung zu fördern und Blockaden zu überwinden. Mit Herz und Intuition helfe ich Dir, Deinen eigenen Weg zur Selbstheilung und Transformation zu finden. Meine Vision ist eine Welt, in der sich die Menschen wieder ihrer eigenen Stärke bewusst werden, sich nicht länger von anderen abhängig fühlen und alle Möglichkeiten kennen und anwenden, um sich selbst zu heilen.

Herzfalter.de

Dieses Interview auf „Mystica.TV“ kann ich Dir sehr empfehlen, wenn Du zu diesem Thema tiefer gehen möchtest.