Kennst Du das?: Etwas in Dir wehrt sich vehement gegen einen bestimmten Schritt und doch kommt das Thema immer wieder und Du spürst, da muss noch mehr hinter stecken?
Heute möchte ich meine eigenen Prozesse mit Dir teilen und Dir ein Beispiel dafür geben, wie wichtig es ist auf innere Widerstände zu achten.
Instagram? Niemals! Viel zu laut, zu hektisch, zu aufgesetzt. Nicht meine Energie, nicht mein Feld. Und doch, seit ich mich selbständig gemacht habe, kam es immer wieder als Thema zu mir. Innerlich stellte sich sofort ein großes Stoppschild auf, wenn ich davon hörte. Nein, ganz bestimmt nicht. Das würde mir nicht gut tun. Das will ich nicht.
Doch eines Tages sagte eine Stimme in mir: „Was wenn Dein starker Widerstand Dir etwas sagen möchte?“, „Was, wenn genau dort ein fehlendes Puzzlestück zu finden ist?“
Als ich dann in einem Podcast hörte: „Versuch es doch einfach, dann weißt Du, ob es Deins ist oder nicht!“ hatte sich die innere Handbremse gelöst und ich wollte es plötzlich ausprobieren, mich einfach darauf einlassen. Genau, eigentlich logisch – was soll schon schiefgehen, dann höre ich halt wieder damit auf, wenn es mir nicht gefällt. Apropos Handbremse: Diese Nacht hatte ich dazu einen spannenden Traum, doch dazu später mehr.
Ich schaute mir also YouTube Videos zum Thema Instagram an, informierte mich und forschte. Ich tauchte ein in eine neue Welt, eine Welt, die ich bisher mit einem dicken Vorhängeschloss versperrt hatte – zu gefährlich, zu toxisch, lieber draußen bleiben.
Nachdem ich mein Profil eingerichtet hatte, ging es für mich darum zu überlegen, wie und auf welche Art ich dort in Erscheinung treten wollte. Vor allem, wie ich mir selbst, meiner Energie und meiner Freude am Tun treu bleibe.
Für mich war ganz klar: Auf meine Art, in meinem Tempo, zu meinen Bedingungen. Authentisch, frei und selbstbestimmt. Likes egal, Kommentare egal, Reichweite egal – doch geht das in dieser Instawelt überhaupt? Halte ich das durch? Wie abhängig bin ich denn eigentlich noch vom Außen? Von der Resonanz? Wie sehr möchte ich gesehen werden und inwiefern entferne ich mich dabei vielleicht von mir selbst?
Wo kommt diese starke Abwehr, die ich hatte, eigentlich her? Ist es die Angst vor Zurückweisung, Nichtbeachtung, sich verbiegen müssen um dazu zu gehören? Was befürchte ich gespiegelt zu bekommen?
So viele Fragen auf einmal – für mich ein ganz klarer Hinweis darauf, dass ich hier eine sehr verstaubte und gut versteckte Truhe entdeckt habe. Eine Truhe mit einigen wichtigen Puzzleteilen. Puzzleteile, von denen ich gar nicht mehr wusste, dass ich sie in Sicherheit gebracht habe.
Das Gefühl sich beweisen zu müssen.
Sich nicht gehört oder verstanden fühlen.
Ich schaue mir die ganze Sache nun einmal energetisch an. Vor meinem inneren Auge sehe ich mich alleine vor einer großen Gruppe von Menschen stehen. Sie beobachten mich, reden über mich, flüstern sich zu, hinter vorgehaltener Hand. Ich fühle mich unsicher und wie ein Außenseiter. Ich weiß nicht was ich tun soll. Was wird hier von mir erwartet?
Moment mal, warum sollte ich überhaupt die Erwartung von anderen Menschen erfüllen? Es geht doch hier um mich und meinen Selbstversuch, oder? Mein Körper verspannt sich, zieht sich zusammen. Ich spüre einen Knoten im Hals. Jetzt verstehe ich auch, warum ich immer davon gesprochen habe, dass Instagram für mich eine schlechte Energie hat.
Da sitzen tiefe Themen, alte Ängste, Glaubenssätze. Ich fühle mich konfrontiert mit einer Menge fremder Menschen und weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Lieber auf Nummer sicher gehen und gar nichts sagen. Herunterschlucken, bevor man negativ auffällt.
Früher hieß es immer: „Sei schön brav, sei schön leise, das sagt man nicht!“ Etwas sagen, auffallen, sichtbar werden – davor wurde ich als Kind gewarnt und das hat sich eingebrannt. Instagram ist eine große unbekannte Welt für mich, die ich nicht unter Kontrolle habe und das macht mir Angst, die innere Alarmanlage springt an.
Ich spüre, dass ich auf dem richtigen Weg bin, denn ich werde sehr traurig. Ich lasse es raus, hinterher geht es mir besser. Außerdem weiß ich nun noch klarer für mich: Ich will das, unbedingt. Wenn ich das jetzt durchziehe, werde ich alte Fesseln und Grenzen sprengen, die nicht zu mir gehören und mich klein halten.
Nun bin ich also erst recht motiviert, produziere mein allererstes Reel, drücke auf weiter und es passiert…..nichts…..und dann….werde ich gesperrt. An meiner Reaktion merke ich, wie sehr ich es plötzlich will. Noch vor ein paar Tagen undenkbar.
So, und nun? Keine Kontrolle, nicht gehört, nicht gesehen. Ärgerlich, aber nützt ja erst einmal nichts. Aufhören zu ärgern, abwarten, ins Bett gehen….
Und da kommen wir zu meinem Traum, den ich hatte. Ich saß in meinem Auto, wollte vorwärts fahren, aber es rollte rückwärts. Ich drückte den Fuß fest auf die Bremse – keine Reaktion. Ich zog hektisch an der Handbremse und hatte sie plötzlich in der Hand. Der Wagen rollte weiter rückwärts und ich wurde leicht panisch. Dann bin ich aufgewacht.
Mmhh…, was würde ein Traumdeuter oder C.G.Jung wohl dazu sagen?
Vielleicht, dass das Auto für die Psyche oder den Lebensweg steht – ich sitze „am Steuer“, aber etwas entgleitet mir. Die versagende Bremse könnte bedeuten, dass ich in einer Situation nicht mehr bremsen oder regulieren kann.
Er würde vielleicht fragen: „Wo in Deinem Leben fühlst Du Dich gerade „außer Kontrolle“?
Das Rückwärtsrollen trotz meines Willens, vorwärts zu gehen, könnte meine Zweifel symbolisieren: „Will ich das wirklich? Bin ich bereit für diese Sichtbarkeit?“
Vielleicht deutet die lose Handbremse in meiner Hand darauf hin, dass ich theoretisch die Kontrolle hätte (schließlich habe ich mich bewusst für Instagram entschieden), aber sie greift nicht – weil vielleicht noch unbewusste Ängste oder alte Widerstände aktiv sind.
Instagram ist für mich „zu laut, zu hektisch und aufgesetzt“ – also alles, was ich eigentlich ablehne. Jung würde wahrscheinlich sagen: „Indem Du Dich dort bewegst, begegnest Du Deinem eigenen Schatten (den abgelehnten Aspekten von Dir, die aber vielleicht gerade Deine größten Stärken bergen).“
Das alte Muster aus der Kindheit, das sagt: „Laut sein bzw. sich mit seiner Präsenz zeigen ist böse, unbrav.“, lässt mein Unterbewusstsein glauben, dass ich etwas Falsches getan habe. Das strahle ich aus und das Leben spiegelt mir das wider. Mein System glaubt: „Wenn ich mich zeige, passiert etwas Schlimmes.“ Genau das zeigt mir nun auch das Leben, indem ich gesperrt werde und der Traum, indem ich keine Kontrolle mehr habe über meine Fahrtrichtung.
Eigentlich total genial, oder?
Da fällt mir wieder die „Warum-Übung“ ein, die ich erst gestern gemacht habe:
Mein Thema war: Ich werde nicht gesehen.
Warum wirst Du nicht gesehen?
Weil ich nicht laut genug bin.
Warum bist Du nicht laut genug?
Weil ich es nicht mag laut zu sein.
Warum magst Du es nicht laut zu sein?
Das tut mir in den Ohren weh, ist böse und falsch.
Fazit: Gesehen werden ist böse und falsch
Mit Hilfe dieser Übung ist mir vieles klar geworden und diese Erkenntnis hat wohl einiges in mir aktiviert, dass sich nun auch noch einmal über meinen Traum zeigen durfte.
Wenn wir achtsam sind und auf die Zeichen achten, am Tag und in der Nacht, dann schenkt uns das Leben viele kleine Hinweise, die sich zu einem Gesamtbild zusammenfügen können. Doch eines ist dabei wichtig: Wir müssen uns auch die Zeit dafür nehmen, reflektieren und genau hinschauen. Der eigene „Aha-Moment“ ist Goldwert und fühlt sich zudem auch noch so richtig gut an. 🦋
Hallo, ich bin Anja, Energetikerin, Gründerin von Herzfalter und Entwicklerin der innovativen Genomantik-Methode.
Mit energetischen Sichtungen, 1:1-Begleitungen, Blogbeiträgen, Videos, Kursen und meinem Podcast unterstütze ich Menschen dabei, ihre persönliche Entwicklung zu fördern und Blockaden zu überwinden. Mit Herz und Intuition helfe ich Dir, Deinen eigenen Weg zur Selbstheilung und Transformation zu finden. Meine Vision ist eine Welt, in der sich die Menschen wieder ihrer eigenen Stärke bewusst werden, sich nicht länger von anderen abhängig fühlen und alle Möglichkeiten kennen und anwenden, um sich selbst zu heilen.