Herzfalter

Podcast Herzfalter Anjs Schütt Ängste loslassen Ein Gespräch mit der Angst
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25.09.2024

In der letzten Folge ging es im Seelengespräch um die Angst sich zu zeigen und wie schwer wir es uns oft selbst machen, weil wir zu hohe Erwartungen haben und dabei oft unbewusst übernommene Glaubenssätze für unsere eigenen halten.

Heute möchte ich mich einmal direkt mit der Angst unterhalten.

Es fällt mir schwer eine erste Frage zu formulieren und während ich noch darüber nachdenke, fängt mein Körper schon an zu kribbeln und mein Hals wird eng, als würde ihn mir jemand zu drücken. Vielleicht ist es auch einfach die Angst davor mit der eigenen Angst zu sprechen, sich mit ihr auseinander zu setzen.

Der Körper reagiert ganz automatisch, wie er es wahrscheinlich schon seit Jahrzehnten tut, nur habe ich es bisher nicht wirklich gemerkt. Das Spannende ist aber, je mehr ich mich auf meinen Körper konzentriere und versuche jedes noch so kleine Gefühl in mir, jede winzige Veränderung im Körperempfinden, zu erspüren, umso schneller habe ich eine Antwort, noch bevor ich die Frage gestellt habe.

Bei mir scheint es die Angst davor zu sein, das Falsche zu sagen, nicht richtig rüber zu kommen. Ich würde vielleicht noch weiter gehen, denn da ist auch dieses starke Gefühl, dass ich nichts sagen darf. Eigentlich ist es mir verboten. Wenn ich nicht endlich den Mund halte, dann wird er mir zugedrückt, so lange, bis ich nie wieder etwas sagen kann. Ich wurde schon einmal zum Schweigen gebracht…..aber das war nicht in diesem Leben, jedenfalls nicht auf diese Art.

In diesem Leben wurde ich eher mit Worten zum Schweigen gebracht, mit Gesten, einem Augendrehen oder verächtlichem Lachen. Besonders als Kind. Ich habe zwar keine konkreten, klaren Erinnerungen daran, aber dieses unterschwellige Gefühl, dass es besser ist den Mund zu halten. Ich wollte dazu gehören, keine Probleme bekommen und geliebt werden.

Als ich gelernt habe, dass meine eigene Wahrheit oft nicht gerne gehört wird, habe ich mich eben angepasst. Dass ich mich damit aber von mir selbst entferne, mein Herz verschließe und mein zukünftiges Leben gerade so nicht leichter mache, das konnte ich zu dieser Zeit noch nicht sehen. Andererseits würde ich dann wahrscheinlich auch nicht hier sitzen und diese Zeilen zu Papier bringen.

Dann wollen wir mal loslegen….

Ich kann förmlich sehen, wie die Angst aufmerksam vor mir sitzt, den Rücken durchgestreckt. Voller Vorfreude und Spannung sieht sie mich an und wartet. Sie freut sich, dass ich nun endlich soweit bin, mich ihr zuzuwenden, ins Gespräch zu gehen und das ich mir Zeit für sie nehme. Aber ich muss den Anfang machen, das ist die Bedingung. Sie nickt mir aufmunternd zu.

<Schon verrückt, du siehst so harmlos und freundlich aus, das hätte ich nicht erwartet.>

„Was hast Du denn erwartet?“, fragt sie mich.

Sie lächelt immer noch, nimmt mir meine Bemerkung anscheinend nicht übel.

<Ich weiß auch nicht, aber irgendwie anders. Düster und mit einem grimmigen Gesichtsausdruck wahrscheinlich.>

Jetzt fängt sie an zu lachen, aber das Lachen ist eines von der herzlichen Sorte.

„Wie so oft im Leben, so ist es auch hier. Vorher macht man sich verrückt, hat negative Vorstellungen und dann…fragt man sich, wieso überhaupt, denn letztendlich lief alles viel besser und leichter als erwartet!“

<Den Druck an meinem Hals kann ich immer noch spüren.>

Die Angst fasst sich selbst an den Hals und antwortet: „Dein Körper hat das auch tief in sich abgespeichert, über viele Jahre. Gib ihm Zeit, damit er loslassen kann.“

<Meine Hüften und mein unterer Rücken machen sich auch schon seit guten 3 Jahren bemerkbar. Hat das auch mit dir zu tun?>

Kaum habe ich meine Frage zu Ende gestellt, bemerke ich, dass die Angst plötzlich hinter mir steht, sie hält mich mit beiden Händen an der Hüfte fest und sagt:

„Wenn ich mich nur ordentlich an Dich hänge, dann fällt es Deinem Körper schwer vorwärts zu gehen. Das ist wie Dauermuskelkater, den Du spürst.“

Ich überlege kurz. Ja, das macht Sinn. Da ist nicht nur die Angst etwas Falsches zu sagen oder nicht gehört zu werden, da ist auch die Angst davor nach vorne zu treten, sich sichtbar zu machen. Sieht und hört man mich, bin ich angreifbar, raus aus meiner Komfortzone und ich habe keine Kontrolle darüber, was als nächstes passiert. Da ist sie schon wieder, die Angst vor Kontrollverlust.

„Siehst Du, und genau deswegen hänge ich besonders hartnäckig an Deiner Hüfte und Deinem unteren Rücken. Durch mich bist Du unflexibel und bleibst ziemlich starr in einer Position, dann passieren keine Überraschungen.“

Das sie meine Gedanken lesen kann überrascht mich nicht wirklich. Ja, auch das macht Sinn.

<Du bist eigentlich nur hier um mich zu beschützen, stimmt`s?> , frage ich sie und schaue dabei über meinem Rücken nach unten. Jetzt erst fällt mir auf, wie klein die Angst eigentlich ist. Ich hatte sie mir viel größer vorgestellt.

Sie hebt ihren Kopf, blickt mir in die Augen und antwortet stolz: „Na klar, Du selbst hast mich hier platziert.“

<Da hast du deine Aufgabe aber wirklich sehr ernst genommen!> sage ich und muss schmunzeln.

„Natürlich!“, spricht sie, verschränkt die kleinen Arme und scheint etwas beleidigt.

Ein bisschen habe ich das Gefühl mit einem kleinen Kind zu sprechen, aber wahrscheinlich liegt das daran, dass diese Angst sich in meinem Energiefeld postiert hat, als ich selbst noch eins war.

Ich fasse einen Entschluss und sage: <Ich danke dir für deine Hilfe, du hast das wirklich sehr gut gemacht, aber du kannst jetzt gehen. Es ist an der Zeit für mich nach vorne zu treten, mich zu zeigen und zu sagen habe ich auch einiges, das schon viel zu lange unterdrückt wurde. Kannst du das verstehen?>

Die Angst sieht etwa traurig aus, blickt nach unten und überlegt kurz. Doch in der nächsten Sekunde, als hätte jemand einen Schalter umgelegt, hebt sie ihren Kopf, schaut mich strahlend an und sagt: „Na endlich, ich habe doch schon so lange darauf gewartet. Ich hatte fast vergessen, dass es woanders viel schöner ist.“

Etwas überrascht, aber erleichtert, frage ich: <Wo ist denn woanders?>

„Na in Deinem Herzen, wo sonst. Da gehöre ich hin. Ich bin ein Teil von Dir und mache Dich wieder vollständiger, wenn Du mich zurück in dein Herz holst!“, antwortet meine Angst, springt freudig in die Luft, klatscht in die süßen Hände und schaut mich erwartungsvoll an.

Als ich nicht reagiere zeichnet sich ein schelmisches Lächeln auf dem kleinen Gesicht ab. Ruhig, fast flüsternd sagt sie: „Es braucht nur ein JA von Dir!“

Verwirrt von so viel Einfachheit brauche ich einen Moment um mich zu sammeln, aber ich nicke bestimmt, hole einmal tief Luft und ein <JA!> schießt förmlich aus mir heraus.

Die kleine Angst strahlt mich nun bis über beide Ohren an. Aber nicht nur ihr Gesicht strahlt, ihr ganzer Körper fängt an zu funkeln. Die Konturen beginnen immer mehr zu verschwimmen, bis nur noch eine goldene Lichtkugel sichtbar ist, die sich nun langsam auf meine Hände zubewegt.

Als hätte ich nie etwas anderes gemacht, umfasse ich sanft den strahlenden Ball und lege ihn vorsichtig in mein Herz. Mir wird warm und als nächstes spüre ich einen unregelmäßigen Herzschlag, fast wie ein hüpfen. Es fühlt sich etwas ungewohnt an, so als wäre mein Herz ein kleines Stück größer geworden.

Ich schaue aus dem Fenster und mein Blick fällt auf eine Blütenpolle. Sanft und schwingend schwebt sie von oben Richtung Boden und ist geformt wie die Flügel eines Engels.

Hast Du momentan auch Ängste, die Dich beschränken und von denen Du Dich lösen möchtest?

Möchtest Du wissen, wie Deine Angst aussieht und was sie Dir zu sagen hat?

Dann melde Dich gerne bei mir. Und wer weiß, vielleicht wartet sie ja auch nur darauf von Dir integriert zu werden. Es muss nicht kompliziert sein. Deine Bereitschaft hinzusehen und Dich dafür zu öffnen ist der erste Schritt.

Ich nehme Dich an die Hand, Du nimmst Dir die Zeit die Du brauchst und das „JA“ zu Dir selbst kommt irgendwann ganz automatisch.

Alles Liebe,

Anja

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Autorin

Hallo, ich bin Anja, Energetikerin, Gründerin von Herzfalter und Entwicklerin der innovativen Genomantik-Methode.
Mit energetischen Sichtungen, 1:1-Begleitungen, Blogbeiträgen, Videos, Kursen und meinem Podcast unterstütze ich Menschen dabei, ihre persönliche Entwicklung zu fördern und Blockaden zu überwinden. Mit Herz und Intuition helfe ich Dir, Deinen eigenen Weg zur Selbstheilung und Transformation zu finden. Meine Vision ist eine Welt, in der sich die Menschen wieder ihrer eigenen Stärke bewusst werden, sich nicht länger von anderen abhängig fühlen und alle Möglichkeiten kennen und anwenden, um sich selbst zu heilen.

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